90 und kein bisschen leise

Als Künstler prägte Arik Brauer mehrere Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts, von Austropop bis Phantastischen Realismus. Mit 89 gab er ein Tondokument neu heraus. Auf klassischem Vinyl.

Jedes Mal, wenn Arik Brauer eine seiner einzigartigen musikalischen Produktionen vorbereitet, dann ist das an und für sich schon ein Garant für eine gelungene sowie durchdachte Konzeption. Wenn es dann gar sein letztes Werk werden könnte, wird die Sache in ­vielerlei Hinsicht noch um ­einiges spannender. Er hat uns in sein privates Museum in Währing eingeladen und uns einen intimen Einblick in seine Welt gewährt. Vom Vinyl kommt Österreichs großer Maler und Musiker schnell auf die „Schrecken der Perfektion“ und erklärt, warum er der EU alles Gute wünscht.

Malerei jeden Tag

Das Malen auf der Staffelei wird Arik Brauer niemals loslassen, und Brauer will auch keinen der anderen Stile in der Malerei neu erfinden oder radikal umkrempeln. Das zu machen, was er kann und immer wollte, ist für Brauer das größte Geschenk: „Ich stehe in der Früh auf und male. Jeden Tag. Ich kann sagen, ich lebe malend.“

Zeitzeuge

Als echter Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts, das er oftmals auch als Motiv für seine, dem „Phantastischen Realismus“ zugeschriebenen Werke ­verwendet, wohnt ihm eine absolut positive Euphorie des europäischen Staatenbundes inne, welche jedoch von einem Hauch der ehrlichen Ratlosigkeit ob der Entwicklung der gesamten Menschheit ­umspannt wird.

„Wenn wir von der Politik sprechen, dann sehe ich aus meinem Leben heraus die EU als einen Jahrtausend-Fortschritt an. Ein freiwilliger ­Zusammenschluss zwischen Staaten, der nicht einem Krieg diente, das gab es noch nie! Ich bin auch zuversichtlich, dass die Menschen diese lange Friedenszeit wieder erkennen werden und sich auch Europa wieder konsolidieren wird. Wie man hingegen mit der Umweltzerstörung umgehen will, dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht aus. Alle Probleme gehen doch irgendwie von dieser Explosion der Bevölkerung aus. Seit ich lebe, in diesen lächerlichen Jahrzehnten, hat sich die Menschheit verdreifacht. Und jetzt soll sie sich wieder verdreifachen? Das kann leider nicht gut gehen“, so Arik Brauer.

Einen spannenden TV-Beitrag zu Arik Brauer gibt es auf W24 zu sehen. 

Wir verlosen zehn exklusive Exemplare von „Von Haus zu Haus“!
(10 x 2 Vinyl-Platten Sonderedition)

© Arik Brauer



Benedikt Hesoun zu Besuch bei Arik Brauer in dessen Privatmuseum in Wien Währing.

Arik Brauer bereitet eine neue Schallplatte vor, vom Vinyl kommt der 90-Jährige schnell auf die Schrecken der Perfektion. Im  Interview erklärt Österreichs großer Maler und Musiker aber auch, warum er der EU alles Gute wünscht.

© Stefan Joham


Im Frühjahr 2018 wurde die Vinyl-Edition der Musikproduktion „Von Haus zu Haus“ veröffentlicht.

Es wird  nur noch dieses eine Werk veröffentlicht. Die Musik selbst interessiert mich aber in immer höherem Maße, ich höre viel Klassik und guten Jazz , Stücke aus meiner Jugend (Arik Brauer ist Jahrgang 1929, Anm. d. Red.) z.B. Mahalia Jackson!

Das einzige, wozu ich mein ganzes Leben lang keine Verbindung aufbauen konnte, ist Musik aus elektronischen Geräten. Perfektion ist ja etwas Unmenschliches. Auch die Natur ist nicht perfekt, sie braucht dieses leichte Variieren, um Neues hervorzubringen. Das sieht man ja auch in der Architektur früherer Zeiten; ein völlig gerader Turm im mathematischen Sinne war lange gar nicht möglich. Und er hat auch etwas Langweiliges.

