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Alsergrund gegen Atom!

"Die Atomkraft zählt zu den größten Gefahren der heutigen Zeit, gehört aber gleichzeitig zu den Techniken, die am wenigsten zukunftsfähig sind. Daher unterstützen wir das Anliegen des Euratom-Volksbegehrens und den Ausstieg Österreichs aus dem Euratom-Vertrag. Denn solange dieser Vertrag in Kraft ist, werden Steuergelder zur Finanzierung europäischer Atomkraftwerke verwendet, das ist schlicht inakzeptabel", so SPÖ-Alsergrund-Chef Siegi Lindenmayr.

Bis 7. März kann man jetzt gegen die Atomlobby unterschreiben – beim Euratom-Volksbegehren, das auf den Bezirksämtern zur Unterschrift aufliegt. Bezirkschefin Martina Malyar (SPÖ) führte den Alsergrund zudem ins Klimabündnis Österreich und sprach vom "ausdrücklichen Willen zur weiteren Ökologisierung des Bezirks".

Am Alsergrund kann man seit 28. 2. in der Wilhelm-Exner-Gasse 5, Magistratisches Bezirksamt (1. Obergeschoß, Zimmer 1.18), gegen den Euratom-Vertrag unterschreiben. Alle Infos: www.euratom-volksbegehren.at

Rundum-Service für die S-Bahnen

Wartung: In der Ruthnergasse werden pro Jahr 200–300 Sicherheitschecks durchgeführt 

Am Ausgangspunkt der sogenannten S-Bahn-"Stammstrecke", in Floridsdorf, befindet sich mit dem neuen Service-Stützpunkt das Nervenzentrum der S-Bahn. Der Stützpunkt wurde in den vergangenen zwei Jahren umfassend modernisiert. "Mit der neuen Servicewerkstätte Floridsdorf sind wir technisch am Puls der Zeit. Gleichzeitig sind die ÖBB damit für zukünftiges Wagenmaterial bestens gerüstet – Fahrzeuglängen von bis zu 75 m können in der Servicehalle gewartet werden", sagt Konzernsprecher Herbert Ofner.

Die Halle wurde um rund zehn Meter verlängert und mit neuester Technik ausgestattet. In knapp zwei Jahren wurde der Servicestelle Floridsdorf ein völlig neues Aussehen verpasst. Die neu gestaltete Werkstätte in der Ruthnergasse, unmittelbar an der Schnellbahn-Strecke, ermöglicht nun Instandhaltung auf modernstem Niveau. Die Gleisharfe schleust bis zu 35 Züge pro Tag durch die Werkstätte. Umständliches Rangieren gehört damit der Vergangenheit an.

Achtzig Mitarbeiter sorgen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für zuverlässige, sichere und professionelle Wartung von über zweihundert Triebwagengarnituren der ÖBB. Die Umbautätigkeiten erfolgten während der Aufrechterhaltung des vollen Werkstättenbetriebs. Um rund 18,5 Millionen Euro wurden die Halle sowie der Außenbereich modernisiert. Das umfasst den Neubau der nördlichen Gleisharfe und die Errichtung sämtlicher Anlagen wie Kaltlager und die Wascheinrichtung für technische Reinigung. Durch die günstige Lage und den Gleisanschluss können Servicechecks und Schnellreparaturen rund um die Uhr durchgeführt werden.

  • Adresse: Ruthnergasse, 1210 Wien

Schutz für Fiakerpferde!

Alles neu bei den Fiakern: Fahrtenbuch und Nummerntafeln werden verpflichtend, dazu soll garantiert werden, dass die Pferde nicht täglich im Einsatz sind. Die Neuerungen werden durch eine ­Gesetzesnovelle festgelegt, die frühes­tens in einem halben Jahr gültig wird. So wird stärker auf die regelmäßige Fütterung geachtet. Weiters muss es eine einstündige Ruhepause geben, die im Fahrtenbuch dokumentiert wird. Auch die Abfahrt vom Stall und die Anzahl der Fahrten müssen eingetragen werden. Künftig soll es auch eine fixe Fahrzeug-Identifikationsnummer geben.

