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Auf der Suche nach dem Glück im Leben

Wer in den letzten ­Wochen aufmerksam über den Fritz-Grünbaum-Platz gestreift ist, wird den Wohnwagen mit der orangefarbenen Beschilderung nicht übersehen haben. Das Team des Instituts für Alltagsforschung war im Bezirk unterwegs und untersuchte den Alltag, in diesem Fall den „Shopping-Alltag“, der Mariahilfer. „Wir wollen das Alltagsleben der Menschen erforschen, verändern und im Endeffekt verschönern“, so Lars Schmid vom Institut.
So wurden z. B. mehrere Passanten mit „Shopping-Stipendien“ ausgestattet. Um einen geringen Betrag (z. B. 29,99 Euro) konnte in einem Mariahilfer Geschäft ein Gegenstand nach Wahl gekauft werden. Dabei wurden Fragen nach der Bedeutung von „Shopping“ gestellt. Weiters wurde vom Institut im Rahmen der Initiative „die Gumpendorfer – eine aktive Straße“ und in Kooperation mit der Bezirksvertretung Maria­hilf ein interaktiver Audioguide erstellt, mit dem man die Gumpendorfer Straße auf neue und spannende Weise erleben kann.
Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Bezirks-Straßenfests am 27. Mai in der Esterházygasse präsentiert. Mehr Infos im Internet:
www.alltagsforschung.org

  • Adresse: Fritz-Grünbaum Platz, 1060 Wien

Parkplätze für Drahtesel

"Immer mehr Menschen in Wienen steigen auf das Fahrrad um", weiß Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann . Aus diesem Grund entwickelt die Bezirksvertretung Mariahilf jetzt in Kooperation mit Soziologen, Architketen und Raumplanern Lösungen für Fahrradparkplätze im Bezirk.

Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass der Umstieg auf den Drahtesel oft an den passenden Abstellmöglichkeiten scheitert. Deshlab bekommen in den kommeneden Tagen 17.740 Mariahilfer Bürger einen Fragebogen zugeschickt , der die Zufriedenheit der Bewohner mit dem Anebot an Fahrradstellplätzen im eigenen Wohnhaus und etwaige Verbesserungsvorschläge erfragt. 

Auf Grundlage dieser Umfrage, die bis 6. Mai durchgeführt wird, soll dann das Potenzial für den Bau einer Fahrradgarage in Mariahilf ermittelt werden. Wer sich jetzt schon für das Projekt interessiert, findet alle Informationen unter www.meinefahrradgarage.at

  • Adresse: Amerlingstraße 11, 1060 Wien

Spendenaktion für den Partnerbezirk

Der Schock über die schrecklichen Ereignisse in Japan sitzt bei den Floridsdorfern tief! „Heuer wollten wir das 10jährige Jubiläum des Kirschenhainfestes feiern", sagt Heinz Lehner, der stattdessen eine Spendenaktion am Franz-Jonas-Platz.
40 hochmotivierte „SammlerInnen" von der Bezirksvorstehung, dem Forstamt der Stadt Wien, dem Verein „to the woods" und dem Freundeskreis Wien waren unterwegs, um Geld für unseren Partnerbezirk Katsushika zu sammeln. Floridsdorf hat mit dem Stadtbezirk, der im Nordosten von Tokio liegt, im November 1987 einen Freundschaftsvertrag zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und Verstärkung der freundschaftlichen Bande geschlossen.

„Die gegenseitigen Beziehungen bestehen von der Verwaltung über Kunst und Kultur bis zur wirtschaftlichen Kooperation", erklärt Lehner. Auch viele Freunschaften sind in der Zwischenzeit entstanden Nun sind viele um die japanischen Freunden besorgt. Die Betroffenheit der Spender drückte sich im Sammlungsergebnis von 5.291,33 Euro aus!