Die Übergabe kreativer Techniken an den Computer führt zwangsläufig dazu, dass sich der Mensch nicht mehr darinnen wiederfindet. Es geht ja um eine Kombination. Das, was uns am menschlichsten macht, sollten wir anstreben und das ist nun einmal die Kunst. In jedem Gegenstand vom einfachen Esslöffel bis zum Wolkenkratzer müsste immer noch etwas Menschliches enthalten sein. Die Automaten helfen ja nicht nur, sie führen und auch ständig unser Unvermögen vor. Je perfekter das ist, desto ohnmächtiger sind wir.

Hat damit auch die aktuelle Begeisterung für Vinyl, immerhin kommerziell eines der wenigen Wachstumsfelder der Musikbranche, zu tun?

Zunächst denkt man, dass ist nur so eine Modeerscheinung. Aber auch bei diesen Moden steckt oft ein echtes Bedürfnis dahinter. Vielleicht geht es da ebenfalls einfach um die eigene Tätigkeit, darum aktiv zu werden. „Ich leg mir Musik auf“, klingt nicht nur anders als „ich schalte ein“, es hat auch eine andere Qualität, als einen Knopf zu drücken. Ich glaube aber nicht, dass man die Geschichte oder auch die Kunstgeschichte zurückkurbeln kann. Es hat sich aber mittlerweile doch einiges als falsch herausgestellt. Die Euphorie für den Fortschritt wie wir sie in den 1950er und 1960er Jahren noch hatten, wurde deutlich eingebremst.

Und die Kunst wäre das Heilmittel gegen diese Angst in den Städten?

Die Kunst wurde ja systematisch abmontiert im letzten Jahrhundert. Seit der Erfindung der Fotografie ergab sich eine neue Fragestellung an die Malerei und die wurde unterschiedlich beantwortet von der bildenden Kunst. Was die Malerei betrifft, ist sie für viele Fachleute eine Kunst der Vergangenheit und von gestern. Ich halte das für vollkommen falsch. Für mich stellt sie eine Entfaltung des Menschen dar, die sich mit dem Erlernen einer Sprache vergleichen lässt: Es geht um die Ausdrucksmöglichkeiten und das Erfinden von Neuem. Einen Baum mit allen Blättern, die er hat, zu malen, kann der Mensch nicht, das schafft nur der Fotoapparat. Aber das soll der Mensch auch gar nicht können, er braucht nur im Stande sein, den Ausdruck des Baums, die Stimmung, zu erfassen.

Dazu kommt, dass auch die physische Bearbeitung von Material einen Urtrieb darstellt, der zurückgeht bis zum steinzeitlichen „Nestbau“. Die Arbeit mit den modernen Materialien – auch wenn es da kreative Leistungen gibt – beantworten dieses Bedürfnis nicht. Wenn sie nur einen Knopf drücken und etwas ist nicht mehr grün, sondern in Sekunden rot, dann geht das nicht nur zu schnell. Es fehlt auch was. 

Im Frühjahr 2018  kam als Tondokument  Ihr „Von Haus zu Haus“ als Vinyl-Edition heraus. Wie steht es mit der Malerei?

Ich stehe in der Früh auf und male. Jeden Tag. Ich kann sagen, ich lebe malend.

Hat sich dabei etwas geändert an Technik oder Farben?

In meinen Augen schon, wobei ich nicht weiß, ob das auch Betrachtern auffallen würde. Ich gehöre aber zu den Malern, die ihr Leben lang das Gleiche gemacht haben. Im Gegensatz zu denen, deren berühmtestes Beispiel wohl Picasso darstellt, die sich immer neu erfinden. Das allein kann aber auch kein Qualitätsmerkmal sein. Auch Breughel hat stets das Selbe gemacht, Mozart auch.

Was fasziniert einen nach Jahrzehnten an der Staffelei noch?

Man vertieft die Sache, die man hat und an die man glaubt. Wenn man das kann. Deshalb hält man daran fest.

Freut Sie als Dialekt-Pionier („Sie hab‘n a Haus baut“) die Rückkehr wienerischer Texte in die Popmusik?