Pooh-Bags müssen verpflichtend verwendet werden und die Auslaufzonen der Pferde müssen sich innerhalb des Stadtgebiets befinden. Der Strafenkatalog wird einheitlich: Als Höchststrafe drohen den Fiakern bis zu 3.500 Euro. Auch bei den Standplätzen wird es eine neue Regelung geben. Mit grünen Platzkarten dürfen Standplätze in der City an geraden Kalendertagen angefahren werden, rote Karten gibt es für ungerade Tage.

  • Adresse: Stephansplatz, 1010 Wien

„Autofrei“ in den Nachbarbezirk gelangen

Wichtiger Brückenabschnitt: Haupttragwerke des Arsenalstegs erfolgreich eingehoben

Mit der Einhebung der beiden Tragwerke beim Arsenalsteg wurde ein weiterer wichtiger Schritt für die Erschließung des Hauptbahnhofs für den Radfahr- und Fußgängerverkehr geschaffen.

Die Fertigstellung ist für 2015 geplant

Der Arsenalsteg dient in Zukunft als Geh- und Radverbindung zwischen dem Arsenal, dem Bereich Gudrunstraße und dem neuen Stadtteil, verbindet also den 3. mit dem 10. Bezirk. Die Fertigstellung der Brücken wird schrittweise mit den Arbeiten der ÖBB koordiniert und so ausgeführt, dass eine optimale Abstimmung mit dem Baufortschritt des Hauptbahnhofs Wien gewährleistet ist. Mit der Fertigstellung und Benutzung des Arsenalstegs sowie der Südbahnhofbrücke ist mit 2015 zu rechnen.
Die beiden Brückenteile haben jeweils eine Länge von 37,50 Meter pro Feld, eine Gesamtbreite von 8,80 Meter und bestehen komplett aus Stahl, wobei die Bögen eine Höhe von 4,40 Meter aufweisen. Der Geh- und Radweg hat in seiner Endausbaustufe eine Breite von 6,50 Meter und besteht aus einer orthotropen Platte. Eine orthotrope Platte ist eine Fahrbahntafel aus einem Stahlblech, das mit Längs- und Querrippen versteift wird. Vonseiten der Stadt Wien leitet die MA 29 (Brückenbau und Grundbau) das Projekt.

  • Adresse: Arsenalsteg, 1030 Wien

Mehr Geld für die Kultur!

Der Alsergrund hat einen Ruf als "Kulturbezirk" zu verteidigen: Beethoven, Schubert, Peter Alexander und Helmut Qualtinger haben im 9. Bezirk ihre Spuren hinterlassen. Damit diese Kulturtradition auch im "Kleinen" fortgesetzt werden kann, bedarf es der finanziellen Unterstützung, denn "viele kleine Kulturprojekte sind trotz des persönlichen Einsatzes und Engagements der Beteiligten ohne Unterstützung durch die öffentliche Hand gar nicht möglich", weiß Bezirksvorsteherin Martina Malyar.

"Bei meinem Amtsantritt im Jahr 2003 waren für Kultur 37.000 Euro veranschlagt. Seitdem ist es mir gelungen, das Bezirkskulturbudget kontinuierlich zu erhöhen. Im aktuellen Voranschlag sind 90.000 Euro an Fördermitteln vorgesehen. Das entspricht einer Steigerung von beachtlichen 145 Prozent." Highlights waren im Vorjahr wieder das Chorkonzert auf der Strudlhofstiege sowie Aktivitäten der Kolpingbühne, des WUK (Tanzfestival Kiosk 59) sowie die "Steine der Erinnerung".

  • Adresse: Wilhelm Exner-Gasse 9, 1090 Wien

Angst vor den Fan-Horden

Anrainer fürchten sich vor dem ersten Rapid-Heimmatch. Werden Mieter nur beschwichtigt? 

