Bisweilen wird in Sachen Verkehrsberuhigung in Währing von den ­Grünen weit übers Ziel geschossen, wenn etwa flächendeckend – außer in Schienenstraßen – Tempo 30 verfügt wird. Diesmal aber haben SP-Mandatare im Bezirksparlament eine Verkehrsberuhigung verlangt, die sogar bei den Grünen für Kopfschütteln gesorgt hat.

Unübersichtlich?

So wurde in der nur knapp 200 Meter langen Sackgasse der Felix-Dahn-Straße 1–33 neben einer existierenden Tempobremse auf 30 km/h von SP-Bezirksrat Martin Much der Bau von zwei Fahrbahnschwellen verlangt, um in der „unübersichtlichen Kurve“ zu schnell fahrende Fahrzeuge einzubremsen. Da wären „Mittel falsch eingesetzt“ lautete die Kritik von ÖVP und FPÖ, weil die sogenannten Fahrbahn-Aufdopplungen jeweils zigtausende Euro verschlingen würden. Sogar die Grünen konnten dem Antrag nicht zustimmen und verlangten eine Zuweisung an die Mobilitätskommission, um eine geeignete Variante planen zu können, wobei offenbar an die Verordnung einer Wohnstraße gedacht ist. Martin Muck lenkte ein und „rettete seinen ­Antrag“, indem auch er die Zuweisung verlangte.

Hinweis der Redaktion: ­Plastikschwellen, welche auf die Fahrbahn aufmontiert werden können, kosten nur 140 bis 200 Euro.