Posts die im Bereich DEINE BEZIRK erscheinen sollen

Brigittenau: Transzendenz und Rapid als Religion

Für den November hat sich der Aktionsradius dem Religiösen verschrieben. Und das in ganz verschiedenen Facetten.
Den Auftakt macht am 11. November um 19.30 Uhr die ORF-Redakteurin Renata Schmidtkunz mit ihrem Buch „Himmlisch frei – warum wir wieder mehr Transzendenz brauchen“. Die Autorin möchte darin zwei auf den ersten Blick fremde Felder zusammenbringen: Die Mystik und die Politik. Am 15. November wird es leidenschaft­lich und körperbetont: „Rapid als Religion“ heißt das Thema der Stadtflanerie, die um 15 Uhr am Gaußplatz 11 startet und ins Herzstück des Rekordmeisters führt – ins Hütteldorfer Stadion und ins „Rapideum“, wo die Gläubigen vom offiziellen Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar in Empfang genommen werden.

Liesing: Art & Craft im Herbst

Die Art & Craft Grätzelherbst-Woche erwies sich als Besuchermagnet: In der Tischlerei Holzträume wurde eröffnet. Danach gab es zahlreiche Veranstaltungen in der ehema­ligen Sargerzeugung F23, 
in der früheren Luner/Parttart-Fabrik in der Endresstraße und in 
der Wotrubakirche. Der ­Wiener Werkstattpreis 
für ­Literatur ging am Ende an Christian Wolf.

 

Kirtag am Eis

Dirndln und Lederhosen am Eis? Ja! Der Verein „Rundtanzen am Eis – Eistanzen am Wiener Eislauf-Verein“ lässt eine alte Tradition auf unserem Platz von 11 bis 13.30 Uhr wieder aufleben, und die WEV Kantine bietet an diesem Sonntag natürlich auch Kirtagsspezialitäten an!

Nehmt auch Eure nichttanzenden Freunde mit.
Heuer macht auch der ORF Aufnahmen im Rahmen einer Doku-Reportage über den Wiener Eislaufverein.

Der Wiener Eislauf-Verein wünscht viel Vergnügen!

Wiener Eislauf-Verein
Lothringerstraße 22, 1030 Wien
www.facebook.com/WienerEislaufverein
www.eistanz-wien.at
www.instagram.com/WienerEislaufverein

Floridsdorf: „Eh gesünder für die Leute“

Das Schleifstüberl, 
in der Nähe des Schlingermarkts gelegen, hat eine übersichtliches Speisenangebot. Hierher kommen die Gäste auf ein billiges Mittagsmenü, viele jedoch auf ein Bier und ein paar Tschick. 
Herr Karli, Pensionist, bringt es auf ein bis zwei Packerln Winston pro Tag. Das Rauchverbot schreckt ihn nicht. „Is’ eh gesünder für die Leute.“ Rauchen werde man eben vor dem Gasthausbesuch und danach. Und außerdem: „Das geht doch überall in Europa – warum nicht auch bei uns.“ Herr Karli wäre „schon beim ersten Mal“ für ein Rauchverbot gewesen, „nur wegen dem Strache …“
Alfred sorgt sich um seine Gesundheit: „Wenn ich im Winter zum Rauchen raus­gehen muss, hol ich mir eine Lungenentzündung.“ Für diesen Fall weiß Alfred schon, was er tun wird: Die verantwortlichen Politiker verklagen. Ins Schleifbeisl wird er trotzdem weiterhin gehen, foto­grafieren lässt er sich nicht. Wirt Walter Mühl schätzt 
den Anteil der rauchenden Stammgäste auf 75 Prozent, viele säßen aber – wohl wegen der besseren Luft – oft im „Nichtraucher“. Die geschäftliche Zukunft macht ihm noch keine großen Sorgen: „Ich bin nicht sicher, 
ob es Einbußen geben wird.“

 

 

Leopoldstadt: Flucht aus Europa

Anlässlich des Novemberpogroms in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 – von den Nazis verharmlosend „Reichskristallnacht“ genannt – veranstaltet das Bezirksmuseum zwei Lesungen mit Herbert Lackner. Am 6. November liest der Journalist aus seinem Buch „Als die Nacht sich senkte – Europas ­Dichter und Denker am Vorabend von Faschismus und NS-Barbarei“. 
Am 11. November heißt das Thema „Die Flucht der Dichter und Denker – Wie Europas Künstler und Wissenschaftler den Nazis entkamen“. Beide Lesungen beginnen um 18.30 Uhr 
im Bezirksmuseum in der Karmelitergasse 9.