Es gibt tausende Rapid-Fans, die mit der Bim anreisen. Dann gibt es noch mehr, die mit U4 oder Schnellbahn nach "St. Hanap­pi" kommen. Von ihnen ist hier nicht die Rede. Sondern von jenen Fangruppen, die von weiter her anreisen. Die aus den Bundesländern mit Reisebussen nach Penzing pilgern. Um den Hausherrn oder die gegnerische Mannschaft anzufeuern. Das sind jene Fußballfans, die den Anrainern in den drei Gemeindebauten in der Deutschordenstraße und dem Hugo-Breitner-Hof die Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

Flaschen sind leer, die Blasen aber voll

Denn, so schildert Alfred Jeli­nek aus der Waidhausenstraße als Bezirkskoordinator der Mieterbeiräte: "Mannschaften und Fans aus den Bundesländern haben meist eine lange Anreise. Und die Bus-Chauffeure haben ausreichend Getränke mit, oft ganze Bierkis­ten voll, die sie ausschenken. Bei der Ankunft in den Seitengassen rund ums Stadion sind diese Flaschen geleert und die Blasen der Fans voll. Schmerzhaft voll", wie Alfred Jelinek detailliert schildert.

Die Folge ist für Anrainer – speziell für jene, die ebenerdig wohnen – fatal. "Die Fußballfans springen aus den Bussen und erleichtern sich sofort. Das Problem ist nur, dass es in der Deutschordenstraße keine Pissoirs gibt, sondern nur Grünstreifen städtischer Wohnhausanlagen“, so Jelinek stellvertretend für die leidgeprüften Mieter. "Und der Abstand zu den Küchenfenstern beträgt oft nicht einmal zwei Meter. Weder der Anblick noch der Geruch sind Hausfrauen und Kindern ­zumutbar …"

"Polizei will keinen Krieg mit den Fans"

Seit langem bemühen sich die Mietervertreter in Gesprächen mit Polizei, Rapid-Fanleitung und Wohnpartnern um eine Lösung. Doch mehr als Absichtserklärungen sind ­bisher nicht rausgekommen. "Dazu ein Beispiel: Vor der Winterpause war an einem Spielsonntag die Polizei mit gezählten 36 Mannschaftswagen vor Ort?– trotzdem fanden die 'Pisch-Orgien' ungehindert statt. Die Polizei tut nichts, weil sie keinen Krieg mit den Fans riskieren will. Wenn die gegebenen Zusagen nicht erfüllt werden, beginnt das Ganze wieder von ­vorne."

Wie jetzt bei den neuerlichen ­Gesprächen mit Rapid-Fanverantwortlichen. Nach drei Verhandlungsrunden zeigen sich Jelinek und Beiratskollegin Gisela Leitner trotz allem durchaus zuversichtlich: "Wir sind auf einem guten Weg …"

Die Angst vor dem nächsten Heimspiel

Kann nur heißen: Die Busse mit den Fan-Gruppen werden fortan direkt in der Keißlergasse vor der Südtribüne oder vor dem Bahnhof geleert. Und nicht länger in den Nebengassen. "Dabei bin ich ja auch ein Rapid-Fan", sagt Jelinek. Aber als Bewohner im Umfeld des Stadions könne es keine Vorfreude geben, sondern nur die Angst vor dem nächsten Heimmatch.

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Grüne Projekte für den Bezirk

In Umweltfragen ist zuletzt sehr viel weitergegangen – doch Stillstand gibt es keinen 

"Wir haben in Ottakring in Sachen Umwelt bisher eine ­Menge weitergebracht“, betont die Umweltausschuss-Vorsitzen­de Anita Voraberger im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. "Und wir werden auch heuer ganz intensiv an der Erhöhung der Lebensqualität im Bezirk arbeiten“, verspricht die ­Umweltexpertin der Ottakringer Sozialdemokraten.

Wie das konkret geschehen soll? Voraberger: "Wir wollen den stolzen Anteil an Grünflächen von 51,4 Prozent im Bezirk noch weiter ausbauen und attraktiver ­gestalten. So setzen wir bei vielen Spielplätzen auf bestimmte Themen, anhand derer wir die Spielgeräte auswählen." Ein Bespiel dafür ist der Yppenplatz mit dem Obstspielplatz, den es seit rund einem Jahr gibt. Für 2011 sind – nicht nur wegen der rot-grünen Zusammenarbeit – zahlreiche konkrete Projekte vorgesehen.

