Einstimmig wurde ein Antrag der Währinger SPÖ in der Bezirksvertretung am 14. Juni 2018 angenommen. Der Antrag beschäftigte sich mit dem Verschwinden der stillen Örtchen im Bezirk. Ein Bild im Antrag zeigte, wo überall die „Abrissbirne in Währing“ in den letzten Jahren zugeschlagen hat. Vom Währinger Gürtel bis zum Gersthofer Platzl wurden öffent­liche Toiletten aufgelassen, demontiert oder geschlossen.

Würdelos

„Eine untragbare Situation!“, meint der Antragsteller, SP-Bezirksrat Martin Much. Er glaubt, dass ein flächen­deckendes Angebot an modernen und behindertengerechten Toiletten für die Bevöl­ke­rung einer Weltstadt von ­großer Bedeutung sei. Nach der Schließung von WC-Anlagen an der U6 und der S 45 bedarf es nun einer Verhandlung der Stadt mit den Wiener Linien und den ÖBB. Jedes kleine Beisl braucht eine WC-­Anlage, warum soll ein Bahnhof oder eine U-Bahn-Station davon ausgenommen sein? Betroffen von der Schließung waren etwa auch die WC-Anla­ge an der Station Währinger Straße/Volksoper, die Anla­gen in der U6-Station Michelbeuern, am Aumann­platz und in der S 45-Station Gersthof.

Sanierung

Das Konzept für die Wiederherstellung einer WC-Infrastruktur in Währing sieht nun vor: Moderne, behinderten­gerechte, wartungsfreund­liche, robuste Anlagen, die durchgängig (täglich, 24 Stunden) benutz­bar und vandalismus­sicherer sind. „Mit diesem Konzept soll das Versorgungsniveau mit sanitären Anlagen wieder an jenes der umliegenden Bezirke angenähert ­werden“, erklärt Bezirksrat ­Martin Much, der auch mit einem einstimmigen ­Beschluss der Bezirksvertreter belohnt wurde.

Gerhard Krause