Posts die im Bereich DEINE BEZIRK erscheinen sollen

Ottakring: Der Fuchs ist gar nicht scheu

WBB-Leserin Andrea P. schaffte es, einen zutraulichen Fuchs auf den Steinhofgründen abzulichten. „Keine Seltenheit“, sagt sie, „das kommt öfters vor.“ Experten rechnen ja damit, dass es nicht mehr lange dauert, bis auch Wölfe und Bären ins Stadtgebiet einziehen.

Mariahilf: Herzen voller Licht

Adventlicher Schmuck am Baum

Mittlerweile hat der Kunst-Weihnachtsbaum am Fritz-Grünbaum-Platz schon ­Tradition. Heuer wurde die Dekoration von Mariahilfer Künstlern gemeinsam mit Lehrlingen für Installations- und Gebäudetechnik der Berufsschule Mollardgasse umgesetzt. Schön gearbeitete und kreativ gestaltete Kupferherzen machen den ­Nadelbaum vorweihnachtlich. Am 29. 11. um 17 Uhr 
wird der Baum erleuchtet. Begleitet wird die Feier vom Gesang des „Chor 6“ und für das leibliche Wohl sorgen Maroni und Punsch. Die kunstvollen Herzen werden im Rahmen einer Auktion im Dezember versteigert, der Erlös wird für wohltätige Zwecke gespendet.

 

Ottakring: Die Hautambulanz bleibt nun doch im Wilhelminenspital

Im Wiener Spitalskonzept 2030 war vorgesehen, die Hautabteilung des Wilhelminenspitals zu schließen. Die Absiedlung war beschlossen. Kritik daran gab es von der Opposition, die eine Unterversorgung der Patienten im Westen Wiens befürchtete.

Nun ist ein wesentlicher Eckpfeiler des Spitalskonzeptes die Bündelung von Leistungen zur Sicherung und ­Erhöhung von Qualität, wie man im Krankenanstalten­verbund feststellt. Die Zusam­menführung der dermatologischen Leistungen der Abteilungen des Wilhelminen­spitals und des Krankenhauses Hietzing würden genau ­darauf ­abzielen.

Vernünftig

„Die beiden Abtei­lungen arbeiten inzwischen sehr eng zusammen“, so Stefan Dorner, Ärztlicher Direktor des WiSpi. Das tagesklinische und das stationäre Angebot wurden bereits in Hietzing gebündelt. Im Wilhelminenspital verbleibt nun aber doch eine öffent­liche Ambulanz, die von Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr in Betrieb sein wird.

 

Hernals: Granate gesprengt

Einen folgenschweren Fund machte ein ­Polizist außer Dienst im Oktober auf der Beindrechslerwiese an der Exelbergstraße nahe der Stadtgrenze von Wien. Die Ört­lichkeit ist bei Motorradfahrern überaus beliebt, weil dort die Serpentinen der Exelbergstraße enden. Der Polizist sichtete in einem ­Gebüsch eine freiliegende Panzer­granate und löste bei seinen ­Kollegen sofort Alarm aus.

Nach den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und einer ersten Begut­achtung durch den ­Entminungsdienst musste die Straße von 12.20 bis 16 Uhr komplett gesperrt werden. Der Grund: Die Panzergranate war nicht zu entschärfen und musste vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Dazu wurde die Fundstelle großräumig ­abgesperrt, da im Falle einer Sprengung von einer Splitterwirkung von bis zu 1.000 ­Metern ausge­gangen ­werden musste. Der Einsatz wurde von Beam­ten mehrerer Polizei­inspektionen sowie vom ­Entminungsdienst des Bundes­heeres durchgeführt.

1.000 Einsätze

Nach der Sprengung konnte die Straßensperre dreieinhalb Stunden später aufgehoben werden. Zurück blieb 73 Jahre nach dem Krieg nur ein ­Erdkrater. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden vom Entminungsdienst in Österreich etwa 25.000 Tonnen Kriegs­material, darunter 20.000 Fliegerbomben, geborgen und vernichtet. Derzeit gibt es im Jahr um die 1.000 Einsätze.