Die anstehenden Verbesserungen

  • Karl-Kantner-Park: Der Kleinkinder-Spielplatz wird erweitert, damit es mehr Bewegungsraum für die Kids gibt. Baubeginn ist gleich nach dem Winter, die Spielgeräte werden dann Zug um Zug ergänzt.
  • Katharinenruhe (bei der Gallitzinstraße/Erdbrustgasse): Auf Wunsch der dort ansässigen Eltern werden kleinere Spielgeräte aufgestellt und das Parkumfeld wird gemütlicher gestaltet.
  • Kongresspark: Die gut ausgestatteten Spiel­plätze sollen um eine neue Bocciabahn erweitert werden.
  • Spinozagasse: Hier entsteht ein "Trollspielplatz", der bestehende Bereich wird umgestaltet und erweitert.
  • Ludo-Hartmann-Platz: Der "Mäusespielplatz" harrt seiner baldigen Fertigstellung.
  • Schuhmeierplatz: Die Vorbereitungsarbeiten für die Umgestaltung laufen.

Sauberer Bezirk: Ottakring räumt auf

Neben der Schaffung und Erhaltung des Grünraums ist für Voraberger die Sauberkeit im Bezirk ein zentrales Thema. Gemäß dem stadtweiten Motto "Wien räumt auf" räumt auch der 16. auf. "Die große Mitmachaktion, an der sich Ottakring seit Jahren beteiligt, findet von 2. bis 14. Mai statt", sagt die Umweltausschuss-Vorsitzende. "Mit dabei sind Schulen, Kindergärten, Vereine und die Bezirksvorstehung. Wir gehen mit gutem Beispiel voran."

Wie auch bei der Zusammenarbeit zwischen Umwelt und Wirtschaft: "Wir haben schon etliche ÖkobusinessPlan-Betriebe im Bezirk und suchen noch weitere."

  • Adresse: Karl-Kantner-Park, 1160 Wien

Fahrradgarage am Jonas-Platz?

So wurde z. B. die Beleuchtung verbessert und die Müllbeseitigung optimiert, und die 33B-Einstiegsstelle wurde erweitert, weil die neuen Busse mehr Platz benötigen.

Ein weiteres Projekt ist bereits in Planung. Als Verkehrsknotenpunkt ist der Franz-Jonas-Platz auch für viele Fahrrad-Fahrer ein beliebtes Ziel. Georg Papai erläutert: "Viele Menschen kommen mit dem Fahrrad zum Bahnhof, um dann auf die Öffis umzusteigen. Doch oft fehlen freie und sichere Fahrrad-Abstellplätze. Deshalb überprüfen die zuständigen Stellen zurzeit die Möglichkeit einer versperrbaren Fahrradgarage am Franz-Jonas-Platz."

  • Adresse: Franz-Jonas-Platz, 1210 Wien

Facelifting für Neuen Markt

Mehrstöckige Baucontainer, Kräne und Baumaterial – der Neue Markt, einer der schönsten Plätze der Stadt, ist in erbärmlichem Zustand. Dieses Ärgernis soll nun aus der Welt geschafft werden. Bezirkschefin Ursula Stenzel und ihre Stellvertreterin Daniela Stepp haben Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die noch in diesem Jahr einen umfassenden Plan für Neugestaltung und Begrünung des Platzes vorlegen sollen. Die umstrittene Garage steht dabei nicht an erster Stelle der Tagesordnung. „Bei dem Konzept sollen aber auch umliegende Straßen wie Seilergasse, Spiegelgasse und Dorotheergasse einbezogen werden“, verrät Stepp im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. "2012 sollen die Anrainer über das gesamte Projekt abstimmen", ergänzt Stepp, die auch Vizebürgermeisterin Vassilakou in die Pflicht nimmt: "Sie muss zum Gelingen der Neugestaltung ihren Teil beitragen."

Der Neue Markt wurde 1234 erstmals erwähnt, bis ins 19. Jahrhundert wurde dort vorwiegend Mehl verkauft.

