Währing: Sicherheitslücken im Bezirk

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Sicherheitsfragen ­bewegen die Bürger. ­Deshalb haben sich auch 62 interessierte Währinger im November an einer Sicherheitsdiskussion mit Nationalrat Karl Mahrer und VP-Spitzenkandidatin Kasia Greco beteiligt. Besonderer Erklärungsbedarf bestand, weil ja erst kürzlich die Polizeiinspektion in der Gersthofer Straße geschlossen werden musste. Mahrer, der noch als Polizist das Konzept „Gemeinsam.Sicher“ entwickelt hat, dazu: „Die Inspektion war seit Jahren baufällig und zu klein. Da die Stadt Wien kein Ersatzobjekt in Pötzleinsdorf angeboten hat, war die Übersiedlung in die Schulgasse leider notwendig.“ Mahrer versprach aber, dass die Grätzelpolizisten erhalten bleiben. Die beiden Inspektoren Otto Jocham und Günther Kornmesser waren bei der Diskussion auch anwesend. Kasia Greco forderte, dass 
sie als Ansprechpartner 
durch den Bezirk bekannter ­gemacht werden sollen. Trotz rückläufiger Krimina­lität in Österreich (–20 %) 
ist das Sicherheitsgefühl der ­Bevölkerung gesunken. Das Problem: Der Anteil fremder Tatverdächtiger ist seit 2009 von 28 % auf 40 % gestiegen, in Wien sogar auf über 51 %. Auch die steigende Zahl von Vergewaltigungen und vermehrte Gewaltdelikte in ­Österreich durch Hieb- und Stichwaffen bereiten Sorgen – die Steigerung: +296,62 %! In Währing gab es 2010 noch 100 Polizisten, 2018 waren es schon 112. Es gab nur 420 Anzeigen wegen Gewaltdelikten, 83,6 % davon wurden aufgeklärt. Mahrer will die Sorgen ernst nehmen statt totschweigen, besseren Kontakt mit der Exekutive und die Verschärfung des Strafrechts: „Es kann nicht sein, dass ein verurteilter Vergewaltiger nicht einen einzigen Tag in einem Gefängnis verbringen muss!“