Wer noch spenden möchte: Bank Austria, Konto-Nr. 728 090 440, Kennwort: Freundschaftsbezirk-Katastrophe

  • Adresse: Franz Jonas Platz, 1210 Wien

Aus Brandruine wird Bezirksjuwel

Mehr als zehn Jahre lang lag das Areal in der Marxergasse 17 brach, aber nun gehen die Renovierungsarbeiten los! Aus der Brandruine Sofiensa?le soll bis 2013 ein neuer Kulturtreffpunkt und ein Wohnzentrum werden.

Die Stadt Wien unterstu?tzt die Renovierung der denkmalgeschu?tzten Teile, die der O?ffentlichkeit zuga?nglich ge- macht werden: „Die Erhaltung der denkmalgeschu?tzten Teile der Sofiensa?le ist von o?ffentlichem Interesse", so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. „Ich bin sicher, dass dieser Ort nach seiner Renovierung in einer ver- a?nderten, modernen Form an seine legenda?re Vergangenheit und herausragende Stellung im Bezirk anschließen wird." Die ifa AG (ein Unter- nehmen der Soravia Group) hat die Sofiensa?le, die 2001 durch einen Brand schwer bescha?digt wurden, im Sommer 2010 gekauft. Nun beginnen die Bauarbeiten fu?r die fast 3,5 Mio. Euro teure Renovierung – mit Fo?rderungen der Stadt Wien in der Ho?he von 2 Mio. Euro.

„Jeder Cent der Fo?rderung wird fu?r den Denkmalschutz verwendet", stellt der Bezirksvorsteher- Stellvertreter der Landstraße Rudolf Zabrana, klar. Der Bezirk werde peinlich genau darauf achten, dass der zugesagte Betrag fu?r die notwendigen denkmalschu?tzerischen und ku?nstlerischen Aufwendungen der Revitalisierung der Sofiensa?le genutzt werde. Folgende Renovierungsmaßnahmen sind geplant: Der kulturgeschichtlich bedeutende, 600 m2 große Saal mit den herrlichen Verzierungen wird in allen Details reno- viert, u?berdacht und als Ausstellungshalle fu?r jeden Besucher offen stehen. Der alte Trakt hinter der dann restaurierten Fassade wird o?ffentlich zuga?ngliche Teile wie einen Gastronomiebe- trieb und eine Galerie beherbergen. Außerdem geplant: eine universita?re Einrichtung und ein Nahversorger.

Das Gesamtinvestitionsvolumen betra?gt 46 Mio. Euro, die Fertigstellung soll 2013 erfolgen, also 12 Jahre nach dem Brand, der damals die Deckenkonstruktion zum Einsturz brachte und den Innenraum des großen Saales zum Teil zersto?rt hat.

  • Adresse: marxergasse, 1030 Wien

Mehr Bankerln für die City!

Frühling in Wien, was gibt’s Schöneres, als durch die Innenstadt zu flanieren und zwischendurch eine Pause auf einem Bankerl einzulegen? Fehlt nur eines: eine ausreichend hohe Anzahl an Sitzgelegenheiten. Gerade die Innere Stadt könnte mehr Bänke vertragen. Unsere 600 Sitzgärten sind zwar wunderschön, doch dort muss man etwas bestellen, um dem Treiben in der City zusehen zu können. Die ÖVP ziert sich beim Bankerl-Aufstellen, doch Vize-Bezirksvorsteherin Stepp fordert im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT: „Es muss auch abseits der Schanigärten Plätze geben, wo man sich ohne Konsumationszwang hinsetzen kann!“ Konkret geht es Stepp um mehr Sitzbänke auf dem Judenplatz, am Donaukanal, am Schottenring und am Neuen Markt. Im Rudolfspark und am Graben wurde Stepps Forderung bereits erfüllt – ein Anliegen, das auch dem Pensionistenanteil Rechnung tragen würde: 4.000 Innenstädter sind älter als 65 Jahre, also jeder vierte Einwohner.

