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Eine Pirsch durch das nächtliche Tierreich

In John Irvings Roman "Laßt die Bären los!“ werden turbulente Szenen bei einem Zooeinbruch geschil­dert. In Schönbrunn ist das heute nicht nötig – der Tiergarten öffnet am Hintereingang in der Maxingstraße 13b ganz ­legal seine Pforten. Der Leiter des Besuchszentrums Hanno Fürnwein kann über eine Erfolgsgeschichte jubeln: "Das Angebot der Nachtführungen wird von den Besuchern mit viel Begeisterung angenommen – auch von Leuten, die den Zoo schon sehr gut kennen.“

"In der Nacht kann man den Zoo von einer unbekannten Seite ent­decken. Das fasziniert viele."
Hanno Fürnwein

Ausgestattet mit einem videokameragroßen Nachtsichtgerät geht’s auf die abgedunkelte Pirsch. Sogleich zum ersten, gemächlich seinen Mitternachtssnack einnehmenden Dickhäuter, der Elefantenkuh Trumbo. Gänzlich unbeeindruckt von der Handvoll sie anstarrender, grünäugiger "Zyklopen“. Klar, wer täglich bis zu 100 Kilo Blätter und Äste verschlingt, braucht auch in der Nacht was zum Futtern.
Nicht weit entfernt schlummert ein zu einem drolligen Päckchen zusammengekauertes Knäuel Humboldt-Pin­guine. Sie sind der genaue ­Gegenpol zu einem Gehege mit einem martialischen Namen: "Wächter der Toten“ wurden die Jaguare einst von den Mayas genannt. Die prachtvollen Großkatzen sind dämmerungs- und nachtaktiv und verstecken sich nicht.
Doch erst als der Blick nach oben wandert, gibt es für Fürnwein "das wahre Highlight“ zu ­sehen: Die Nilflughunde, die einzige Tierart in Schönbrunn, die "man wirklich nur in der Nacht sehen kann“. Geis­terhafte Flatterei. Den Abschluss machen die Waldrappen, die mit ihren langen Schnäbeln majestätisch im Sternenhimmel thronen.

Es geht voran: Steg Astgasse ist fertig!

Die neue Brücke über den Wienfluss ist etwa fünf ­Meter breit und für Fußgänger, Rollstuhlfahrer (barrierefrei) und Radfahrer gleichermaßen komfortabel zu benützen. Die Konstruktion wurde von Rudolf Brandstötter entworfen, ist 60 Tonnen schwer, 40 Meter lang und durch das asymmetrische Tragwerk äußerst markant. Der neue Steg – in Penzing auf Höhe ­Astgasse, in Hietzing auf Höhe ­Fleschgasse – ist auch eine weitere Verbindung zwischen den Nachbarbezirken. Und er ist an den neuen Wiental-Fahrradweg angeschlossen, an dem seit April auf 3,5 km Länge intensiv gebaut wird. Mit einer Eröffnung im nächs­ten Monat ist zu rechnen.

Ein Radfahr-Bezirk mit vielen Routen

"Mit dem neuen Rad-Highway zeigt Penzing wieder eindrucksvoll, wie gut hier die Kombination Freizeit, Wohnen und Arbeiten funktioniert“, ist auch Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer als Mitinitiator der neuen Radverbindung begeistert.

  • Adresse: Astgasse, 1140 Wien

Der Mann, der Tuluba ins rechte Licht rückt

In der Branche ist er längst kein Unbekannter mehr. Dem 41-jährigen gebürtigen Kärntner wurde 2003 und 2007 der Titel "Naturfotograf des Jahres" verliehen. Und seine Aufnahmen wurden vielfach bei internationalen Foto-Wettbewerben ausgezeichnet.