  • Adresse: Neuer Markt, 1010 Wien

Neuer Stadtteil für 9. Bezirk

"Derzeit stellt das 24 Hektar große Gelände der WU und des Franz-Josefs-Bahnhofs (rund acht Prozent der Bezirksfläche, Anm.) eine Zäsur dar, die das Wohngebiet Lichtental vom Wohngebiet Spittelau und vom Donaukanal trennt. Mit der Absiedlung der WU ergibt sich die Möglichkeit, diese Trennung zu überwinden und eine neue attraktive Verbindung der Bezirksteile zu schaffen“, freut sich Lindenmayr im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. "Es geht um die Gestaltung eines attraktiven, modernen Stadtteils mit einem ausgewogenen Mix aus Arbeit, Wohnen, Bildung, Einkaufen und Freizeit. Zudem sollen neue Grün- und Freiflächen geschaffen und die Wünsche der Bevölkerung umgesetzt werden", fordert der SPÖ-Bezirksvorsitzende.

"Die Haushaltsbefragung vom Sommer 2010 ergab, dass die Alsergrunder eine bessere Architektur und Infrastruktur, vor allem aber auch – etwa durch neue Gehwege – mehr Durchlässigkeit für das Areal wünschen", so Lindenmayr.

  • Adresse: Julius Tandler-Platz, 1090 Wien

Ein Denkmal in der Heimat

"Aus taktischen Gründen leisezutreten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen." Nach diesem Credo richtete Johanna Dohnal ihre Politik aus. Sie war laut, sie war deutlich – und wurde gehört. Die große Karriere der 71-jährig Verstorbenen (14. 2. 1939 bis 20. 2. 2010) begann in der Penzinger Cumberlandstraße, wo sie das Licht der Welt erblickte und in einfachen Verhältnissen aufwuchs. Nach der Arbeit in der SPÖ-Sektion und bei den Penzinger Kinderfreunden war sie von 1970 bis 1973 Bezirksrätin, von 1974 bis 1979 Gemeinderätin, ehe sie von Bruno Kreisky als Staatssekretärin in die Regierung geholt wurde. Von 1990 bis 1995 baute sie sich als erste Frauen­ministerin Österreichs ein Denkmal. Und setzte für die – vor allem berufs­tätigen – Frauen zahlreiche Verbesserungen durch, die bis heute gültig sind. Auf ihre Initiative entstand 1978 auch das erste Frauenhaus in Wien.

Mit der Benennung des Gemeindebaus in der Jenullgasse 18–26 wird ihr auch im Heimatbezirk ein Denkmal gesetzt.

  • Adresse: Jenullgasse 18-26, 1140 Wien

U-Bahn: Passanten fühlen sich belästigt

Herumlungern vor dem U6-Stationsgebäude  

"Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimm – so wie im Sommer letzten Jahres", erzählen Ottakringer, die ­täglich zur U6-Station am Gürtel ­gehen. Auch der WIENER BEZIRKSBLATT-Lokalaugenschein beweist: Direkt vor dem Eingang zum U-Bahn-Gebäude stehen grau-schwarz gekleidete Männer und Frauen, mit Bier oder Hund an der Hand – ein beklemmendes Gefühl.

"Das sind Süchtige vom Karlsplatz", legt ein U-Bahn-Auf­seher gleich los. Er sei überzeugt, dass sich die "Szene" hierher verlagert hätte. Offiziell betonen die Wiener Linien dazu: "Wir stehen laufend mit Sozialarbeitern, Bezir­ken und Polizei in Kontakt, um unerwünschte Situationen im Keim zu ersticken. Der Bereich vor der U-Bahn-Station ist öffentlicher Grund und die Wiener Linien haben außerhalb ihrer Anlagen kein Hausrecht."