 

 

Döbling: Krimi für Schüler im Keller

Hochspannung im legendären Kattus-­Keller (19., Billrothstraße 51)! Theatermacher Reinhard Mut lädt zu zwei finalen Aufführungen seines Bühnen-Krimis „Ein Inspektor kommt“ von John B. Priestley (Regie: Jacinta Zimmermann), und zwar am Samstag, 23. 11., um 18 Uhr und am Sonntag, 24. 11., um 16 Uhr (Dernière). Ab April möchte er dieses Stück für Schüler erlebbar machen, Infos für interessierte Pädagogen: reinhard.mut@aon.at –Kartenreservierungen unter Tel.: 0664/121 81 67, www.unsertheater.at

 

Liesing: Tolle Postfiliale

Erfreut schrieben 
Leser dem WIENER BEZIRKSBLATT vom netten Service der Postfiliale in Alterlaa. Das Team rund um Filialleiter Thomas Girardi packt für 
die Kunden beherzt an. Neben einer Abholstation, einer Selbstbedienungszone von 0 bis 24 Uhr, Frankier­automaten, Post-Versand­boxen und Kopier-Service gibt es einen eigenen Bereich für Geschenke rund um die Philatelie. Eigene A1-Experten beraten die Kunden zu aktuellen Angeboten, Produkten und Zubehör. Dazu gibt es ein breites Sortiment an ­Papier- und Schreibwaren, CDs, Blu-Ray-Discs, DVDs und eine Menge Geschenk­artikel. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, und Samstag, 9 bis 12 Uhr.

 

Schutzhaus am Schafberg

Die bodenständige Wiener Küche passt sich den Jahreszeiten an. So finden sich auf der Speisekarte immer wieder neue, saisonale Schmankerln.

Genießen Sie das urige Ambiente bei knisternden Kaminen im Schutzhaus am Schafberg. Das junges, engagierte Team freut sich auf Ihr Kommen!

Sie suchen noch nach einer passenden Location für Ihre private Feier? Warum nicht dann im Festsaal des Schutzhauses! Egal ob Hochzeiten, Weihnachtsfeiern, Sponsion/Promotion, Taufen, Versammlungen, Trauerfeiern, etc.

Dank der variablen Raumgrößen werden Ihrem Fest immer der richtige Rahmen geboten: ein Tisch für 2, die Tafel für 20 oder die Party für 170 Personen. Planen Sie ihre Veranstaltung gemeinsam mit dem Team und rufen Sie an unter 01-479 22 79 oder schicken Sie eine E-mail: reservierung@schutzhaus-schafberg.at

 

Brigittenau: IV-Award für die Kleinsten

Der IV-Teacher’s Award – ein Preis der Industrie für herausragende Leistungen von Pädagogen in Kinder­gärten und Schulen – ging diesmal an den Kinderfreunde-Kindergarten am Handelskai 102 in der Brigittenau. Dieser wurde für die gelungene Umsetzung des Kinderfreunde-Projekts MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Kids ausgezeichnet.
Kindergarten-Leiterin Regine Jelenz: „Wer nicht weiß, was Hauptplatine und CPU sind, frage bitte eines der MINT-Kids.“

Weltmeisterschaften im Trampolinspringen

An den Ende November in Tokio ausgetragenen Weltmeisterschaften im Trampolinspringen nehmen drei Athleten des WAT Brigittenau teil. Sie bilden das österreichische Team.

Mit Benny Wizani, Niklas Fröschl und Martin Spatt ist Österreich bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Trampolinspringen bestens aufgestellt. Die drei Spitzenspringer treten gegen die Welt-Springer-Elite an. Viele Springer aus den anderen Ländern üben die Sportart, mit bis zu 12 Trainingseinheiten pro Woche, bereits professionell aus. Alle drei Athleten nehmen am Einzelbewerb teil, Wizani und Fröschl auch beim besonders attraktiven Synchronspringen.

Zielsetzung Olympia-Teilnahme

Die WM ist das wichtigste Event für die Olympiaqualifikation. Bei einer Top-Platzierung unter den ersten Acht winken den Athleten die Tickets für die Olympischen Spiele. Laut Reglement des österreichischen Verbandes müssen die Athleten, um sich für die Olympischen Spiele zu klassifizieren, bei einem großen internationalen Wettkampf unter den ersten Acht gereiht werden.

 

Floridsdorf: Fotograf als Schauspieler

Wenn es den Typus des Urflorids­dorfers gibt, dann ist er sicherlich einer davon: Leopold Vodicka ist Am Spitz aufgewachsen, eröff­nete 1971 ebendort sein eigenes Fotostudio und übersiedelte 1999 ein paar Gassen weiter in die Stryeckgasse.

Im Bezirk und in der Kollegenschaft bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“, hat sich der oftmals preisgekrönte Fotograf – ­Spezialität: Porträts in historischen Kostümen – nun einem anderen Genre zugewandt: Vodicka ist seit einiger Zeit offi­zielles Ensemble­mitglied in ­Gerald Pichowetz’ Gloria Theater. Spielte er bis vor kurzem in der Dramatisierung des Hörbiger-­Moser-Films „Ober, zahlen!“, so steht er nun in einem Kriminalstück auf der Bühne: In „Ein Fall für Miss Marple“ tritt Vodicka als Schleichhändler auf: „Ich verkörpere hier einen nach London emigrierten Wiener.“ Dem leidenschaftlichen Fotografen, der mittlerweile 71 Jahre alt ist, macht sein „Neben­beruf“ viel Spaß, obwohl er ihm auch eini­ges abverlangt: „Im Novem­ber stehe ich jeden Tag auf der Bühne.“