Schöner Beruf

Das könnte auch mit seinem neuen Tuluba-Kalender passieren. Der neue dickhäutige Schönbrunn-Star, den sie "Große Ohren" (Tuluba) rufen, hat es Daniel Zupanc angetan: "Ich habe ihn in seinen ers­ten zwei Lebenswochen fotografiert. Sogar die erfahrenen Pfleger sagen, dass er für sein Alter sehr agil und gut entwickelt ist. Daher konnte ich in der kurzen Zeit viele Verhaltensweisen festhalten", betont der Mann, der seit drei Jahren im Tiergarten "zu Hause" ist. "Ja, es ist ein schöner Job. Bisher sind schon ein Zoo-Bildband und ­einige Kin­der­bücher mit meinen Tier­fotos erschienen."

Tuluba-Kalender zu gewinnen!

Zupanc war von frühester Kindheit an von den Schönheiten der Natur begeistert und machte das Hobby zum Beruf. 2007 gründete er den KIKO-Verlag, der Bildbände und Kalender in hoher Qualität herausbringt (www.zupanc.at, www.kiko-verlag.at).

  • Der Tuluba-Kalender ist im Tiergarten und im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-902644-07-7, Preis: € 14,90,-. Wir verlosen 10 Stück: gewinn@wienerbezirksblatt.at)
  • Adresse: Maxingstraße 13b, 1130 Wien

Aktion scharf in Penzing

Als "wichtiges und starkes Signal an alle ausführenden Firmen“, bezeichnet Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die "Aktion scharf“ auf den Baustellen im Westgürtel. Der erste Haus­mauer-Einsturz war Ende Juli in einem Gründerzeithaus in der Kendlerstraße, dann krachte es zweimal in Ottakring. Die sofort aufgetauchte Frage, ob Wiens Altbauten unsicher seien, war schnell ausgeräumt. "Bei all diesen Fällen war eine mangelnde Bauausführung verantwortlich“, so Ludwig. Kurz nach dem letzten Einsturz startete die verstärkte Überprüfung in den West-Bezirken, auch Baustellen in Penzing wurden von der MA 37 (Baupolizei) und anderen Dienststellen wie Finanz und Arbeitsinspektorat unter die Lupe genommen. Insgesamt gab es in zehn Prozent "nennenswerte Beanstandungen“ oder Schließungen.
Die Althaus-Sanierung geht unterdessen weiter. Derzeit laufen 426 durch die Wiener Wohnbauförderung unterstützte Sanierungsprojekte. Kosten: 615 Millionen Euro, davon 410 Millionen gefördert.

  • Adresse: Kendlerstraße, 1140 Wien

Eine tierische „Klinik unter Palmen“

Der ­Superstar des Jahres heißt Tuluba – auf Suaheli, der Sprache Ost­afrikas. "Große Ohren“ heißt das übersetzt, und die sind auch schon gut erkennbar. Das "zarte“ vier ­Wochen alte Elefantenbaby ist als neuer Publi­kums­magnet der Nachfolger des legen­dären Pandabären Fu Long. Allerdings könnte er bald von einem anderen Neugeborenen in den Schatten ­gestellt werden. Denn genau am dritten Geburtstag von Fu Long, der wieder in China "zu Hause“ ist, brachte am 23.?August um 14.14 Uhr die ­Panda-Dame Yang Yang ein Kleines zur Welt. "Yang Yang hat die Wurfbox am Vormittag nicht mehr verlassen und wir konnten das Einsetzen der Wehen am Monitor mitverfolgen“, so Zoo­login Eveline Dungl. Das Baby war 12 Zentimeter groß und 100 Gramm schwer, ein Geschlecht ist noch nicht feststellbar. Mutter und Kleines werden nunmehr einige Zeit in der Wurfbox bleiben.