 

Favoriten: Die älteste Frau im Bezirk

 107. Geburtstag

Mehr als ein Jahrhundert und kein Ende in Sicht: Als Erika Wessetzky geboren wurde, ­residierte Kaiser Franz 
Joseph in der Hofburg. 
Als sie in die Volksschule kam, tobte der Erste Weltkrieg, als sie ein Teenager war, brannte der Wiener 
Justizpalast. Als junge Frau überlebte sie den Zweiten Weltkrieg und erlebte den Wiederaufbau sowie die Gründung der Zweiten 
Republik. Die Dame mit 
beeindruckender Lebens­geschichte wohnt seit 2006 im Favoritner Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ und 
ist trotz einem Schlaganfall vor 17 Jahren agil und humor­voll. 
Mit ihrer aufgeweckten Art und ihrem herzlichen Lachen, das sie bis heute nicht verloren hat, ist Wessetzky ein wahres Vorbild für all ihre Mitmenschen.

 

Simmering: Nachbarin der Woche

Name | Kathi

Beruf | ­­Kellnerin / Der gute Geist der „Fabigan Weinschenke“ in der Fabiganstraße 1 im 11. Bezirk.

Alter | Langsam im Pensionsalter.

Hobbys | Laufen, Tennis, Rad­fahren und Verreisen.

Was ich an meinem Bezirk mag | Simmering ist eine große, grüne Oase und bietet viele Möglichkeiten für Spaziergänge und Radtouren. Außerdem gibt es bei uns tolle Einkaufsmöglichkeiten und Veranstaltungen für alle Generationen.

Was mir wichtig ist | Gesund und zufrieden zu bleiben und noch lange das Leben in vollen Zügen genießen zu können.

Worauf ich stolz bin | Dass ich schon 30 Jahre in der „Fabigan Weinschenke“ arbeiten darf und wir ein tolles Arbeitsklima haben. Obwohl es in der Gastronomie nicht immer einfach ist, komme ich eigentlich sehr gut mit den Gästen und meinem Chef aus.

Lebensmotto | Immer nach vorne schauen!

Josefstadt: Prominenter Gast-Besuch

Die Senioren Residenz in der Josefstadt ist nicht nur als Wohnort bekannt. Auch als Grätzel-Zentrum wird die Einrichtung am Hamerlingpark geschätzt. Immer wieder kommen prominente Gäste, um im Rahmen von Lesungen und Vorführungen das Publikum der Bewohner und Besucher aus dem Bezirk zu unterhalten.

Erfolg auf Bühne & TV

Ende Oktober kam eine echte Größe der heimischen Schauspiel-Elite zu Besuch in die Residenz Josefstadt. Maria Köstlinger, Ensemble-Mitglied am Theater in der Josefstadt und auf den Schirmen des Landes als „Vorstadtweib“ erfolgreich. „Maria Köstlinger ist ihrer Rolle als Publikumsliebling absolut gerecht geworden, sie hat unsere Bewohner sowie unsere Gäste begeistert und großartig unterhalten. Das ist uns wichtig, denn in unserem Haus wird gut gelebt und viel gelacht – das ist unsere Philosophie“, so Brigitta Hartl-Wagner, Direktorin der Senioren Residenz Josefstadt.

Weitere Informationen unter: www.residenz-josefstadt.at

 

Landstraße: Historischer Bildband

Zu einer spannenden, oft wehmütig-sentimentalen Entdeckungsreise durch das verschwundene Wien laden die beiden Autoren Beppo Beyerl und Thomas Hofmann in ihrem neuen, lesenswerten Buch „Die Stadt von gestern“ (Styria Verlag, Preis: 27 Euro). Auf dem Foto oben: das beeindrucken­de Kunstwerk von Prinzgau/Podgorschek auf dem Areal des einstigen Aspangbahnhofs. Die Schienen-Skulptur erinnert an jene 47.035 Jüdinnen und Juden, die von hier in die „Durchgangs“- und Vernichtungs­lager deportiert wurden.

