Währing: Die BOKU-Baracke wird zum Parkplatz

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Ein Langzeit-Provisorium ist nach fast 30 Jahren nun endlich abgebrochen worden. Die fünf riesigen Holzbaracken der Universität für Boden­kultur, die 1990 auf 
der Fahrbahn der Borkowskigasse errichtet worden waren, haben zwar ausgedient, der Straßenzug bleibt aber weiter­hin gesperrt. Der Grund: Das Straßenstück wird als Ersatz-Parkplatz für die BOKU-­Professoren und -Assistenten weiterhin gebraucht, da die existierenden Parkplätze auf dem BOKU-Gelände für Baustelleneinrichtungen für die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten am Franz-Schwack­höfer-Haus noch einige Jahre gebraucht werden.

Die große BOKU-Mensa, der Kindergarten sowie drei Institute, die in den Baracken untergebracht waren, sind – sowie der Hofladen und die vorübergehend abgesiedelte Hochschülerschaft – mittlerweile in den 20 Mio. Euro teuren Neubau im TÜWI (Türkenwirt) an der Dänenstraße untergebracht worden.

Provisorium

Warum das Langzeitprovisorium fast 30 Jahre überdauert hat, erklärte Gebäudemanagerin Marion Koppensteiner so: „Errichtet wurden die Baracken seinerzeit, weil das ­Liebig-Haus saniert werden musste. Später kam das ­Wilhelm-Exner-Haus an die Reihe, aber auch andere Einrichtungen mussten um- oder ausgebaut werden.“ Das Ausweichquartier in den Baracken habe sich deshalb bestens bewährt. Mit ein Grund für die rege Bautätigkeit: Vor 30 Jahren zählte man noch 3.000 Studenten, heute studieren hier schon weit über 12.000.