Im „Flash“ geht jetzt die Post ab

Das erste Wiener Mädchencafé wurde eröffnet und besticht mit einem tollen Angebot 

Bei der Eröffnung des ersten Wiener Mädchencafés "Flash“ ist die Hölle los. Bis weit hinaus auf die Zieglergasse drängen sich die Menschen. Drinnen im Café ist es gesteckt voll, obwohl die Einrichtung sehr geräumig ist. Jugendstadtrat Christian Oxonitsch und Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger eröffnen die Location. "Die vielen Mädchen, die seit langem mitarbeiten, haben von der Planung bis hin zur Realisierung nichts dem Zufall überlassen. Das Mädchencafé ist ein vorbildliches Projekt dafür, wie viel echte Girlpower bewirken kann“, betont Stadtrat Oxonitsch. Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Mädchen im Rahmen von Ideenwerkstätten gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des Vereins Wiener Jugendzentren, welcher das Café betreut, überlegt, wie das "Flash“ einmal aussehen sollte. Das Ergebnis ist in der Zieglergasse zu sehen. Aber nicht nur Mädchen und Mitarbeiterinnen haben zusammengearbeitet.

Eine breite Koalition war notwendig, um das Projekt auf die Beine zu stellen. Dazu der Neubauer Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger: "Wir freuen uns, dass es dem 7. Bezirk in Zusammenarbeit mit dem Verein Wiener Jugendzentren und Neubauer Mädchen gelungen ist, das Mädchencafé "Flash“ – den ersten Raum für junge Frauen und Mädchen – zu projektieren, zu planen und umzusetzen.“

Auch der Film, der bei der Eröffnung gezeigt wird, ist unter starker Beteiligung der Mädchen entstanden, es gab im Vorfeld eine Medienarbeitsgruppe, in der Film- und Fototechniken erarbeitet wurden. Und auch eine der jüngsten Bezirksrätinnen in Neubau, Nina Abrahamczik, ist vom "Flash“ begeistert: "Es ist wichtig, für Mädchen geschützte Freiräume zu schaffen, in denen sie sich frei und selbstbestimmt entfalten können. Wien übernimmt damit wieder einmal eine Vorreiterrolle in der Jugendarbeit.“

Ab 22. März gelten im Mädchencafé "Flash“, das sich vor allem an Mädchen, die in Neubau leben, zur Schule gehen oder arbeiten, richtet, die regelmäßigen Öffnungszeiten.

Mädchencafé ist Pionierprojekt

Ein Café von und für Mädchen ist das "Flash“. Der Treffpunkt in der Zieglergasse 34 ist in seiner Form einzigartig. Das Angebot richtet sich an Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren.
Die Mädchen werden in zwei Gruppen unterteilt, um den unterschiedlichen Interessen entgegenzukommen: die "Juniors“ (10–14) und die "Jugend“ (14–18). Dienstag und Mittwoch von 17 bis 19 Uhr und Samstag von 16 bis 19 Uhr ist für die Juniors reserviert. Dienstag und Mittwoch von 19 bis 21 Uhr sowie Freitag von 16 bis 21.30 Uhr und Samstag von 19 bis 21.30 Uhr gehört das "Flash“ der Jugend. Am Donnerstag haben beide Gruppen die Möglichkeit, gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen, außerdem wird über neue Ideen und Anregungen diskutiert.

Disput um „Auge Gottes“

Mangelhafte Kinoförderung oder unternehmerisches Kalkül des Marktführers? Die Wogen um das "Auge Gottes" gehen hoch. Constantin, Eigentümer des "Auge", wird das Traditionskino (Eröffnung 1955) Ende Juni schließen. Wegen "rückläufiger Besucherzahlen und der einseitigen Wiener Kinoförderung". Ein Vorwurf, den Filmfonds-Wien-Chef Peter Zawrel nicht gelten lässt: Das "Auge" hätte durch eine "Kehrtwende in der Programmierung"(Qualitäts- statt Blockbuster-Filme) gerettet werden können, Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der die Schließung ebenfalls bedauert, verweist darauf, dass Wien "eine von wenigen europäischen Städten ist, die überhaupt über eine Kinoförderung verfügen". Für den Alsergrunder SPÖ-Chef Siegi Lindenmayr ist die Schließung "ein großer Verlust", er kritisiert, dass die Betreiber die Möglichkeit einer Kinoförderung "nicht genutzt" hätten. Die 16 "Auge"-Mitarbeiter sollen in der Constantin-Gruppe weiter beschäftigt werden.