Der Baby-Boom als Millionen-Geschäft

Pfleger und Tiergarten-Chefs können auf die vielen Geburten stolz sein. Gleichzeitig dürfen sie sich die Hände ­reiben – Tier­babys sind bare Münze wert. So brachte es Fu Long in seiner bewegenden Wien-Zeit auf gezählte 825 Artikel, die Besucherzahl stieg nachweislich um 23 Prozent und der Umsatz im Tiergartenshop verdoppelte sich. Das Gleiche steht auch jetzt an. Nur 10 bis 15 Prozent mehr Besucher bedeuten bei 2,2 Millionen Zoo-Gästen im Jahr ein Ein­nahmenplus von gut drei Millionen Euro.
Der Tiergarten hat auch abseits des Dickhäuter- und ­Bärengeheges einen einmaligen Baby-Boom zu verzeichnen. Zu Sommerbeginn gab es im Vogel­haus eine braun-­
blau-grün-gelbe Geburt: Vier Küken der farbenfrohen "Euro­päischen Bienen­fresser“ schlüpften. Die Zucht des buntesten Vogels des Kontinents ist äußerst selten. "Wir haben ihnen eine neue, künstliche Brutmauer mit fertigen Bruthöhlen gebaut. Die Bruthöhlen und deren Eingänge wurden mit Lehm gefüllt, damit die Vögel wie im Freiland graben konnten“, ­erzählt ­Direktorin Dagmar Schratter. Der Dank ­waren vier süße ­Küken. Nachwuchs gab es zudem in kälteren Gefilden des Zoos, der insgesamt 480 Arten und 4.600 Tiere beherbergt. Die Felsenpin­guine stellten mit zehn neuen Jungtieren ­gar einen Rekord auf. "Schönbrunn ist der einzige Tiergarten in ganz Europa, der die stark bedrohten Felsenpinguine züchtet“, so Schratter.
Liebes-Urlaub in Wien erfolgreich
Erheblich größer wurde der bei den Kleinsten so beliebte Streichelzoo. Sieben schwarz-weiße, putzige Zwerg­ziegen erblick­ten das Licht der Tierwelt. Der Vater der Babys lebt übrigens in Herberstein in der Steiermark. Er war für ein paar ­Monate auf "Liebesurlaub“ nach Wien zu den vier Weibchen eingeflogen worden …
Rein "wienerisch“ ist schließlich der zottelige Eselsnachwuchs, der Ende Juli im Schatten von Tuluba auf die Welt kam. Das seltene Poitou-Esel-Fohlen hört passend zu seiner Herkunft auf den ­Namen „Richelieu“.

  • Adresse: Maxingstraße 13b, 1130 Wien

Bitte zurücktreten! Nacht-U-Bahn fährt ein!

Der gebrandete Zug macht auch auf den Nightride-Event anlässlich des Starts der Nacht-U-Bahn von 3. auf 4. September aufmerksam. Auf www.24stundenwien.at können Nachtschwärmer ein Gratis-Ticket für diesen besonderen Event am 3. September ausdrucken. Das Nightride-Ticket gilt in dieser Nacht als Fahrschein für die Öffis sowie als Eintrittskarte für über 35 Locations in Wien. Darunter sind prominente Lokale, Clubs und Diskotheken wie der Volksgarten, die Passage, das Chelsea, die Diskothek U4 oder auch das Reigen.

Sicher nach Hause – mit der Nacht-U-Bahn!

Für die sichere Heimfahrt nach einer durchfeierten Nacht sorgt dann erstmals die neue Nacht-U-Bahn. Sie verkehrt ab 3./4. September in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen im gesamten U-Bahn-Netz der Wiener Linien. Das Intervall der Nacht-U-Bahn beträgt 15 Minuten.

Mehr Infos bei den Wiener Linien
 

  • Adresse: Westbahnhof -, 1060 Wien

Hält ja keiner aus – wo Wien Hitzeverbot hat!

Wenn Haushaltsmuffel freiwillig einkaufen gehen, dann herrscht Hitzealarm in der Stadt … und Stau rund ums Kühl­regal im Supermarkt, einer sehr beliebten Erfrischungszone für fantasielose Sommergequälte. Dabei gibt es doch in Wien feinere Möglichkeiten, der jährlich wiederkehrenden Klimaerwärmung zu entkommen. Wenigstens für einige kostbare Augenblicke.

