Wien: Wirtschaftskammer plädiert für neue Anlaufstelle für Wiener Nachtleben

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Nicht nur in London, Berlin und Paris boomt die Nachtwirtschaft. Vor allem die jüngere Generation zeigt immer mehr Interesse an Bars, Lokalen und Theater, wie eine Studie der Wirtschaftskammer Wien (WKW) darlegt. 

„Das Nachtleben leistet einen zentralen Beitrag zur Umsatzleistung. In den letzen zehn Jahren ist die Anzahl der Betriebe konstant geblieben, die Mitarbeiterzahlen und der Umsatz sind aber um ein Drittel gestiegen“, so Hans Arsenovic, Vizepräsident der WKW. In Zahlen heißt das: 4.300 Unternehmen, 24.000 Mitarbeiter, und ein Jahresumsatz von einer Milliarde Euro.

Doch in Wien findet sich deutlicher Nachholbedarf. „Um den bei Nacht tätigen Unternehmern das Leben etwas zu erleichtern, wollen wir eine One-Stop-Anlaufstelle schaffen. Dazu laufen aktuell bereits Gespräche mit dem Wiener Tourismusverband, der Wirtschaftsagentur und der Stadt Wien“, so Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKW.

Um die Besucherströme zu „entzerren“, sollen auch der 21. und 22. Bezirk ins Eventleben einbezogen werden. „In Transdanubien gibt es noch Spielraum nach oben“, so Arsenovic. In diesem Zusammenhang sprach sich Grießler für das seit Langem ventilierte Projekt einer Seilbahn auf den Kahlenberg aus.