Simmering: Gedenken in der Braunhubergasse

Vor 80 Jahren wurden beim Novemberpogrom jüdische Bürger und Einrichtungen in Wien von Nationalsozialisten angegriffen. Um an diese bittere Nacht zu erinnern, versammelten sich viele Simmeringer am 8. November in der Braunhubergasse 7, um der Opfer zu gedenken. Dort stand früher der Tempel der jüdischen Glaubensgemeinschaft, 
der 1938 zerstört wurde. Neben einer feier­lichen Kranzniederlegung wurde auch ein Toten­gebet von einem Rabbiner gesprochen, um an die vielen Toten zu erinnern. Anstelle des Tempels befindet sich jetzt ein Gedenkstein in der Braunhubergasse.

Jüdische Gemeinde

„Für mich ist wichtig, dass wir diese Gräueltat nicht vergessen und an die vielen Opfer denken. Auch in Simmering hat es eine jüdische Gemeinde gegeben, die nicht aus der Geschichte gestrichen werden sollte. Bei uns gibt es zwar heute keine ­Synagoge mehr, aber der ­Gedenkstein soll daran ­erinnern“, betonte Bezirksvorsteher Paul ­Stadler bei 
der Gedenkfeier.