Zu allem bereit. Hitzeopfer, die zu allem bereit sind, nehmen sich Urlaub und einen Sommerjob in der Eisfabrik an. Bei bis zu 30 Grad minus wird von Blockeis bis zu Crushed Ice alles produziert, was sich aus gefrorenem Wasser herstellen lässt. Da wird nach Schichtende, wenn man Fellmütze und Daunenfäustlinge abgenommen hat, die Sommerhitze richtig lauschig.

Wer es nicht ganz so extrem will, verbindet Kultur mit Erfrischung und steigt in die Kapuzinergruft hinab. 138 tote Habsburger ruhen dort – fern der Kapuzineraffenhitze. Allein der Anblick der Totenschädel lässt wohlig das Blut gefrieren. Kartenspielen und andere Zerstreuungen sind aber nicht gestattet, darum wird der Aufenthalt unter den Toten rasch langweilig. Wahrscheinlich gibt es deshalb auch keine Jahreskarten zu kaufen.

Routinierte Hitzeflüchtlinge weichen sofort auf eine alternative unterirdische Adresse aus. Sie wandern auf den Spuren des Dritten Manns durch Wiens Kanal­system. Dort gibt es zwar mehr Leben als in der Kapuzinergruft, aber das wollen die Besucher der Führung gar nicht so genau sehen.

Viel cooler sind da schon die Pinguine. Diese flugunfähigen Vögel leben ja in Südpolnähe. Hitze ist ihnen so fremd wie uns das Packeis. Damit sie möglichst artgerecht gehalten werden, haben sie im Tiergarten Schönbrunn ein eigenes Haus, kühl und hell. Wiener, die auch gerne artgerecht gehalten werden, gesellen sich im Sommer daher zu den watschelnden kleinen Kerlen. – Wichtig: Der Strom für die Kühlanlage des Pinguinhauses wird aus der Solaranlage auf dem Hausdach gewonnen. Ein Pinguinbesuch erwärmt also nicht das Weltklima. Wem beim Betrachten der dicken Vögel zu langweilig wird, der kann ja ins Terrarium
ausweichen. Sogar bei den Krokodilen ist es kühler als im Hitzestau des Wiener Häusermeers.

Geheimtipp Salzgrotte. Fast unbemerkt wird Wien zur Salinenstadt. Salzgrotten entstehen derzeit praktisch in allen Grätzln. Gestresste Städter suchen immer öfter einen Ort, an dem Handyverbot, Ruhe und Relaxen angesagt sind. Umso besser, dass diese Grotten auch die wertvollste Währung des Sommers bieten: Kühle. Zum Glück sind nur die Grotten und nicht die Preise gesalzen.

Paradoxe Intervention. Heißluft-Routiniers setzen bei Hitze auf noch mehr Hitze. Paradoxe Intervention heißt dieses Lösungsszenario. Sie dünsten im Sommer in der Sauna und drängen sich in die flimmernden,
tropischen U-Bahn-Garnituren. Steigen sie aus, erscheint die vermeintliche Hitze als Mailüfterl. Zu dumm nur, dass immer mehr klimatisierte U-Bahn-Garnituren fahren. Andererseits: auch ein Geheimtipp bei Affenhitze.

Von Gerd Millmann.

