Die Entscheidung über den umstrit­tenen Umbau des Gersthofer Platzls ist am 15. Jänner im Finanzausschuss des Bezirkes gefallen. Das grüne Prestigeprojekt ist in der von einer Agenda-Gruppe geplanten Form damit Geschichte. SPÖ, ÖVP und FPÖ haben bereits in der Sitzung des Bezirksparlaments für Planänderungen und eine Bürgerbefragung vor einem Baubeginn gestimmt und damit das 700.000 Euro teure Projekt jedenfalls für 2020 zu Fall gebracht. Die von SPÖ, ÖVP und FPÖ ­verlangte Überarbeitung der Pläne sollte weitere Staus durch eine nur ­einspurige Führung der Gersthofer Straße (inklusive Bus, aber mit eigenem Radweg) ver­hindern und die jetzige Busstation des 10A sichern.

Gemeinsam forderte man auch die Einbeziehung der Simonygasse in das Gesamtprojekt und die Beibehaltung der Ampelanlage in der Gentzgasse. Alle diese Änderungsvorschläge seien aber, so Andreas Höferl (SP) und Kurt Weber (VP), von der planenden Agenda-Gruppe und angeblichen Fachleuten abgelehnt worden.

Die grüne Bezirkschefin ­Silvia Nossek ignorierte alle diese Einwände bei der BV-Sitzung mit der erschreckenden Stellungnahme: „Egal, wie die Abstimmung heute ausgeht, ich werde keine Bürgerbefragung veranlassen!“ Und der grüne Klubobmann Marcel Kneuer erklärte dazu: „Es ist nicht sinnvoll die 
Bevölkerung zu befragen!“