Die letzten Jahrzehnte wurde viel auf Englisch gesungen, weil die jungen Leute das auch weitaus besser können als in meiner Generation. Mir waren die Texte ja oft peinlich, weil man gemerkt hat, das ist jetzt kein „native English“. Vor allem aber soll man die Sprache ja nicht nur als Verständigungsmittel betrachten, sondern auch in ihr denken und träumen. Es wäre also eine Sünde, ein musikalisch vorgetragenes Gedicht, was für mich ein Lied immer war, in einer Fremdsprache zu machen. Dazu kommt, dass der Dialekt eine starke Potenz hat. Nicht nur das Wienerische, sondern jeder Dialekt.

Aber zu viel Zucker im Tee ist auch ungesund… Als ich die Chansons in Paris geschrieben habe, das war noch in den 1960er Jahren, bin ich draufgekommen, dass der Wiener Dialekt mit der deutschen Sprache das Gleiche macht wie die französische Sprache zuvor mit dem Latein: Sie lässt Buchstaben weg um des besseren Sprachflusses wegen. „I hob an Huat“ klingt viel besser als „Ich/habe/einen/Hut“.

Bei all der Nostalgie heute: Wäre da eine Zusammenarbeit mit einer der aktuellen Bands nicht reizvoll?

Mich haben schon ein paar Gruppen angesprochen, die Chansons von mir vortragen, und das mal besser, mal weniger gut tun. Aber ich finde immer, dass die Jungen lieber was Eigenes erfinden sollen, als bei etwas zu „hitchhiken“, was ein anderer gemacht hat. Das gilt vor allem bei den Texten. Wobei leider manche von mir immer noch Aktualität besitzen

Wenn Sie sich doch noch hinsetzen würden, um ein Lied zu schreiben, was wäre so ein Thema?

Vermutlich die Thematik, die momentan ganz Europa in seinen Grundfesten erschüttert, und an der man gar nicht vorbeischreiben kann.

Wie zuversichtlich blicken Sie in die Zukunft bei solchen Herausforderungen?

Wenn wir von der Politik sprechen, dann sehe ich aus meinem Leben heraus die EU als einen Jahrtausend-Fortschritt an. Ein freiwilliger Zusammenschluss zwischen Staaten, der nicht einem Krieg diente, das gab es noch nie. Ich bin auch zuversichtlich, dass die Menschen diese lange Friedenszeit wieder erkennen werden und sich auch Europa wieder konsolidieren wird. Wie man hingegen mit der Umwelt-Zerstörung umgehen will, dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht aus. Alle Probleme gehen doch irgendwie von dieser Explosion der Bevölkerung aus. Seit ich lebe, in diesen lächerlichen Jahrzehnten, hat sich die Menschheit verdreifacht. Und jetzt soll sie sich wieder verdreifachen? Das kann nicht gut gehen!

Einblicke in die Wiener Künstlerwelt

Von 2014 bis Ende 2017 hat der Künstler Salvatore Viviano (am Bild links mit Michael Edinger vom Magazin am Getreidemarkt 11, dem ehemaligen Standort) ein radikales Konzept umgesetzt. Direkt ums Eck vom Galerienviertel hat der Sizilianer, den es über Paris vor zehn Jahren nach Wien verschlagen hat, die One Work Gallery (OWG) geschaffen. Auf zehn Quadratmetern wurde jeweils nur ein Werk ausgestellt. Junge Künstler aus Wien waren ebenso zu sehen wie Bilder internationaler Superstars. Das „Büro“ hinter der Galerie bestand aus einem Doppelbett. Über die Zeit hat Viviano Tagebuch geführt, die amüsanten Erinnerungen sind  jetzt als OWG Diary (Harpune Verlag) erschienen.

Wir verlosen drei Exemplare des Buches!

© Harpune Verlag


Nachbar der Woche

Name | Salvatore Viviano

Beruf | Künstler

Alter | 38, mehr oder weniger

Was ich an meinem Bezirk mag | Die Galerie war direkt an der Grenze von 1. und 6. Bezirk. Ich liebe es mich im Labyrinth der Gassen im 1. Bezirk zu verlaufen. Am 6. Bezirk schätze ich die Kunstszene, die Kaffeehäuser und die wunderbar interessanten „hässlichen“ Geschäfte.