PS.: Noch ein cooler-Tipp von CR Nicola Schwendinger:
Bei der U3 Station Herrengasse, Ausgang Herrengasse die Rolltreppe nehmen! Im Winter erfriert man wegen des starken Windes/Durchzugs dort – jetzt ist das herrlichst! 😉

Cooles Wien

Eisfabrik Wien: 2., Pasettistraße 76, www.eisfabrik-wien.at
Kapuzinergruft: 1., Tegetthoffstraße 2, www.kaisergruft.at
Tiergarten Schönbrunn: 13., Maxingstraße 13b, www.zoovienna.at
Dritte Mann Tour: www.drittemanntour.at
Wiener Bäder: www.wien.gv.at/freizeit/baeder
Salzgrotte: 11., Simmeringer Hauptstr. 80–82, www.aktivital.at

noch mehr Hitzetipps der Stadt

  • Adresse: Maxingstraße -, 1130 Wien

Kinder entscheiden mit!

Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner war von den konstruktiven Sitzungen im Festsaal des Amtshauses beeindruckt: "Zahlreiche Wünsche zur Schulumgebung sowie zu Parks und Spielplätzen wurden geäußert. Die Anliegen werden konsequent mit den zuständigen Dienststellen der Stadt Wien bearbeitet.“ Mit konkreten Ergebnissen:

  • Ordeltpark: Lampen wurden ausgetauscht, ein neuer Abfallbehälter wurde montiert und bis September wird ein Mobil-WC aufgestellt.
  • Volksschule Linzer Straße: Ein neues Blumenbeet wurde angelegt.
  • Kreuzung Tinterstraße/Müller-Guttenbrunn-Straße: Die Bauarbeiten für eine neue Mittelinsel sind im Gang.
  • Neue Schwellen kommen im Sommer in den Bereichen Matthias-Schönerer-Gasse/Kienmayergasse und Bim-Haltestelle Linzer Straße/Satzberggasse.
  • Volksschule Lortzinggasse: Vor dem Eingang wird ein zweiter Baum gepflanzt.
  • Die Sanierung des Fußballkäfigs in der Hüttelbergstraße wird 2011 gestartet.
  • Adresse: Tinterstraße, 1140 Wien

Platznot im Kindergarten?

Die Hietzinger Kinderfreunde betreuen mit 80 Mitarbeitern fünf große Kindergärten mit 550 Kindern vom Krippen- bis zum Volksschulalter. Die immer wiederkehrende ÖVP-Behauptung, es würde im 13. Bezirk zu wenig Plätze geben, ist zu hinterfragen. Denn im kommenden September eröffnen die Kinderfreunde einen neuen Kindergarten am Hietzinger Kai 143 (in der Nähe der U-Bahn-Station Ober St. Veit) mit Platz für 40 Kinder aller Alters­gruppen. Derzeit sind noch Plätze in allen Altersgruppen verfügbar.
Damit wird auch das Versprechen von Stadtrat Christian Oxonitsch vom April („Wir haben zusätzliche Kindergartenplätze für Hietzing geschaffen!“) umge­setzt. Unter anderem mit dem neuen Standort am Hietzinger Kai. Die Kinderfreunde betonen: "Die Kinder erwartet eine Wohlfühl-Atmosphäre sowie hohe pädagogische Standards. Die Interessen, Bega­bungen und Lernfähigkeit des einzelnen Kindes bilden die Grundlage.“

  • Infos und Anmeldung unter www.wien.kinderfreunde.at, Tel. 877 03 93.

Im Dienste ihrer 1.350 Schüler

Sie ist die Nummer eins in Wien und steht in Hietzing wie ein Herrenhaus. Die "Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und wirtschaftliche Berufe“, kurz HLTW, geht über acht Häuserblocks und wer das Gebäude nicht gut kennt, verirrt sich schnell.
Nicht so Ingrid Vogt, die seit mehr als zwei Jahrzehnten als Schulleiterin die Geschicke des Hauses leitet. Und maßgeblich am Aufstieg der Lehranstalt beteiligt war. Jetzt geht sie mit 63 Jahren in den verdienten Ruhestand. Das WIENER BEZIRKSBLATT traf die Gründungsdirektorin der "Fachschule für Gastronomie und Ernährung“ in der HLTW zum Abschiedsinterview.

