Währing: Niemals vergessen, wie mutig sie waren

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Für den Widerstandskämpfer Dr. Franz Josef Messner wurde an dessen ehemaliger Villa in der Hasenauerstraße 61 im Juni eine Gedenktafel enthüllt und vom Gersthofer Pfarrer Monsignore Norbert Roth gesegnet. Bezirkschefin Silvia Nossek hielt eine Gedenkansprache.

Der damalige Semperit-Generaldirektor Dr. Franz Josef Messner hatte gemeinsam mit dem Gersthofer Kaplan Dr. Heinrich Maier, der ­Pianistin Barbara Issakides sowie dem Tiroler Walter Caldonazzi die Alliierten im 2. Weltkrieg über Konzentrationslager informiert und sie auch mit Plänen von Rüstungsbetrieben für die ­V2-Raketen versorgt. Die ­mutige Widerstandsgruppe wurde jedoch entdeckt und in eine Falle gelockt. Messner wurde in Mauthausen von den Nazis ­ermordet, Kaplan Maier bei der Frühmesse verhaftet und später im Grauen Haus am letzten Hinrichtungstag ­enthauptet.

Die Erinnerungstafel für Messner wurde vom Museumsverein Währing initiiert und vom Stiftungsverein der Semperit AG finanziert. Die Villen-Eigentümerfamilie Jordis hat die Geschichte des Hauses detailliert recherchiert und festgehalten.