 

Hietzing: Kolkraben im Tiergarten Schönbrunn

Sie hören auf die Namen Munia und Rufus, haben eine Flügelspannweite von 1,2 Metern, beherrschen viele Laute und können sogar Worte nach­ahmen. Die Rede ist von zwei schwarzen Neulingen im Tiergarten, den Kolkraben.

Erforschung

Sie sind die größten Sing­vögel der Welt und sollten den Zoo-Besuchern neue Welten eröffnen. „Sie gelten als sehr intelligent und haben ein großes Repertoire an Lauten“, betont Direktorin Dagmar Schratter. In Wien soll weiter geforscht werden, nachdem schon einige Versuche in der größten Kolk­raben-Kolonie in Haidlhof (NÖ) durchgeführt wurden. „Mit Spiegelversuchen testen wir zum Beispiel, ob sich die Raben im Spiegel erkennen“, erzählt Haidlhof-Forschungsleiter Thomas Bugnyar.

 

Floridsdorferin Lueger führte Vorsitz in Brüssel

In Brüssel tagte kürzlich der Europol-Kontrollausschuss, der die Aufgabe hat, die Arbeit der europä­ischen Polizeiagentur zu beob­achten. Den Vorsitz dieses Kontrollausschusses führte SPÖ-Nationalrätin Angela Lueger (Foto) aus Floridsdorf gemeinsam mit dem EU-Politiker Claude Moraes.
„Europol hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, denn Kriminalität macht nicht vor Grenzen halt“, erklärt Lueger. Wichtige Themen von Europol sind Datenschutz und Digi­talisierung. Der Europol-Kontrollausschuss stellt einen wichtigen Faktor im Kampf gegen Cyberkriminalität dar.

Innere Stadt: Der Fiaker Streit geht munter weiter

Sie sind das Wiener Postkartenmotiv schlechthin. Die Fiaker. Für viele Touristen gehört eine Fahrt durch die malerische Innenstadt zum Wien-Besuch ebenso dazu wie Mehlspeisen, Walzerglück und das Schnitzel. Doch in der Stadt- und Bezirkspolitik sorgen die tradi­tionellen Fuhrwerke immer wieder für Diskussionsstoff.

Hohe Kosten

Denn mit der Forderung, die Kostenaufteilung für die durch Fiaker entstehenden Schäden neu zu überdenken, und dem Anstoß, die Fiaker statt auf dem Michaelerplatz auf dem Rathausplatz starten zu ­lassen, hat Bezirksvorsteher Figl eine alte Debatte neu entfacht. Dabei sind die Standpunkte der verschiedenen Interessenvertretungen oft diametral entgegengesetzt. Während Tierschützer schon lange das Ende der Pferde im Stadtgebiet fordern, sehen manche Fiaker-Kutscher ein mögliches Aus in der Inneren Stadt als existenzgefährdend.

Neue Behufung

Mit einer speziellen Gummi-Behufung könnte zumindest der finanzielle Aufwand 
für Straßensanierungen & 
Co gemindert werden. Die grundsätzliche Frage im Spannungsfeld zwischen ­Touristenattraktion, Kulturerbe und Tierschutz bleibt trotzdem offen.

 

Meidling: Besinnliche Musik in der Kirche

Die Meidlinger Kirchenmusiktage finden statt am:  25. 11., 11 Uhr, Evang. Kirche am Wege, Biedermanngasse 11–13; 13. 12., 19.30 Uhr, Pfarrkirche Namen Jesu, ­Darnautgasse und 16. 12., 10 Uhr, Pfarrkirche ­Gatterhölzl, Hohenbergstraße 42, 1120 Wien. Infos bei den Kirchen.

 

Hietzing: „Viele Bürger hoffen auf Gesamtkonzept“

Die Bezirkschefin im WBB-Interview

Das Parkpickerl bleibt Thema. Hietzing sagt Nein?