Lieber fit gehen als "total müde“

Sind Sie wehmütig, Frau Vogt?
Ingrid Vogt: Nein, ich habe so viele Jahre für die ­Schule gelebt. Es ist besser, jetzt zu gehen, als wenn man total müde ist. Andere erhalten die Chance, ihre Visionen umzusetzen.
Ihre konnten Sie umsetzen?
Vogt: Ja, vieles ist gelungen. Wir sind etwa in der EDV und im Bibliotheksbereich sehr gut ausgestattet, haben ein erstklassiges Bistro mit Betriebsküche, einen eigenen Weingarten und Weinkeller für den Unterricht und bestqualifizierte Lehrkräfte. Die Schule wurde zweimal mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet.
Wie steht’s mit der Nachfolge?
Vogt: Das entscheidet der Stadtschulrat und das wird vermutlich bis Oktober dauern.
Und wie sind die Aussichten für einen Tourismus-Absolventen, einen Job zu kriegen?
Vogt: Derzeit sehr gut, der Tourismus boomt. Man muss nur flexibel sein und auch ins Ausland gehen. Wiewohl jetzt immer mehr nach der HLTW eine Fachhochschule anhängen. Auch nicht schlecht.
Danke und alles Gute!

  • Adresse: Bergheidengasse, 1130 Wien

Gru?noase vor der Bassena

Gemu?se, Obst und Blumen sind auf der Schöpfwerker Allmende vereint. Diese urspru?ngliche Rechtsform aus dem Mittelalter – wo jedes Dorf u?ber einen Gemeinschaftsgarten verfu?gte – erlebt in den letzten Jahren eine unerwartete Renaissance.

Die ersten Felder wurden u?ber der Donau bestellt, mittlerweile schaffen diese Gärten der neuen Gemeinsamkeit auch den Sprung u?ber den großen Fluss. „Der Gemeinschaftsgarten ist öffentlich zugänglich und bietet die Möglichkeit zur Mitgestaltung. Gartenarbeit erfordert den Aufenthalt im gemeinsamen Raum und begu?nstigt dadurch die Kommunikation mit anderen", erklärt die Bassena Am Schöpfwerk in einer Aussendung.

Neben dem mittlerweile gut gedeihenden Gemu?se laden Hängematte und Liegestu?hle dazu ein, eine kurze Verweilpause zu genießen und so fu?r einige Minuten dem hektischen Alltag zu entrinnen. Wen der Hunger nach reifem Obst und Gemu?se packt, der ist selbstverständlich eingeladen mitzuernten.

Infos:
www.bassena.at oder 01/667 94 80

  • Adresse: Am Schöpfwerk -, 1120 Wien

St. Hanappi bleibt „daheim“

Renate Brauner: "Mein grün-weißes Herz ist empört. Die Forderung hat ganz andere Gründe!“

Der Vorschlag eines Wiener ÖVP-Gemeinderates löste einen stürmischen Westwind aus. Demnach soll die Rapid-Heimstätte geschleift und nach Auhof verlegt werden. Dort soll ein neues Stadion um viele Millionen hingepflanzt werden. "Ich bin fassungslos, der Vorschlag schmerzt mein Rapid-Herz – noch dazu, wo dieser Verkehrsmann der ÖVP mit einem violetten Hemd vor dem Hanappi-Stadion posiert“, kann es Stadträtin Renate Brauner kaum fassen. "Es ist schlimm, dass Rapid von der ÖVP benützt wird, obwohl es ihr nicht um den Verein, sondern nur um die Verlängerung der U-Bahn geht. Das ist wirklich letzt­klassig!“
Ähnlich reagiert der Verein auf die Attacke der Stadtschwarzen: "Der SK Rapid stellt klar, dass das Gerhard-Hanappi-Stadion genauso wie Rapid ein Teil Hütteldorfs ist – und es aktuell keine Pläne gibt, dies zu ändern.“ Und der Rekordmeis­ter betont, dass es sich "um billige Polemik handelt, an der sich der Verein, wie auch an einer verkehrspolitischen Diskussion, nicht beteiligt“.