Was ich an meinem Bezirk nicht mag | Die manchmal zu konservative Stimmung im 1. Bezirk. Manche Menschen das Geld und eine konservative Einstellung Eleganz bedeuten. Das ist falsch. Eleganz bedeutet Dekadenz und eine offene Einstellung gepaart mit dem richtigen Verhalten am richtigen Ort. Am 6. Bezirk: Zu viel „Hippie Style“.

Was mir wichtig ist | Respekt, Stil, kulturelle Vielfalt und Ehrlichkeit. Dann gutes Essen und Trinken.

Worauf ich stolz bin | Auf mich selbst.

Lebensmotto | „Seitdem ich ein kleines Mädchen bin hatte ich immer das gleiche Ziel: Die Welt zu beherrschen“  – Madonna

Von ganz galanten Mannsbildern

Insgesamt elf heimische Promis offenbarten vor der Linse von Fotograf Andreas Hochgerner ihre ganz eigene Interpretation des Gentleman. Entstanden ist eine beeindruckende Serie von kraftvollen Schwarz-Weiß-Bildern, die nun in der Lounge des Wiener Fitness-Tempels John Harris offiziell aus der Taufe gehoben wurden (zu sehen bis Ende Jänner 2019).

Die Damenwelt zeigte sich entzückt angesichts der geballten Ladung an Kavalieren im eleganten Society-Fitnessclub in der Wiener City. Dabei stand nicht das Training im Mittelpunkt, denn die Herren standen Modell für Andreas Hochgerners Foto-Serie „Gentleman“. Darunter nicht nur so augenscheinliche Ehrenmänner wie Daniel und Papa Harald Serafin oder Entertainer Alfons Haider, sondern auch etwas rauere Exemplare, wie Ur-Wiener mit Meidlinger Charme Roman Gregory, ein messerscharfer Sternekoch Juan Amador oder Thaibox-Ikone Fadi Merza. Nebst Starwinzer Leo Hillinger, Musical-Publikumsliebling Uwe Kröger, Ballett-Legende Kirill Kourlaev, Musicaldarsteller Drew Sarich und Bandleader Josef „Pepi“ Schütz ließen sie sich von Hochgerner in außergewöhnlichen Posen und Settings portraitieren.

Mit seiner aktuellen Portrait-Serie möchte Andreas Hochgerner aufzeigen, dass es auch in der heutigen Zeit noch genügend Gentlemen gibt: „Nicht sein Aussehen, sondern vor allem seine Einstellung und sein Handeln anderen und auch sich selbst gegenüber, machen für mich aus einem Mann einen Gentleman“, so der Fotograf, dessen besondere Leidenschaft der Natürlichkeit des Augenblicks, dem Einfangen des Moments sowie dem Zusammenspiel von Licht, Schatten und der individuellen Facetten der Persönlichkeiten gilt.

 

Erfolgreiches erstes Benefizkonzert der Kristin Lewis Foundation

Am Freitag, den 21. September fand in der Minoritenkirche das erste Benefizkonzert von Kristin Lewis International zu Gunsten der Ausbildung und Förderung junger Künstler statt. Kristin Lewis, internationaler Opernstar mit Wohnsitz in Wien, brillierte mit Verdi Arien aus Il Trovatore, Un Ballo in Maschera und La Forza del Destino begleitet von der jungen Philharmonie Wien unter dem Dirigat von Michael Lessky.

Zu ihren musikalischen Gästen zählten das junge österreichische Geigentalent Julian Walder (mit Massenets „Meditation from Thais“), die Pianistin Donka Angatschewa sowie die Cellistin Teodora Miteva und Klarinettist Szymon Laskiewicz. Durch das Programm führte Heilwig Pfanzelter.

Im prominent besetzten Publikum sah man Musicalstar Maya Hakvoort, Beat4Feet Produzentenduo Werner Stranka und Martin Gellner, Animal Care Austria Gründerin und Gesangscoach Carol Byers  und Maurizio Giambra, der die glamourösen Abendroben der Sängerinnen zu Verfügung stellte. Im Anschluss lud das Hotel Le Meridien zu einem Cocktailempfang.

