Aufwertung des Grätzels

Am 15. April war der Spatenstich für das Bauprojekt, das 100 neue Arbeitsplätze im Bezirk schafft. Die Verkehrs­büro-Gruppe lässt Bagger und Trak­toren auffahren und stellt auf der Fläche ­westlich des Museums bis Oktober 2011 ein 4-Sterne-Superior-Hotel hin.
Sowohl Stadt als auch Bezirk sind zufrieden. Stadtrat Rudolf Schicker: „Die Entscheidung, mit den Bauarbeiten jetzt zu beginnen, ist ungemein wichtig für die Stadt, schafft Beschäftigung und ist für Arbeitsmarkt und Baubranche ein wichtiges Signal.“
Ebenso Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner: „Das Hotel bietet eine große Chance für Penzing, eine Aufwertung des Grätzels und wird von den Anrainern voll akzeptiert.“
Insgesamt werden 45 Millionen Euro investiert, es entsteht ein Hotel mit 233 Zimmern, davon 21 Suiten mit Balko­nen, einem Konferenzbereich mit 900?m2 Fläche, einer öffentlich zugänglichen Tiefgarage mit 162 Plätzen sowie einem Wellnessbereich. Und die Farbe der Hotelfassade wird Schönbrunner Gelb sein.

  • Adresse: Areal des ehemaligen IMAX, 1140 Wien

Laufen in Penzing: Weil nicht nur der Marathon Spaß macht

Wobei der Penzinger Bezirkslauf, der heuer zum dritten Mal im Rahmen der Initiative „Wien läuft“ über die Bühne geht, anspruchsvolle Bewerbe anbietet. Erwachsene können über 3 und 6 km mitlaufen oder über 3 km beim Nordic Walken dabei sein. Für die Kids steht ein 500-m-Bewerb zur Verfügung.

Familiäres Feeling im schönen Park

Alle Bewerbe des Penzinger Bezirkslaufs finden im Gelände um das Otto-Wagner-Spital auf den Steinhofgründen statt. Start ist ab 9.30 Uhr beim ­neuen Eingang am Heschweg. Das Besondere an der Laufveranstaltung ist, dass sie im wundervollen Ambiente des Parks stattfindet. „Und wir wissen von den ersten beiden Jahren, dass die Penzinger den familiären Rahmen des Laufbewerbs durchaus schätzen“, betont die Organisatorin Ernes­tine Holzgruber-Hiller.

Infos und Anmeldung unter www.penzingerlauf.at oder SPÖ-Penzing, Tel. 914 21 75.

  • Adresse: Heschweg, 1140 Wien

Nachfolge-Kampf läuft …

Aus mehreren politischen Lagern erhält man auf die Frage „Wie steht’s in der Nachfolgediskussion? Gibt’s eine Ände­rung?“ ein vielsagendes Nicken. Ja, das wäre ohnehin klar. Und der langjährige Bezirks-Chef selbst würde auch ­immer wieder und immer öfter Äußerungen in dieser Richtung von sich geben.
Eine Amtsmüdigkeit nach zwei Jahrzehnten an der Spitze des 13. Bezirkes ist auch zu verständlich. Dazu kommt die Frage der Gesundheit, die mit bald 70 Jahren nicht zu unterschätzen ist. Und Probleme in seinem höchstpersönlichen Umfeld gaben den Gerüchten ­zuletzt neue Nahrung.
Insider rechnen jedenfalls damit, dass Heinz Gerstbach zwar noch einmal zur Wahl antritt, aber bald danach übergibt. Wohl an keinen der VP-Gemeinderäte, denen wenig Beliebtheit im Bezirk zugestanden wird. Wiederholt genannt werden hingegen BV-Stv. Drlik und die Bezirksräte Gerzabek und Muth. Ein Gesprächspartner meint: „Derzeit heißt es in der VP offenbar: Jeder gegen jeden!“

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1130 Wien

Demo mit Kinderwagen!