Weniger Plätze in Sozialeinrichtung

"Im schlimmsten Fall muss die Polizei einschreiten. Wir wollen, dass alles in geordneten Bahnen verläuft", stellt dazu Otta­krings Bezirksvorsteher-Stv. Eva Weissmann klar. ­Unaufgeregt reagiert die Wiener ­Polizei: "Beschwerden sind uns bekannt, es wird auch jeder Beschwerde nachgegangen." Streifendienste würden routinemäßig kontrollieren. Ein Zusammenhang mit dem benachbarten "Tageszentrum für Obdachlose und Straßensozialarbeit" (JOSI) scheint klar, zumal immer mehr Obdachlose aus der EU regis­triert werden. Viele finden keinen Platz mehr bei JOSI: Kamen früher 150 am Tag hinein, sind es jetzt nur noch 100 – damit das Zentrum nicht "explodiert". Natürlich wäre "das für Passanten und Anrainer wahrnehmbar", so die Polizei.

  • Adresse: Hernalser Gürtel, 1160 Wien

Fantastischer Zirkus auf höchstem Niveau

Cirque du Soleil – das ist nicht "nur" eine Zirkusshow, sondern Unterhaltung der Spitzenklasse. 60 Artisten aus 28 verschiedenen Ländern sind an der Show beteiligt, die nun bei der Rinderhalle in St. Marx erstmals im deutschsprachigen Raum aufgeführt wird.

Die Show trägt den Titel "Corteo", was im Italienischen so viel wie Prozession bedeutet. Den Zuschauer erwartet ein freudiger Umzug, eine feierliche Parade: Das Große wird mit dem Kleinen, das Lächerliche mit der Tragik und die Magie der Perfektion mit dem Charme der Mangelhaftigkeit nebeneinandergestellt. Betont werden aber auch die Stärke und Zerbrechlichkeit des Clowns, der das bunte Treiben beobachtet …

Der Cirque du Soleil entstand 1984 aus einer Gruppe von 20 Straßenkünstlern in Montréal, Kanada. Heute ist das Unternehmen weltweit für Zirkusunterhaltung der Spitzenklasse bekannt und beschäftigt 5.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 1.200 Artisten. Bisher hat die Truppe bereits mehr als 100 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verzaubert und ist nun auf Tournee durch Europa.

Gymnasium Schuhmeierplatz: Umbau verzögert sich erheblich!

Der Grund für ihre spezielle Einladung: Der für heuer geplante Umbau samt Absiedelung verschiebt sich: "Wenn überhaupt wird es frühestens im Juni 2012 so weit sein." Das heißt: "Für ein komplettes weiteres Schuljahr bleiben die AHS-Kinder direkt im Bezirk. Und während der ­Renovierung steht dann als Ersatzstandort die Schelling­gasse für ein bis zwei Jahre zur Verfügung", so Zeiler. Sie möchte Eltern die Angst vor der Anreise in den 1. Bezirk nehmen: "Mit der Straßenbahnlinie 2 gibt es eine direkte Anbindung."

Bei Interesse am BRG Schuhmeierplatz: Anmeldung ist von 21. 2. bis 25. 2. gegen Terminvereinbarung (492 08 19-102). Zeiler: "Wer Interesse hat, kann aber auch sonst gern anrufen."

  • Adresse: Schumeierplatz, 1160 Wien

Politstreit um Federkrone

Der 400-jährige Streit um den Federkopfschmuck des Völkerkunde-Museums soll noch vor dem Sommer beigelegt werden. Viele Mexikaner halten das Schmuckstück für die legendäre Federkrone des Montezuma, des 1520 getöteten letzten Azteken-Herrschers?– dementsprechend groß ist die historische und spirituelle Bedeutung des edlen Stücks. Sabine Haag, Direktorin des Kunsthistorischen Museums (zu dem das Völkerkunde-Museum gehört), versteht "den Wunsch Mexikos, die Krone dort zu zeigen", zuvor müsse allerdings die "grundsätzliche Transportfähigkeit" untersucht werden. Erst dann werde über eine "allenfalls befristete Leihgabe  entschieden", bei der auch die Politik noch ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Heimische Experten meinen, der "Penacho" war nicht die Herrscherkrone von Montezuma, sondern eine Kopfbedeckung aztekischer Priester. Im Jahr 1575 schien der Federschmuck erstmals in einer Inventarliste in Europa auf, 1880 kam er nach Wien.

  • Adresse: Maria Theresien-Platz, 1010 Wien