© Wolfgang Pairitsch

Schule gewinnt bei „Gemeinsam.Sicher“

Die Schüler der Kooperativen Mittelschule Anton-Sattler-Gasse haben – so wie im vorigen Jahr – den Bewerb „Gemeinsam.Sicher mit deiner Schule“ gewonnen. Mehr als 60 Schüler haben zusammen mit ihren Lehrern ein Foto-Comic-Heft zu Themen wie „Falsche Freunde“, „Erste Liebe“, „Gewalt in der Schule“, „Mobbing“ und „Zivilcourage“ ­gestaltet.

Mobbing

Noch in diesem Jahr werden die Schüler zudem mit Unterstützung von Lehrern und professionellen Theaterleuten ein eigenes ­Theaterstück zum Thema „Mobbing“ erarbeiten.
 2017 hatten die Schüler der Anton-Sattler-Gasse ein Video zu den Themen „Zivilcourage“, „Aufmerksamkeit in der Schule“ und „Sicherheit im Straßenverkehr“ ­gedreht.

Gasse nach Rosa Tree benannt

Am 8. Mai wurde die Quergasse zwischen Breitenfurter Straße und Fröhlichgasse offiziell in Rosa-Tree-Gasse umbenannt. Die Gasse im 23. Bezirk ist Rosa Tree gewidmet, einer im Jahr 1861 geborenen Liesingerin, die im Alter von 45 Jahren einen Kohlenhandel eröffnete und diesen durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg führte. Seit 111 Jahren bietet die Familie Tree weit über die Bezirksgrenzen hinaus Dienstleistungen an. Die Rosa-Tree-Gasse erinnert an eine Frau, die zeit ihres Lebens eine erfolgreiche Unternehmerin in Liesing war.

Niemals vergessen

Tafel für Opfer: Am 15. Mai wurde im Zuge der Eröffnung des Liesinger Schlossparks eine Gedenktafel enthüllt, die an die Opfer der 
NS-Euthanasie erinnert. Sie trägt die Namen von 140 psychisch kranken oder behinderten Menschen mit Bezug zum heutigen 23. Bezirk, 
die zwischen 1940 und 1941 ­ermordet wurden. Viele dieser ­psychisch kranken bzw. ­behinderten Menschen lebten zuvor im Versorgungshaus, einer Pflegeanstalt im Liesinger Schloss, und in anderen sozialen Einrichtungen. Die Tafel erinnert auch an Personen, die in Liesing wohnten und in anderen Tötungsanstalten ermordet wurden.

Floridsdorf: SCN sammelt für krebskranke Kinder

Spendenbox bei Gratis-Aktionen: Seit mittlerweile sieben Jahren unterstützt das Shopping Center Nord mit unterschiedlichen Aktionen die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe. So lädt das SCN etwa Kinder zu Ballonfahrten ein. Diese sind kostenlos, allerdings kann hier für die Kinder-Krebs-Hilfe gespendet werden.

8.700 Euro

Zu Weihnachten wiederum bietet das Shopping ­Center Nord einen Gratis-Einpack­service an, auch hier steht eine Spendenbox, deren Inhalt krebskranken Kindern zugutekommt. 
In Summe hat das SCN auf diese Weise seit 2012 bereits mehr als 8.700 Euro gesammelt und für die Projekte der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe gespendet. Für die jüngste Spendenübergabe im April dieses Jahres kamen wieder 1.000 Euro für den guten Zweck zusammen.

Wiens beliebtester „Hausmasta“

Er wohnt und arbeitet im Zwanzigsten und ist auch dort aufgewachsen: Manfred Kopp ist Hausbesorger im Gemeindebau in der Pappenheimgasse 10–16. „Mit der Familie aus dem ­berühmten Gasthaus bin ich leider nicht verwandt“, scherzt er. Kürzlich wurde der begeisterte Brigittenauer, der mit seinen 49 Jahren bereits Großvater ist, zum belieb­testen Hausbesorger Wiens gewählt. 
„Unsere ,Wiener Hausmasta‘ sind viel mehr als tüchtige Menschen, die Stiegen putzen, Rasen mähen, Schnee schaufeln oder Glühbirnen austauschen“, betonte der Vorsitzende des gemeinderätlichen Wohnbauausschusses, Kurt Stürzenbecher, anlässlich der Preisverleihung. 
„Sie sind das Gesicht von Wiener Wohnen und sehr oft die ersten Ansprechpersonen, wenn wo der Schuh drückt.“