Eine Aktion, die von den Kinderfreunden Penzing und der SPÖ-Bezirksfraktion ins Leben gerufen wird. Motto: „Die Kinder stehen im Mittelpunkt!“ „Zumal wir ja auf zahl­reiche Eck­punkte eines fortschrittlichen Bildungssystems hinweisen können: auf den Gratiskindergarten, die gemein­same Schule und auf flächendeckende Ganztagsschulen“, betont Penzings SPÖ-Klub­vorsitzende Ernestine Holzgruber-Hiller. „Positive Errungen­schaften muss man genauso ,laut‘ präsentieren wie Kritik. Wir wollen damit ein Zeichen setzen“, ergänzt ­Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer.
Dieses Zeichen soll in Form einer „Kin­derwagen-­Demo“ am 1. Mai im „Penzinger Zug“ stattfinden. „Kommen Sie zu uns! Wir laden alle Eltern mit Kinderwagen ein“, so Holz­gruber-Hiller. Geplant ist, auf den Kinderwagen Schachteln mit entsprechenden Aufschriften („Gratis­kindergarten“ etc.) zu montieren.

  • Kinderwagen-Demo: 1. Mai, 7.55 Uhr, Bezirkstreffpunkt Drechslergasse/Märzstraße, Info-Telefon: 914 21 75.
  • Tel.: 914 21 75
  • Adresse: Drechslergasse, 1140 Wien

Baubeginn für neuen Wiental-Highway

Die Stadträte Ulli Sima und Rudi Schicker, Bezirks­vorsteherin Andrea Kalch­brenner sowie Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer geben das Startkommando für die Radweg-Bauarbeiten. Sollte alles glatt laufen, könnte der neue Wiental-High­way schon im September – zumindest teilweise – befahrbar sein. „Dann kann man von Hadersdorf bis zur Kennedybrücke kreuzungsfrei radeln“, so Wutzlhofer.

Neue Rampen auch gegen Hochwasser

Bei den Bauarbeiten wird die Lücke zwischen Hütteldorf/Hackinger Steg und Kennedybrücke geschlossen. Der neue, vier Meter breite Rad-, aber auch Fußweg führt an der ­linken Seite des Wienfluss­bettes entlang und ist 3,5 km lang. Die Auf- und Abfahrt ist auf behindertengerechten Rampen möglich. Bei der Astgasse und der St. Veiter-Brücke werden die vorhandenen Auf- und Abfahrten für den Radverkehr ausgebaut und dienen auch als Fluchtwege bei Hochwasser.
Der neue Wiental-Highway wird in beiden Richtungen an das bestehende Radnetz ­angebunden. Damit ist es möglich, durchgehend mit dem Drahtesel durch Penzing zu fahren. „Mit diesem neuen Abschnitt wird ein langjähriger Bezirkswunsch erfüllt“, betont Walfried Ertl, der als Vorsitzender der Verkehrskommission die Verhandlun­gen für den Bezirk geführt hat. „Und Penzing zeigt damit auch eindrucksvoll vor, wie gut die Kombination Freizeit, Wohnen und Arbeiten funktioniert“, betont Jürgen Wutzl­hofer.

  • Adresse: Kennedybrücke, 1140 Wien

Suche nach Jugendzentrum führt zu kuriosen Ideen!

Wobei manche der Sozialdemokratischen Jugend (SJ) das Lokal am Hietzinger Kai wegnehmen wollten, um es zu einem Zentrum zu machen. „Es gibt keinen Grund dafür“, so Bezirksrat Friedrich Unterwieser. „Die SJ hat einen aufrechten Mietvertrag und kommt gut mit den Anrainern zurecht.“ Eine bessere Möglichkeit wird der Auszug der Bezirksvorstehung Penzing aus dem Hietzinger Amtshaus bieten, der allerdings nicht vor 2012 über die Bühne geht.

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1130 Wien

Neue Parkgarage, neues Grün

Als Experten waren Her­bert Buchner von der MA 21B (Stadtteil­planung) und Werner Böhm vom Grundeigentümer Breiteneder („Park Living“) eingeladen. Böhm erklärte, dass im Bereich Invalidenhauspark die Revi­talisierung von Dachgeschoßwohnun­gen in sechs denkmalgeschützten Häusern, der Neubau eines Wohnhauses und die Errichtung einer Park­garage vorgesehen seien.

