Was die Wiener Apotheken und die Österreichische Nationalbank gemeinsam haben: Beide sind Orte der höchsten Sicherheit. Geht es bei der Nationalbank um die Sicherheit beim Geld, so sind es im Falle der Apotheken die Medikamente, auf deren Echtheit man sich zu hundert Prozent verlassen kann. Warum
es gerade jetzt wichtig ist, die Wienerinnen und Wiener auf die Sicherheit in ihrer nächstgelegenen Apotheke hinzu­weisen, erläutert Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Wien: „Interpol, die Internationale Kriminalpolizei, hält es für möglich, dass illegale, vielleicht sogar gesundheitsgefährdende Medikamente in den österreichischen Markt eindringen werden. Der weltweite Handel mit gefälschten Arzneimitteln werde vermutlich zunehmen, wenn ein Medikament gegen das Corona­virus in Sicht sei, welches Heilung oder Linderung verspreche, warnt Interpol.“

Kein Grund zur Beunruhigung
Interpol hat jetzt eine weltweite Kampagne gestartet, um die Menschen auf die
Gefahr von Fake-Arzneimitteln aufmerksam zu machen. Aber keine Angst: Wer seine Medikamente nur in der öffent­lichen Apotheke kauft, der kann beruhigt sein. „Bis dorthin dringen derartige Produkte nämlich gar nicht vor. Die Apotheken haben ein extrem engmaschiges Sicherheitsnetz“, berichtet Susanne Ergott-Badawi.