Ungewisse Zukunft für das Grand Hotel

Im früheren Grand Hotel auf der Taborstraße 18 steht eine kräftige Veränderung buchstäblich „ins Haus“: Der Eigentümer, die Barmherzigen Brüder, wollen ihr unmittelbar daran anschließendes Spital unter Nutzung des ehemaligen ­Hotelgebäudes ausbauen. „Wir platzen aus allen Nähten“, klagt Christa Praher-Ennöckl, Pressesprecherin der Barmherzigen Brüder. Sollte eine Erweiterung des Krankenhauses für zulässig erklärt werden, reiche die Skala von „Abriss erlaubt bis die Fassade belassen“, so ­Praher-Ennöckl.

„Neubau leichter“

Bis Anfang Dezember soll der Orden eine Stellungnahme an das Bundesdenkmalamt abgeben. Die Stoßrichtung ist klar: „Es ist natürlich leichter für uns, wenn wir einen ­kompletten Neubau hinstellen dürfen.“ Dies wäre der schlimmstmögliche Ausgang für Claus Süss von der „Initiative Denkmalschutz“: „Es wäre eine denkmalschützerische Bankrott­erklärung, wenn hier dem Druck von Politik und Eigentümer nachgegeben würde.“ Süss verweist auf die Einzigartigkeit des 1848, also vor der Ringstraßenzeit errichteten Baus und hofft auf ­dessen Unterschutzstellung.

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