„Nicht zu wenig Garagenplätze?“

„Geht man davon aus, dass jede Familie im Schnitt zwei Autos hat, dann sind das bei 103 Dachgeschoßwohnungen und dem Neubau rund 170 Stellplätze, für die es Bedarf gibt“, so Böhm. „Da es schon jetzt große Parkplatznot gibt, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als auf Privatgrund eine Garage mit bis zu 210 Plätzen zu bauen.“
Frage eines Anrainers: „Wie sieht es mit den Mietkosten aus? Und bekommen die ­Anrainer fix ihre Plätze?“
Böhm: „Wir werden 75 bis 77 Euro pro Platz und Monat verlangen. Und für die Anrainer werden etwa 30 bis
50 Plätze vorhanden sein, wenn alle Neumieter Plätze bean­spruchen.“ BV-Vize Feistritzer dazu: „Wir garantieren, dass keine Kurzparker in die Garage kommen, also keine Schönbrunn-Besucher. Sie ist nur für Anrainer da.“
Frage: „Wie steht’s mit dem  Park? Werden Pflanzen und Bäume wiederhergestellt?“
Böhm: „Derzeit ist der Park eine Gstätten. In Zukunft soll das Areal schöner werden – daran haben auch die neuen Mieter Interesse. Außerdem besteht die Möglichkeit, beim Neubau einen neuen Spielplatz zu errichten.“
Frage: „Wo kommen Ein- und Ausfahrt der Garage hin?“
Böhm: „Beides ist in der Stran­zen­berggasse geplant.“
Einspruch einer Anrainerin: „Da droht ein Chaos! Warum kommt denn keine Ampel?“
Böhm: „Im vorliegenden Ver­kehrskonzept ist keine Ampel vorgesehen.“
Feistritzer: „Ob eine Ampel notwendig ist oder nicht, ­werden wir noch prüfen.“
Frage: „Wie geht es weiter? Wer beschließt das Projekt?“
Herbert Buchner: „Wir haben das Ansuchen der Firma Breiteneder untersucht und keine Einwände. Wir übermitteln diesen Vorschlag an den Gemein­derat, der das Projekt schließlich beschließt oder ablehnt.“

  • Adresse: Hofwiesengasse 48, 1130 Wien

Kindergarten-Plätze: Stadt erlöst Eltern!

Die „Kindergarten-Af­färe“ erhitzte wochenlang die Gemüter. Ein kurzer Rückblick: Elisabeth Sattlegger, Betreiberin des Privatkindergartens KIZ in der Bergheidengasse, gab bekannt, dass ab 2011 weniger Kinder betreut werden ­können. Nicht mehr und nicht weniger. Doch die Aufregung von Seiten der ÖVP und gewisser Medien war orkanartig: Es wurde Sattlegger unterstellt, ganz zuzusperren, Kinder auf die Straße zu setzen usw.

Kindergartenplätze der Stadt und privat

Mit diesen Lügenmärchen machte die Stadt Wien jetzt Schluss. Eltern und Kinder haben drei neue Möglichkeiten:

  • Ab dem heurigen Sommer kann der Ausweichkindergarten Girzenberg (Angermayergasse 9) besucht werden. Angemietet werden diese Räume vom privaten Betreiber des neuen Kindergartens (KIWI) so lange, bis dieser mit Herbst 2011 in Betrieb geht.
  • Der neue Sportkindergarten ­Monpti (Hetzendorfer ­Straße/Breitenfurter Straße) steht ­jederzeit zur Verfügung.
  • Die Kinderfreunde werden im Bezirk einen neuen Kindergarten mit insgesamt zwei bis drei Gruppen errichten.

„Wir haben rasch gehandelt und zusätzliche Kindergarten­plätze für Hietzing geschaffen“, betont Stadtrat Christian Oxonitsch. „Es gibt ­sowohl Plätze im städtischen Ausweichkindergarten am Girzenberg als auch Alternativen von privaten Betreibern. Und als nächsten Schritt errichten die Kinderfreunde einen neuen Kindergarten.“ Damit ist auch die Container-­Lösung endgültig vom Tisch!