  • Adresse: Nussdorfer Straße 73, 1090 Wien

Ein Slalom gegen Raser

Jahrelang wurde in dem Bereich der Forstmeistergasse illegal geparkt. Ohne viel Aufhebens darum zu machen. Durch die notwendige Straßensanierung – der Asphalt war sichtbar in die Jahre gekommen – wurde auch die Änderung in eine verkehrsberuhigte "Wohn­straße" vorgesehen. Und die Haushalte der Forstmeistergasse wurden von Bezirksvorstehung und Magistrat dazu um ihre Meinung befragt.

Das Ergebnis, das im Endeffekt recht knapp war: neun Befürwortungen, sieben Gegenstimmen bei sechs Enthaltun­gen. Damit soll das Konzept noch heuer umgesetzt werden: Der Straßenabschnitt wird zu einer Siedlungsstraße (= Wohn­straße) und zusätzlich wird es eine versetzte Parkordnung mit 18 nunmehr legalen Stellplätzen geben. Sprich: Die Parkplätze werden abwechselnd rechts und links angeordnet, sodass man eine Art Schlangenlinie oder Slalom fahren muss. Das garantiert auch ein Herabsenken des Tempos und ist zusätzlich eine Maßnahme gegen Raser.

  • Adresse: Forstmeistergasse, 1140 Wien

1. Mädchencafé kommt!

Floridsdorf bekommt erstmals ein Mädchencafé. Umgesetzt wird das Projekt vom Jugendverein Juvivo.21. "Einmal wöchentlich, jeweils Donnerstag zwischen 10 und 11.30 Uhr, findet ab sofort im Jugendzentrum des Gemeindebaus Karl-Seitz-Hof eine Beratung für Mädchen und Frauen zu wichtigen Themen wie Arbeitsmarkt, Schule oder familiäre Konflikte statt", erklärt Einrichtungsleiter Sertan Batur. Floridsdorfs Jugendbezirksrat Bernhard Herzog von der SPÖ: "Das ist ein wirklich tolles Projekt! Wir finden es sogar so toll, dass wir es massiv unterstützen und es zu 100 % mit Bezirksgeldern finanzieren!“

Einmal monatlich (jeden ersten Samstag von 13.30 bis 16 Uhr) gibt es im größeren Rahmen dann das Mädchencafé. Das monatliche Café in der Dunantgasse 15/Stg. 10 soll ein Treffpunkt für Mädchen und Frauen jeden Alters sein, bei dem man in gemütlicher Atmosphäre plaudern und neue Leute kennenlernen kann.
Zudem werden je nach Interessenlage verschiedene Workshops angeboten. Alle Angebote sind für die Teilnehmerinnen kostenlos!

Spielplatz für Strolchi

Eigenes "Freizeit-Areal" für Strolchi & Co. am
Heldenplatz: Eine 900 Quadratmeter große Zone zwischen Burgtor und
Volksgartenrestaurant ist für die Vierbeiner vorgesehen, um künftig
Konflikte mit Hundehaltern zu vermeiden. Der Heldenplatz ist mit seinen
großen Grünflächen unter den Hundebesitzern der City und angrenzender
Bezirke sehr beliebt, oft gibt es aber auch Ärger wegen frei laufender
Hunde oder Tiere ohne Beißkorb. Die Polizei hat mehrmals versucht, durch
Schwerpunktkontrollen die Konflikte zu beruhigen, dabei wurde vor allem
die Leinen- und Beißkorbpflicht kontrolliert – mit wenig Erfolg. Jetzt
soll eine eigene Hundezone die Situation verbessern, in der Hasso, Benno
und Diego frei herumlaufen dürfen. Veranstaltungen sollen künftig zum
Schutz des Rasens auf die "befestigten Flächen des Heldenplatzes"
beschränkt werden, so Markus Wimmer von der Burghauptmannschaft. Auch
die Dauer der Events sowie der Auf- und Abbauarbeiten soll reduziert
werden. 