Landessieger der Berufsschulen

Junge KFZ-Experten: Unter dem Motto „Challenge 2018“ fanden kürzlich in der Siegfried Marcus Berufsschule die Landesmeisterschaften in den Dis­ziplinen Karosseriebau- und Kraftfahrzeugtechnik statt. Dabei stellten sich 37 Lehrlinge unter Zeitdruck einer Fachjury. 
Den ersten Bewerb entschied Emre Yüksel für sich, gefolgt von Michael Wagner und Julian Bellak. In der Kraftfahrzeugtechnik hieß der Sieger Mihael Pejic, Daniel Zauner und René Sulzer belegten die Plätze zwei und drei. Bei den Kraftfahrzeugtechnikerinnen gewann Julia Lorenz. Auf den Plätzen zwei und drei folgten ­Katharina Ackerl und Stefanie Albrecht.
Die drei Erstplatzierten ­konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen, gestiftet von der Wirtschaftskammer und branchennahen ­Unternehmen.

ÖBB zeichnen Mitarbeiter aus

Stimmen Sie jetzt für den ÖBB Service-Mitarbeiter des Jahres ab! Die ÖBB ehren Mitarbeiter, die durch ihr Engagement, ihren Teamgeist und ihren Einsatz hervorstechen. Unter www.oebb-award.at können Sie jetzt abstimmen!


Die Berufswelt bei den ÖBB ist vielfältig. Mit mehr als 100 Berufsfeldern bietet der Konzern eine enorme Bandbreite an Jobmöglichkeiten, die von klassischen eisenbahn-spezifischen Berufen über zahlreiche wirtschaftliche Jobs bis hin zu den Bereichen IT, Immobilien und Innovationsmanagement reicht. Durch den täglichen Kundenkontakt sind vor allem die Zugbegleiter und Buslenker ein Aushängeschild des Unternehmens. Jetzt sind Sie gefragt, für den Service-Mitarbeiter des Jahres abzustimmen.

Wolfgang Duhs ist als Buslenker für den sicheren und pünktlichen Transport der Fahrgäste verantwortlich. Routiniert und auf dem neuesten technischen Stand sorgt er auch für die Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge.

Zugbegleiter Klaus Rauter ist erster Ansprechpartner für die Fahrgäste. Hilfsbereit gibt er Auskunft über Fahrpläne und Preise. Für die Fahrkartenkontrolle ist er genau so verantwortlich wie für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Fahrgäste.

Das Voting und mehr Informationen zu den beiden Finalisten finden Sie auf www.oebb-award.at. Eine Abstimmung ist bis 20. Juni 2018 möglich.

Polizisten als Retter

Kürzlich wurde die Polizei in ein Haus in der Lang­enzersdorfer Straße (21.) gerufen: Ein 71-jähriger Mann war zusammengebrochen. Die Polizisten leiteten mit den ­ebenfalls verständigten Feuer­wehrleuten Rettungsmaßnahmen ein. 
Der Mann konnte reanimiert werden, wurde per Hubschrauber ins Spital gebracht und befand sich einige Tage danach auf dem Weg der Besserung.

Die Gewinner der 133er-Awards

Sechs Exekutivbeamte wurden auf der Polizeigala für besondere Leistungen ausgezeichnet. Wie sehen die Preisträger ihre Arbeit? Jeder Tag ist anders, wir sind für die Menschen da.

Es war auch für die Veranstalter ein Jubiläum: Zum zehnten Mal wurde am 13. 3. der 133er-Award im Rathaus ausgerichtet. Und auch diesmal war eine riesige Zahl an Exekutivbeamten ­gekommen, um mitzuerleben, wie sechs aus ihrer Mitte geehrt wurden.

