Trauer um Rudolf Edlinger

Der ehemalige Finanzminister Rudolf Edlinger (SPÖ) ist am 21. August mit 81 Jahren nach langer schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie verstorben. „Mit tiefer Trauer vernehmen wir die Nachricht über das Ableben von Rudolf Edlinger. Sein unermüdliches Engagement für die Sozialdemokratie, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, hohes Verantwortungsgefühl und seine Nähe zu den Menschen werden uns stets in Erinnerung bleiben.“, so Bürgermeister und Vorsitzender der SPÖ Wien Dr. Michael Ludwig und Wiener Landesparteisekretärin Barbara Novak, BA zum Ableben Edlingers. „Wir haben heute nicht nur einen engagierten sozialdemokratischen Mitstreiter verloren, sondern einen Freund, den wir auf Grund seiner empathischen und sozialen Art sehr geschätzt haben.“

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„Wir möchten im Namen der Wiener SPÖ unser tief empfundenes Beileid ausdrücken. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden in diesen schweren Stunden.“, betonen Ludwig und Novak.

Langjähriges Engagement

Rudolf Edlinger, am 20. Februar 1940 in Wien geboren, engagiert sich schon in jungen Jahren politisch. Er zog 1969 für die SPÖ in den Wiener Gemeinderat ein, war dann Stadtrat für Finanzen. Von 1997 bis 2000 war er Finanzminister der Bundesregierung. Sein langjähriges Engagement ging auch weit über die Tagespolitik hinaus. So war der begeisterte Fußball-Fan von 2001 bis 2013 Präsident des SK Rapid Wien und seit 2003 Präsident des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands. Bis 2019 setzte er sich als Präsident des Wiener Pensionistenverbandes auch für die Belange der Senioren der Stadt ein.

„Mit Fug und Recht kann man Edlinger als Universalpolitiker bezeichnen, den nicht nur bemerkenswertes Sachwissen, Arbeitsfleiß sowie hohes Verantwortungsgefühl, sondern auch die stets bewahrte Nähe zu den Menschen, das Wissen um deren Sorgen, Nöte und Probleme, auszeichnete“, so PVÖ-Präsident Harry Kopietz.

Unter den zahlreichen Trauerbekundungen findet sich auch Bundespräsident Alexander van der Bellen. „Ich habe ihn in meiner Zeit im Parlament als sozial verantwortungsvollen Politiker sehr geschätzt, und es war immer eine Freude mit ihm zu diskutieren. Besonders in Erinnerung bleibt mir sein ausgeprägter Sinn für Humor“, so der Bundespräsident.