Simmering: Sparsam und erwärmend

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Wie eine Herzschlagader sorgt die Großwärmepumpe für einen effizienten Kreislauf, der Wärme in die Wiener Haushalte pumpt. Die Nutzbarmachung von vorhandener Abwärme ist für eine noch sauberere Wärmeversorgung essenziell. Wir ­setzen damit auf zukunfts­weisende Technologien und haben rund 15 Millionen Euro investiert“, erklärt Karl Gruber, Geschäftsführer von Wien Energie, anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der Großwärmepumpe am Kraftwerksstandort Simmering.

Sieht man sich das Herz­-
stück der Anlage – die neue Pumpe – genau an, wird schnell klar, dass das hochkomplexe System viel Vorarbeit mit sich brachte. „Baubeginn war Ende 2017, mehrere Projektteams haben aber schon davor an den Plänen dazu gearbeitet. Die Testphase läuft bereits, in den kommenden Wochen werden die Haushalte regulär mit Fernwärme versorgt“, so die Experten.

Die Wärmepumpe funktioniert nach demselben Prinzip wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Beim Kühlschrank entsteht Abwärme durch den Kühlprozess, bei der Wärmepumpe ist diese Abwärme das gewünschte Endprodukt. Als Wärmequelle wird in Simmering das Kühlwasser der Kraftwerksanlagen genutzt, in die die nicht mehr nutzbare Wärme aus den Kraft-Wärme-Kopplungs­anlagen abgeleitet wird. ­Zusätzlich kann auch die Umgebungswärme vom nahe liegenden Donaukanal als Wärmequelle verwendet werden. „Die Großwärmepumpe ist ein europäisches Vorzeigeprojekt für innovative, umweltfreundliche Wärmeversorgung und spart jährlich 40.000 Tonnen CO2“, sagt Stadträtin Ulli Sima.