Zwei Simmeringer

Die – heuer ausschließlich männlichen – Preisträger waren: Michael ­Felsberger vom Landeskriminalamt. Er wurde für „besondere Verdienste im Bereich Menschenrechte, Opferschutz und Prävention“ geehrt. Sein Kollege Manfred Mahrhauser, der ebenfalls dem Landeskriminalamt ­angehört, erhielt den Award für „besondere kriminalpolizeiliche Leistungen“. Anton Schmidl von der Landesverkehrsabteilung wurde für „besondere Verdienste im Bereich der Verkehrssicherheit“ ausgezeichnet. Admir Salihovic vom Kommissariat Favoriten war früher im Verkauf tätig und bekam den Preis „Newcomer des Jahres“. Mario Magler aus dem Kommissariat Simmering wurde zum „Polizisten des Jahres“ gewählt und Hubert Grameth, ebenfalls im Kommissariat Simmering tätig, ­erhielt den „Award für das Lebenswerk“. So unterschiedlich die Tätigkeiten sind, so einhellig fielen die Antworten der Geehrten auf das Besondere an ihrer Arbeit aus.

Sichere Stadt

„Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich, jeder Einsatz ist anders“ und „Wir sind für die Bevölkerung da“. Landtagspräsident Harry ­Kopietz lobte die Arbeit der ­Polizei: „Sie sorgt dafür, dass Wien die sicherste Stadt der Welt ist.“ Und der Chef des WIENER BEZIRKSBLATTs, Thomas Strachota, bekannte: „Wenn man in die freudigen Gesichter der Polizisten blickt, freut man sich bereits auf den nächsten 133er-Award.“

© Stefan Joham/ Stefan Diesner

 

Großeltern gehen online

Wir leben in einer Welt, in der Kommunikation in der jüngeren Generation fast nur noch digital stattfindet. Diesen Umstand hat das österreichisch-norwegische Gründer-Duo von „World of Kama“ erkannt und ein Foto-Audio-Video-Chatbook für die Großeltern-Generation entwickelt. Dieses dient dazu der zunehmenden Vereinsamung von wachsenden Teilen der Bevölkerung entgegenzuwirken und auch die älteren Mitglieder ins (digitale) Familiengeschehen zu integrieren.

Einfache Handhabung

Das Software/Hardware-Produkt wurde altersgerecht entworfen, ist sehr einfach zu bedienen, leicht zu verstehen und selbsterklärend. Es sollte sich den Bedürfnissen der älteren Menschen anpassen, Fotos und Videos übermitteln und diese Erinnerungen so archivieren, damit Oma sie leicht wiederfindet.

Hier können Sie das Projekt unterstützen und sich informieren!

© Irene Sandved Lunde


Konversations-Hilfe

Und weil die Forschung der beiden Gründerinnen ergab, dass sich Gespräche mit älteren Familienmitgliedern oft auf Fragen nach der Gesundheit, dem Wetter und Essen reduzieren, kollaborierte das Kama-Team mit Gamification Experten, mit denen Interview-Fragen für die unterschiedlichen Generationen entwickelt wurden. Die App lernt dabei die Gesprächsvorlieben jeder Familie und dokumentiert Familiengeschichten und erinnerungswürdige Momente für die gesamte Familie.

Mehr Infos finden Sie unter www.mykamabook.com

© Inventas

Ein Schritt Richtung Wertschätzung

Am 24. Jänner 2018 wurde erstmalig der Tag der Elementarbildung in Österreich mit unterschiedlichen Aktionen begangen. Auch einige Kinderfreunde-Kindergärten beteiligten sich. Die Bemühungen des Kindergartens Julius Tandler Platz schlug auch medial Wellen.

Zunächst wurden Eltern, Pädagogen und Assistenten sowie die Kinder befragt, was aus ihrer Sicht die Bildungsarbeit im Kindergarten ausmacht. Die Antworten wurden auf drei Transparenten am 24.1. im Franz Josefs Bahnhof ausgestellt. Außerdem interviewten neun der „großen“ Kinder Passanten im Bahnhof.

Sehr unterschiedliche Vorstellungen kamen dabei zutage: Die Befragten nannten als Zweck des Kindergartens als Bildungseinrichtung beispielsweise die Vorbereitung für die Schule, die Entlastung der Eltern, das Erlernen von Sozialkompetenzen und Regeln sowie das Schließen von Freundschaften. Mit der Aktion sollte auf die Arbeit von Pädagogen und Assistenten aufmerksam gemacht werden, denn diese verdienen eindeutig Anerkennung für ihre erzieherischen Leistungen.

© Wr. Kinderfreunde/ Lukas Horak