Währing: Sein Tod war nicht umsonst

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Unter großer Anteilnahme wurde am 28. Oktober in der Grünanlage vor dem Haus Gersthofer Straße 83 von Bezirksvorsteher-Stellvertreter Robert Zöchling und SP-­Bezirksvorsitzenden Andreas Höferl ein Gedenkstein für den Währinger Wider­standskämpfer ­Hermann ­Klepell enthüllt. Der Student und Sohn von August Klepell, dem ersten sozialdemokratischen Bezirksvorsteher von Währing (1919–1934), hatte sich aktiv in der Widerstandsgruppe des Gersthofer Geistlichen Heinrich Maier und Semperit-
Generaldirektors Franz Josef Messner engagiert. Sie hatten den Alliierten detaillierte Pläne von Konzentrationslagern und Rüstungsbetrieben geliefert und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges beschleunigt. So wie der Geistliche Maier wurde auch Hermann Klepell vom damaligen Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 22. März 1945 enthauptet. Seine letzten Worte hat der Gefängnisseelsorger niedergeschrieben: „Wir sterben nicht umsonst. Unser Tod ist die Aussaat, die Früchte bringen wird!“.