Auch Staatssekretär Schieder ist empört

Aus der Bundespolitik gibt es ebenso klare Ablehnung. Finanz-Staatssekretär Andreas Schieder, der auch Vorsitzender der Penzinger SPÖ und Rapid-Mitglied ist, zum WIENER BEZIRKSBLATT: "Alle, die mich auf diesen Vorschlag ansprechen, sind empört. Ich auch. Rapid ist ein Verein der Stadt und soll in Hütteldorf bleiben. Es gibt kaum ein anderes Stadion, das so gut angebunden ist wie St. Hanappi. Es gibt also keinen Grund für Veränderungen, sondern es geht darum, die Situation für Rapid weiter zu verbessern.“ Wobei er noch ins Treffen führt, dass ein Stadion in Auhof noch mehr Stau und Probleme mit sich bringen würde.
Fazit, um es mit den Worten eines Rapid-Fans auszudrücken: "So eine Dummheit hab ich schon ­lange nicht gehört …“

Das sagen die Rapid-Fans in den Online-Foren

Sylvia Flackl: "Rapid ist und bleibt ein Verein Hütteldorfs. Es wird ja auch nicht verlangt, dass die Austria nach Oberlaa ausgesiedelt wird.“

Montalbano: "Ein wirklich dummer Vorschlag.“

Günter M.: "Ein Klares Nein zu dem Vorschlag. Rapid ist Kult und St. Hanappi ebenfalls.“

R.A.P.I.D.: "Haben Politiker vor nichts Respekt?“

granini1: "Da schwarze Abgeordnete soll seine Wohnungen woanders baun und aus.“

Rapid-Xandl: "Man kann kein Denkmal abreißen!“

Christian B.: "So eine Dummheit hab ich schon lange net mehr gehört.“

Gerhard S.: "St. Hanappi soll so bleiben wie es ist, nur bitte endlich auf mindestens 25.000 ­Zuschauer erweitern und die Ecken dichtmachen. Bei schlechter Witterung zieht’s wie in ­einem ­Vogelhäusl.“

Silvia A., Anrainerin: "Die Randalierer werden immer schlimmer. Deswegen: Ja, bitte verlegen!“

Philipp1899: "Also ich wär schon für ein größeres Stadion – aber eher in Hütteldorf!“

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Ab jetzt staubt’s gewaltig …

Die Hietzinger Aufgrabungsarbeiten gehören zu den Top Ten ­Wiens in den Urlaubsmonaten. Zwischen Kennedybrücke und "Am Platz“ wird eine Fern­wärmeleitung für viele wichtige Bereiche wie Tiergarten, Orangerie, Wüsten- und Palmenhaus in Schönbrunn, die Post, das Einkaufszentrum, das Parkhotel sowie das Amtshaus für den 13. und 14. Bezirk verlegt. Als "Vorarbeit“ wurde 2009 bereits ein 10-Megawatt-Kes­selhaus auf dem Gelände von Schönbrunn nahe der Maxingstraße errichtet. Und um die Bauarbeiten auf die zwei Sommermonate begrenzen zu können, ­wurde schon im April mit kleineren Bauarbeiten im Bereich der privaten Grundstücke in der Eduard-Klein-Gasse bis zur Hietzinger Hauptstraße begonnen.
Parallel zu den diese Woche beginnenden großen Fernwärme-Arbeiten erneuern die Wiener Linien die Gleisanlagen der Hauptstraße im Abschnitt zwischen Parkhotel und "Am Platz“ – allerdings bleibt der Betrieb der Bim-Linien 58 und 60 aufrecht. Zum Abschluss Ende ­August/Anfang September wird schließlich noch der Belag der Hietzinger Hauptstraße erneuert. Bis der ohne­hin als "Stau-Knotenpunkt“ bekannte Bereich wieder tipptopp ist, staubt’s zwei Monate lang.