Hintergrund

Bei der letzten Bezirksvertretungssitzung wurde von einem Bedarf von 200 Kindergartenplätzen für Hietzing gesprochen. Und die ­Lösung der ÖVP dafür? Riesige Container für drei bis fünf Jahre – krampfhaft wurde nach Standorten gesucht …

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1130 Wien

Schönes Geschenk zum 30er!

Beim tollen Geburtstagsfest waren Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner, Vizebürgermeister Michael Ludwig, Gemeinderätin Silvia Rubik, VHS-Geschäftsführer Mario Rieder u. v. m. dabei. Vorstandsvorsitzender GR i. R. Herbert Dinhof rief zu einer Gedenkminute für die kürzlich verstorbene Ex-Frauenministerin Johanna Dohnal auf, die Gründungsmitglied der VHS Penzing war.

Das Platzproblem wird 2012 gelöst

In den drei Jahrzehnten der Volkshochschule haben schon mehr als 125.000 Teilnehmer das vielfältige Angebot im Bezirk angenommen. Das Programm umfasst Angebote zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung genauso wie zur sinnvollen Freizeitgestaltung für Erwachsene. Ziel ist es allerdings, in Zukunft auch mehr Kinder und Jugendliche anzusprechen.
Der zum Jubiläum geehrte Direktor Peter Urban war seit der Gründung dabei und stets bestrebt, das Kurs- und Veranstaltungsangebot auszuweiten. Während seiner Tätigkeit gab es wichtige gesellschaftspolitische Projekte wie „Sprungbrett“  (Mädchenförde­rung in nicht traditionellen Frauenberufen), „Interkulturel­les Lernen“, Umwelt­bera­tung und das Pflegeheim-Projekt.
Die Bezirks-VHS befindet sich seit nunmehr 22 Jah­ren in der Linzer Straße 146 in einer Schulpartnerschaft mit dem BRG 14. Da beide Schulpartner kontinuierlich wachsen, gibt es Jahr für Jahr weniger Platz unter dem gemeinsamen Dach.  Ein großes Problem, an dem seit zehn Jahren gearbeitet wird – der VHS-Vorstand, die Bezirksvorstehung und die Zentrale der Wiener Volks­hochschulen suchten unermüdlich nach einem neuen Standort. Im Vorjahr war es so weit. „Das größte Geburtstagsgeschenk konnten wir der VHS mit der Aussicht ­machen, dass ab Herbst 2012 neue Kurse in eigenen Räumen auf dem Gebiet der ehemaligen Remise Breitensee angeboten werden können“, so Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner.

Rückgabe von 30 Polizisten!

Tatsache ist, dass unter der schwarz-blauen Re­gierung die Polizeireform durchgeführt wurde. Wobei das gesamte Melde-, Fund- und Passwesen von der Stadt Wien übernommen wurde und die Wartezeiten auf ein Minimum reduziert werden konnten. All die anderen großartigen Versprechen der damaligen Bundesregierung, alles werde besser und einfacher für die Bevölkerung, haben sich nicht erfüllt.

Riesendruck lastet auf den Beamten

Im Gegenteil. Die Situation hat sich massiv verschlechtert. Einbrüche, Raub und Gewaltdelikte stiegen massiv an, die Aufklärung sank dramatisch. Durch dras­tische Personaleinspa­rungen sind heute viel weniger Streifenpolizisten auf der Straße. Von den vorhandenen Beamten werden Überstunden eingefordert, um den normalen Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können. Dieser ständige Druck auf alle im Dienst befindlichen Beamten führt verständlicherweise zu großem Stress und Frust.
"Dennoch wird von der zuständigen Innenministerin alles als wunderbar dargestellt. Sie sollte einmal vom hohen Ross heruntersteigen, sich die Sorgen der Bediensteten und ihrer Vertreter anhö­ren und mit einer neuen Reform die Polizei wieder zu dem machen, was sie einmal war“, so Feistritzer. Er fordert:

  • Die sofortige Rückgabe der 30 gestrichenen Wachebeamten und Wiedereinführung der erfolgreichen Streifenbeamten (Grätzelbeamten), die zu Fuß unterwegs sind.
  • Eine Überwachung des Einbruchstourismus und klare Richtlinien für Straftäter, die nicht Österreicher sind.
  • Rasche Asylverfahren innerhalb von drei Monaten, keine pauschale Kriminalisierung von Asylsuchenden.
  • Die rasche Sanierung des Wachzimmers in der Lainzer Straße, dessen Zustand menschenunwürdig ist.
  • Die Kriminalabteilung muss vom 10. Bezirk nach Hietzing zurückkehren. Bei Einbrüchen dauert es oft drei Stunden, bis ein Kripo-Beamter am Tatort erscheint. Hier herrscht Pesonalnot.
  • Größere Unterstützung der Polizei für den engagierten Verein "PRO NACHBAR".
  • Adresse: Lainzer Straße, 1130 Wien

Hochtechnologie im Spital

Innerhalb von zehn Wochen wurde der Umbau des OP-Saals II der 1. Chirurgischen Abteilung durchgezogen, die Kosten beliefen sich auf fast 1,3 Millionen Euro. Jetzt kann das Krankenhaus Hietzing auf eine High-Tech-Einrichtung stolz sein. In dem neuen Operationssaal können Bilddaten wie Computertomografien und Röntgenbilder auf mehreren Monitoren dargestellt und mittels Touchscreen aufgerufen werden. Ermöglicht werden solche Übertragungen durch die Verknüpfung mit einem EDV-unterstützten Informationssystem. "Die Stadt Wien sorgt dafür, dass Patienten immer genau das Angebot erhalten, das sie brauchen. Mir geht es um die beste medizinische Versorgung für alle Wiener, unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft und Geschlecht“, betonte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely bei der Eröffnung des High-Tech-Saales.

Bezirksbudget 2010: Sozial & ausgewogen

Der größte Budgetbrocken entfällt 2010 auf Schul­sanierungen mit vorgesehenen Kosten von 4.571.400
Euro. Seitens des Bezirkes werden für das Schulsanierungspaket 2.875.000 Euro zur Verfügung gestellt. Und das sind die geplanten Maßnahmen: In der Felbigergasse 97 werden Fassade, Dach und Turnsaal erneuert, die Schule in der Hauptstraße 80 bekommt eine komplette Turnsaalsanierung, in der Märzstraße 178–180 wird das Dach erneuert, WC-Gruppen inkl. Behinderten-WC werden saniert, die Heizanlage wird erneuert und die gesamte Schule neu ausgemalt und in der Spallartgasse 18/Zennerstraße 1 soll die Fassade erneuert werden, Keller, Kanal und Böden werden ­saniert.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt im Bezirksbudget 2010 sind die geplanten Straßenbauvorhaben mit Kos­ten von 4.144.300 Euro. Geplant sind hier folgende Einzelprojekte:

Neues Konzept für Einkaufsstraßen

• Sanierung der Märzstraße von der Reinlgasse bis zur Beckmanngasse
• Sanierung der Ameisgasse zwischen Linzer Straße und Goldschlagstraße
• Instandsetzung der Heinrich-Collin-Straße/Ameisbachzeile.

26.000 Euro wendet der Bezirk für die Weiterführung des Kinder- und Jugendparlaments auf, 34.000 Euro für Information und Öffentlichkeitsarbeit und 20.000 Euro  für das Konzept Einkaufsstraßen Hütteldorfer Straße und Linzer Straße.

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1140 Wien

Hanappi-Ausbau: Bitte warten …

Vor zwei Wochen, am 16. Februar, feierte der Rekordmeister aus Hütteldorf den Erbauer und Namensgeber des Heimstadions. Gerhard Hanappi war nicht nur eine Spielerlegende, sondern im Zivil­beruf auch Architekt. Er wäre heuer 81 Jahre alt geworden.