  • Adresse: Heldenplatz, 1010 Wien

Eine (attr)aktive Straße!

Bereits zum zweiten Mal steht die Gumpendorfer Straße heuer im Zeichen der Aktivität. Die längste Straße des Bezirks wird dabei das ganze Jahr über durch eine Vielzahl von Veranstaltungen bespielt. So stehen etwa neben Themenspaziergängen auch Straßenfeste und Nachbarschaftstage auf dem Programm des ehrgeizigen Projekts. Auch eine groß angelegte Bürgerbefragung ist Teil der Aktivitäten. Bereits im Vorjahr war die Befragung ein wichtiges Element bei der Aktion "die Gumpendorfer – eine aktive Straße". Ergebnisse aus dem Vorjahr sollen heuer im Programm berücksichtigt werden.

"Es ist uns als Bezirksvertretung auch ein besonderes Anliegen, alltagstaugliche Ideen aus der Bevölkerung umzusetzen", betont Bezirksvorsteher-Vize Peter Chlup (SPÖ). Zwischen Esterházypark und dem Gürtel, im Kernbereich des Projekts, soll in Zukunft eine nachhaltige und umfassende Aufwertung spürbar sein.

Gürtel-Sportzone kommt!

Am Donnerstag ist der Beschluss im Bezirksparlament gefallen. Ballspielen, klettern oder einfach nur herumtollen: Kinderlachen soll schon bald das bestimmende Geräusch auf dem Areal zwischen Hauptbücherei und Westbahnhof sein. Jetzt startet der Planungsprozess für die Sportanlage. Er soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

"Wir freuen uns natürlich sehr, dass unsere jahrelange Forderung endlich umgesetzt wird, das ist ein großes Plus für die Kinder und Jugendlichen in Neubau", sagt Bezirksvorsteher-Stellvertreter Rainer Husty (SPÖ). Bereits seit 2004 hat seine Fraktion die Umsetzung des Projekts gefordert.

Auch ein anderer prominenter Neubauer zeigt sich hocherfreut. Fußball-Urgestein Didi Kühbauer: "Ich finde es toll, dass dieser für unseren Bezirk dringend benötigte Raum für Sport, Freizeit und Erholung geschaffen wird." Das ­WIENER BEZIRKSBLATT wird selbstverständlich laufend über die Entwicklungen des Projekts berichten.

  • Adresse: Urban-Loritz-Platz, 1070 Wien

Nahversorger kämpft um sein Überleben

Eine Institution im Wilhelminenspital-Grätzel bangt um ihre Existenz. Seit 1961 ist der Fleischhauer-Betrieb Klaghofer in einem Altbau in der Rankgasse 25 ansässig. Ein Nahversorger der alten Schule, der auch für das Wilhelminenspital wichtig ist. Zum 50-jährigen Bestehen gab es vor kurzem den Schock: Klaghofer wurde vom Bezirksgericht Hernals über das von seinem Vermieter, einem Wiener Baumeister, angestrengte Kündigungsverfahren informiert. Als Gründe wurden "unsachgemäßer Gebrauch des Mietgegenstandes" sowie "unleidliches Verhalten" angegeben.