Tipp: Großräumig ausweichen!

Hier der Fahrplan im Detail:

  • Ab 2. Juli sollten ­Autofahrer den Bereich ab Kennedybrücke großräumig meiden. Zwischen der Eduard-Klein-Gasse und der Hausnummer 22 wird die Hietzinger Hauptstraße stadtauswärts aufgerissen und für den Autoverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Eduard-Klein-Gasse (am Amtshaus vorbei) und Dommayergasse.

Zweite Umleitung bei Maxingstraße

  • Ab 12. Juli wird zusätzlich der Linksabbiegestreifen der Maxingstraße beim „Platzl“ stadtauswärts nicht zur Verfügung stehen. Achtung: Die Um­leitung führt hier schon frühzeitig über die Trauttmansdorffgasse, Mittermayergasse bis zur Lainzer Straße.

Bleibt zu hoffen, dass es trotz der Urlaubszeit zu keinem Verkehrschaos im Herzen Hietzings aufgrund der Touristenströme in den Tiergarten und ins Schloss Schönbrunn kommt. Bezirksvorstehung, MA 28 (Straßenbau), Wiener ­Linien und Wien Energie konnten in langen Verhandlungen die Arbeiten auf zwei Monate begrenzen. "Die Belastung der Bürger muss so gering wie möglich gehalten werden“, war stets die Devise der Bezirksspitze. Die Gesamtkosten des Projekts betragen übrigens zwei Millionen Euro.

  • Adresse: Dommayergasse, 1130 Wien

Mein bester Freund – Gewinner 2010!

Das sind die Gewinner von "Mein bester Freund" 2010!

Kategorie: Tierfoto

1. Platz: Nicole Rosinger

MBF2010: 1. Platz


2. Platz: Lisa Stepanek

 MBF2010: 2. Platz

3. Platz: Tanja Fellinger

 MBF2010: 3. Platz

4. Platz: Martina Berger

 MBF2010: 4. Platz

5. Platz: Michaela Kucharowits

MBF2010: 5. Platz

Kategorie: Tier und Mensch (Plätze ex aequo)


1. Platz: Tatjana Osazuva

MBF2010: 1. Platz (Kategorie: Tier und Mensch)

1. Platz: Robert Reumüller

 MBF2010: 1. Platz (Kategorie: Tier und Mensch)


Mein bester Freund 2010 – die Eckdaten:

  • Votingzeitraum: März bis Ende Mai 2010 
  • Gesucht: waren heuer wieder lustige, skurrile oder einfach auch nur schöne tierische Momentaufnahmen "bester Freund". – Plus heuer NEU: Die Kategorie "Tier und Mensch", für die ein Extrapreis vergeben wurde.
  • Fotos: weit mehr als 1.000 Leserfotos, 400 davon in der engeren Auswahl
  • Preise: Die Gewinner dürfen sich über Karten für "Die Zauberflöte" in St.
    Margareten sowie Kulturgutscheine von der Firma Hintermayer und als Erinnerung ihr Siegerfoto auf Leinwand freuen.

    Mein bester Freund 2010 – die Jury

    Die Jury (v.l.n.r.): 

  • Renate Wurm, Dr. Walter Reisp, (beide Veterinäramt Wien), Heidi Obermeier (Fressnapf), Maggie Entenfellner (Krone), Mag. Nina Kosar-Schreiber (WBB), Dr. Elisabeth Vitouch (Gemeinderätin)

 

Der Wien live-TV-Beitrag der "Mein bester Freund"-Preisverleihung vom 17. Juni 2010 im Wiener Rathaus – zum Nachsehen!

 Tierschutz Aktiv Fressnapf  Die Helfer Wiens

  • Adresse: Lichtenfelsgasse -, 1010 Wien