Und im Atelier wartet jede Menge Arbeit: Vodicka fotografiert nicht nur, sondern überspielt auch Super-8-­Filme und Videokassetten auf digitale Formate. Es ­besteht also keine Gefahr, dass der gelern­te Fotograf, der nebenbei auch als Sachverständiger bei Gericht tätig ist, den Bezug zu seinem ange­stammten Gewer­be verliert – obwohl einige Kollegen dies im Scherz mutmaßen. Vodicka: „In der Foto-Innung spotten sie schon und sagen: ,Jetzt wird er auch noch Kammer­schauspieler‘.“
Hans-Paul Nosko

Leopoldstadt: Sozialarbeiterin erhält Platz

In unmittelbarer Nähe des Praterstern (2. Bezirk) – vor dem Haus der Wirtschaftskammer – wurde ein Platz nach der Sozialarbeiterin, Politikerin und Feministin Anitta Müller-Cohen ­benannt. Während des Ersten Weltkriegs war die 1890 als Anitta Rosenzweig geborene Müller-Cohen in der Kriegsfürsorge für galizische und bukowinische Juden tätig.
 1918 wurde die Feministin, die Vorstandmitglied im ­Österreichischen Frauenverein war, als eine der ersten Frauen in den Wiener Gemeinde­rat berufen. Journalistisch war Müller-Cohen für österreichische Tageszeitungen tätig. 1934 zog sie nach Palästina, wo sie sich für Flüchtlinge aus Österreich einsetzte. Müller-Cohen starb 1962 in Tel Aviv (Israel).

Leopoldstadt: Ausmalen gegen den Gestank

Ab dem ersten November nimmt sie für eine Woche ­Urlaub – aber nicht, um auszuspannen: „Ich werde ausmalen, damit es nachher nicht stinkt“, sagt Andrea Dominguez-Dittrich. Die Besitzerin der exquisiten Weinbar „Contor“ am Karmelitermarkt will ihr Lokal wirklich rauchfrei haben. 
Den ­Anteil ihrer rauchenden Gäste schätzt sie auf „mindestens zwei Drittel“. Die Nichtraucherin sieht das bevorstehende Rauchverbot mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich bin zwar froh, nicht mehr wie ein Tschick zu stinken, aber ich fürchte auch Geschäftseinbußen.“
Bei Tanja und Andreas muss Dominguez-Dittrich diesbezüglich keine Angst haben. „Für uns wird es ab November angenehmer“, sagt Andreas, selbst 14 Jahre lang ­Raucher. Tanja, ebenfalls Ex-Raucherin, stößt ins selbe Horn, nur kräftiger: „Mich hat es hier abgestoßen, weil es auch im Nichtraucherraum gestunken hat.“ Die beiden wollen ab dem 1. November öfter ins Lokal kommen.
 Ernst bringt es auf 40 Camel pro Tag. Er will trotz Rauchverbots wieder hier einkehren, aber vielleicht früher gehen. „Gesünder wird es wohl ­werden“, urteilt er.
„Contor“-Chefin Dominquez-Dittrich scheint die Psyche der Wiener Raucher zu kennen: „Zwei, drei Monate Trotzphase und dann ­kommen sie wieder.“

 

Donaustadt: Lukoil lässt Schafe mähen

Der russische Mineralölkonzern Lukoil, der in der Lobau (22.) seine Europazentrale und Produk­tionsstätte für Schmiermittel hat, will sein Betriebsgelände naturnah gestalten. Zu diesem Zweck wurden 100 regionale Bäume gepflanzt. Die Pflege der Grünflächen werden künftig nicht mehr Rasen­mäher, sondern fünf Schafe übernehmen, 
die auf dem ­Gelände leben.

Darüber hinaus wurden zum ­Erhalt der Arten­vielfalt Bienenvölker angesiedelt. Als weiteren Vorteil des Projekts bezeichnet das Unternehmen die Förderung des Umweltbewusstseins von Mitarbeitern, Gästen und Kunden. So ­können etwa die eigenen Ange­stellten sowohl in der Imkerei als auch bei der ­Bepflanzung der Hochbeete und der ­Begrünung der ­Flächen ­mitarbeiten.

 

Brigittenau: Hightech & Puch 500

Von der geballten Technik einer Fahrsicherheitsorganisation konnte sich Michael Ludwig kürzlich überzeugen: Der Bürger­meister besuchte den ARBÖ-Standort in der Pasettistraße. Hier im Herzen der Brigittenau finden sich das Prüfzentrum, der Pannendienst, das Callcenter, der Informationsdienst und das Verkehrs­radio der Organisation.
 Ludwig besichtigte alle Abteilungen und resümierte: „Am meisten beeindruckt mich die gute Technik und das aus­gezeichnete Engagement der Mitarbeiter.“
Auch Brigittenau-Chef ­Hannes Derfler zeigte sich begeis­tert: „Ich bin froh, eine Organisation wie den ARBÖ, die in vielfacher Hinsicht im Hightech-Bereich tätig ist, hier im Bezirk zu haben.“