Herbert Klaghofer: Dann droht Konkurs

"Diese Räumungsklage ist völlig ungerechtfertigt. Wir bemühen uns sehr, alles rein zu halten, mehr zu waschen
und haben sogar in neue ­Türen inves­tiert", so Firmen-Boss ­Herbert Klaghofer zum WIENER BEZIRKSBLATT. "Ein Auszug würde für den Betrieb den Konkurs bedeuten." Was auch Bezirksvorsteher Franz Prokop empört: "Viele Bewohner sind schockiert, dass der Traditionsbetrieb, bei dem es bisher keinerlei Beanstandungen gab und der für seine hervorragende Ware bekannt ist, möglicherweise zusperren muss." Erste Verhandlungsrunde ist am 30. März.

"Der Schutz der Mieter hat in Wien höchste Priorität, auch wenn es gewerbliche Mieter sind", betont Wohnbaustadtrat Michael Ludwig dazu. "Wo immer es Anzeichen für unlauteres Verhalten von Hausverwaltungen und Vermietern gibt, werden von Seiten der Stadt sämtliche ­Dienststellen eingeschaltet." So wurde Klaghofer von Mietrechtsexperten der Gebietsbetreuung GB*16 umfassend beraten.

  • Adresse: Rankgasse 25, 1160 Wien

Bisamberg-Garantie ist da

Ist der Bisamberg als grünes Erholungsgebiet in Gefahr? Entsteht dort ein Hotelkomplex? Diese und ähnliche Gerüchte machten in letzter Zeit die Runde und verunsicherten jene, die am und um den Bisamberg beheimatet sind. "Ich kann alle beruhigen", meint Floridsdorfs Bezirkschef Heinz Lehner. "Diese Horrorgeschichten wurden wohl aus politischen Motiven in die Welt gesetzt. Mir sind keine derartigen Projekte bekannt und der Bezirk tritt ohnehin gemeinsam vehement für einen Erhalt des naturnahen Charakters des Bisambergs ein."

Zur Bekräftigung gibt der Bezirksvorsteher eine "Bisamberg-Garantie" ab: "Wir werden in Zukunft keinen anderen Plänen als jenen, die mit der bestehenden Flächenwidmung vereinbar sind, zustimmen." Und auch bestehende Gebäude sind laut Lehner nicht in Gefahr: "Da die meisten davon unter Denkmalschutz stehen, dürfen diese ohnehin nicht verändert oder entfernt werden." Die naturnahe Idylle des Bisambergs ist also gesichert – nun auch per Garantie …

  • Adresse: Bisamberg, 1210 Wien

Gegen jede Einbahn mit Fahrrad fahren!

Bezirks-Vize Daniela Stepp für Neuregelung

Fahrradfahren gegen die Einbahn gibt es in vielen Gassen der City, im Textilviertel funktioniert es bereits ausgezeichnet – Stepp will allerdings einen Schritt weitergehen und fordert, dass Pedalritter in jeder Einbahn des Bezirks gegen die Fahrtrichtung motorisierter Verkehrsteilnehmer unterwegs sein dürfen. "Das Radfahren gegen die Einbahn sollte keine Ausnahme, sondern die Regel werden", so Stepp zum WIENER BEZIRKSBLATT. Der Vorteil einer Ausdehnung der Regelung liegt auf der Hand, genauer gesagt, auf der Straße: Die Autolenker würden sich daran gewöhnen, dass ihnen in jeder Einbahn ein Radler entgegenkommen kann – es würde weniger Überraschungen, Unsicherheiten und damit weniger Unfälle geben.

Entlastung für Radweg am Ring

Die Verbesserung und Beschleunigung des Radverkehrs in den Gassen der Innenstadt würde auch den Radweg am Ring entlasten – dem ja übrigens auch Verbesserungen ins Haus stehen: Bis 2012 soll der stark frequentierte Radweg (an Spitzentagen bis zu 6.000 Radler) auf beiden Straßenseiten durchgehend befahrbar sein. Die Kapazität soll dadurch innerhalb eines Jahres verdoppelt werden.

  • Adresse: Ring, 1010 Wien