Rapid wünscht sich 25.000 Plätze

Ein guter Anlass, sich in den Katakomben von "St. Hanappi“ ein bisschen umzuhören. Und da bekam das WIENER ­BEZIRKSBLATT zu hören, dass der Wunsch nach einem Ausbau weiter besteht. Seit der letzten Renovierung vor acht Jahren fasst das Oval 17.500 Sitzplätze. Viele Rapid-Offizielle sind sicher, dass mehr als 20.000 regelmäßig verkauft werden könnten. Daher steht auf dem Wunschzettel:
Neue Sitzbänke und ein ­Zubau der offenen Ecken ­zwischen den Tribünen.
Eine Erhöhung der Kapazität auf bis zu 25.000 Plätze.

Vom Tisch sind mittlerweile zwei Radikalschritte: Zum einen ist ein Neubau des Stadions aus Kostengründen nicht durchzubringen, zum anderen hat Rapid-Präsident Rudolf Edlinger eine Absiedlung definitiv ausgeschlossen. Und man sollte nicht vergessen, dass es zuletzt viele Verbesserungen gab: neue Rasenheizung, Video­über­wachungsanlage, zwei neue VIP-Klubs für 200 Personen, eine 25-m2-Vidi-Wall, Fitness- und Physiotherapieräume. Kein Wunder, dass man ­seitens der Stadt bremst. Offiziell wird vom Sportamt verlautet, dass derzeit keine ­konkreten Arbei­ten geplant seien.

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Sehbehinderte sollen fit für den Job werden

Das neue Schulungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen (SEBUS) hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen soziale Härtefälle anzukämpfen. Sprich: Auf 170 Quadratmetern stehen im Haus des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (ÖBSV) drei Seminarräume mit 23 Arbeitsplätzen zur Verfügung, um Behinderte fit für den Job zu machen.
Wobei die SEBUS-Arbeitsplätze mit Großschrift-Software und Sprachausgabe ausgestattet sind, zwölf davon zusätzlich als Blindenarbeitsplätze mit Braillezeilen. Fünf Mitarbeiter stehen bereit, zwei davon sind selbst sehbehindert.

Bester Weg gegen Arbeitslosigkeit

"SEBUS ebnet blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen den Weg zu einem qualifizierten Arbeitsplatz“, betont Behindertenanwalt und Ex-Sozialminister Erwin Buchinger. "War früher das Handwerk eines Bürsten­machers oder der Job eines Telefonisten oft die einzige berufliche Perspektive, so können blinde Menschen heute als Kundenberater oder Lohnverrechner arbeiten.“
In dieselbe Kerbe stößt Dieter Chmiel vom Bundessozial­amt: "Bildung ist der sicherste Weg zum qualifizierten Arbeitsplatz. Daher ist es wichtig, dass Menschen mit Sehbehinderungen einen barrierefreien Zugang zur Bildung haben.“

Gemeindebau erhält Namen der couragierten Käthe Jonas

Die Bewohner und Mietervertreter des Gemeindebaus sind mit den SPÖ-Bezirksvertretern einer Meinung: Käthe Jonas hat es wie keine Zweite verdient, dass der Gebäude­komplex in der Waidhausenstraße 28 zum 45-jährigen Bestehen ihren Namen erhält.
Doch wer war Käthe Jonas? Sie kam am 16. 11. 1904 auf die Welt, damals war Österreich noch eine Monarchie. Bis zu ihrem Tod am 12. 2. 1999 blieb sie Penzing treu und zog als eine der ersten Mieterinnen 1965 in den Gemeindebau ein. Politisch wurde Käthe Jonas in den Wirren des 2. Weltkrieges aktiv. Sie wurde 1940 zur Betriebsrätin der Wiener Radiowerke (WIRAG) in der Abbegasse 1 gewählt und war den Nazis ein Dorn im Auge: Am 20. 3. 1943 wurde sie von der Gestapo am Arbeitsplatz verhaftet und zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Haftstrafe verbüßte die "rote Käthe“ im Landesgericht Wien.
In Penzing war Jonas von 1946 bis 1954 Bezirksrätin (Fürsorgerätin) und vertrat von 1954 bis 1969 den Bezirk im Wiener Gemeinderat und Landtag.

  • Adresse: Waidhausenstraße 28, 1140 Wien