Silke Kobald: 68 Prozent der Hietzinger haben 2017 dagegen ­gestimmt, dabei bleibt es auch. Ich appelliere an die Stadtregierung, ein Gesamtkonzept zu erstellen. Viele Bürger hoffen darauf.

Ist die Citymaut gescheit?

Darüber kann man schon ­diskutieren. Aber es wäre ­absurd, wenn die Autofahrer doppelt zahlen müssten.

Zufrieden mit dem Öffi-­Angebot der Stadt?

Es ist leicht, zu sagen, man soll mit den Öffis fahren. Am Stadtrand ist das oft nicht so einfach, weil Busse und Straßen­bahnen seltener unter­wegs sind. Darauf muss die Stadtregierung mehr Rücksicht nehmen.

Gibt es in Sachen Verbindungsbahn etwas Neues?

Nein, gar nichts. ÖBB und Stadt Wien halten am Projekt­stand 2016 fest. Trotz unzähliger Gesprä­che waren die Projektverant­wortlichen nicht ­bereit, auf unse­re Verbesserungsvorschläge im Sinne der Wohnbevölkerung in ihren Planungen einzugehen.

Wie ist die Zusammen­arbeit mit den Grünen?

Schwierig, das wird sich wohl nicht mehr ändern. Aber die Hoffnung lebt, dass die Stadtregierung nach der nächsten Wahl eine andere ist.

Wie läuft’s mit den anderen Fraktionen im Bezirk?

In der Regel gut und lösungsorientiert. So stehen etwa alle Parteien hinter dem Ausbau zu einem familienfreundlichen Bezirk, das freut mich. Wir haben ­einige gemein­same Projekte geplant.

Womit können die Hietzinger im Herbst rechnen?

Mit der Sanierung des Skaterparks Auhof, hier ist das Budget freigegeben, die Arbeiten beginnen in diesen Tagen. Dann ist eine neue Hundezone am Rosenhügel geplant und seit kurzem gibt es auf dem Parkplatz beim Eingang Lainzer Tor eine neue, moder­ne Toilettenanlage.

Welches Projekt macht Ihnen Sorgen?

Die Sanierung der Westausfahrt. Hier kursieren mehrere Pläne, die nicht sehr erbaulich sind. Wir wollen, dass die Überführung der Autobahn auf Hietzinger Seite möglichst spät erfolgt. Daran wird kein Weg vorbeiführen.

die bezirkschefin im wbb-interview

Ottakring: Tipps für die Mieter bei Einbrüchen

Die Suche nach den ­Serien-Einbrechern in die Kellerabteile des Hauses Koppstraße 103 geht zügig weiter. Währenddessen hat die Polizei im Stiegenhaus einen Zettel mit „Tipps der Kriminalprävention“ aufgehängt. Die Rede ist davon, dass das Haustor geschlossen bleiben und der Zugang zu den Kellern immer versperrt bleiben muss. Und: „Ihr Keller ist kein Tresor. Bewahren Sie keine wertvollen Gegenstände im Kellerabteil auf.“ Zudem rät die Kripo den ­Bewohnern: „Melden Sie ­verdächtige Wahrnehmungen Ihrer Polizeiinspektion!“

 

Meidling: Harte Debatte um Bahnhof

Ein Alkoholverbot 
wie am Praterstern fordert Sicherheitssprecher Karl Mahrer (ÖVP) rund um den Meidlinger Bahnhof. Nach einem Lokalaugenschein mit Stadtrat Markus Wölbitsch meinte er: „Alkoholisierte Personen halten sich hier in größeren Gruppen auf und ­belästigen Passanten.“ Zudem ­berichteten Mitarbeiter von Unternehmern im Bahnhofsbereich sowie im angrenzenden Einkaufszentrum von Umsatzeinbußen, weil sich Kunden nicht sicher fühlten. In der oberen Meidlinger Hauptstraße fehle es an regelmäßiger Reinigung – die neue Pflasterung sei in einem erschreckenden Zustand. Der WBB-Lokalaugenschein vor Ort zeigte dort allerdings kein besonderes „Chaos“ im Alltag …