Posts die im Bereich DEINE BEZIRK erscheinen sollen

Italo-Flair in der Gruft

Grün-Weißes Herz schlägt auch für Obdachlose

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Rapid-Kapitän Steffen Hofmann einer guten Sache annimmt. ­Letzten Donnerstag war es wieder so weit: In der Gruft der Caritas (6., Barnabiten­gasse 14) verteilte er für die Firma iMeal 200 Pizzen – unzählige Obdachlose standen Schlange, um ein warmes Mahl zu

bekommen. Und schüttelten dem Deutschen "nebenbei“ gleich begeistert die Hand. iMeal verteilt während der gesamten Adventzeit 1.000 Pizzen an Bedürftige in Wien.

Rapid-Fans, Spieler und Verein spenden 35.000 Euro für das Caritas Betreuungszentrum Gruft

Ein großes Herz für obdachlose Menschen bewies einmal mehr das grün-weiße Fußball-Lager: Vor dem letzten Spiel der Herbstrunde übergaben Oliver Pohle, Chef der Rapid-Ultras und Rapidkapitän Steffen Hofmann ein Scheck über 35.000 Euro an Susanne Peter, stv. Gruft-Leiterin. 20.000 Euro sammelten die Rapid-Fans, 15.000 Euro legten Spieler und Verein drauf.

Du willst auch spenden?

Mit der aktuell Spendenkampagne "Gruft Winterpaket" bittet die Caritas für ein winterfeste Schlafsäcke und warmes Essen obdachlose Menschen.

Caritas Spendenkonto
RZB 40 40 50 050
BLZ 31000
Kennwort "Gruft Winterpaket"

Leuchten schlägt Glitzern

Kinder haben ein Recht auf den Sternenhimmel. Dieses Motto hat sich ein Wiener Astronom zu eigen gemacht. Günther Wuchterls Welt sind die Sterne. Er ist der einzige Österreicher, der einen Planeten entdeckt hat, und kämpft heute gegen die weltweite "Lichtverschmutzung“.

"Die ­Milchstraße bei klarem Himmel zu sehen, ist ein wunderbares Ereignis. Leider aber gibt es immer mehr künstliches Licht, die Sterne dahinter werden dadurch unsichtbar“, so der Sternenforscher. Er weiß auch Ärzte und Biologen an seiner Seite. Schließlich beeinträchtigt dauernde Beleuchtung den Schlaf der Menschen und die langfristigen Auswirkungen der permanenten Dunkellosigkeit auf Insekten und Vögel sind noch nicht erforscht. Großstädte wie Wien sind von Lichtverschmutzung natürlich weit mehr betroffen als der ländliche Raum.

Großmugl zum Beispiel ist nur 50 Kilometer von Wien entfernt, "aber der Himmel über diesem Ort ist ein Lichnatur­wunder“, schwärmt der Mann der Teleskope vom potenziellen nächtlichen Ausflugsziel für Großstadtfamilien. Übri­gens hat die UNESCO den Sternenhimmel im Vorjahr zu einer eigenen schützenswerten Kategorie erklärt.

  • Adresse: Johann Staud-Straße 10, 1160 Wien

26 Bewerbe, 120 Kilometer, eine Botschaft: Wienläuft

Die ganz fleißigen Sportler konnten bei den 26 Bezirks- und Grätzelläufen an die 120 Kilometer zurücklegen. Wobei es bei dieser Laufinitiative primär um den Spaß geht. In Summe wurden rund 10.000 Teilnehmer begrüßt: "Und das macht uns stolz“, so Initiator und WAT-Präsident Christian Pöttler. Vor kurzem wurden die Gesamtsieger des Wienläuft/Wiener Laufcups im Raiffeisen-Haus geehrt.

Mehr Infos: www.wat.at, www.wienläuft.at

Schlachthof war gestern!

Bis zum Jahr 2016 werden zumindest 15.000 Menschen hier arbeiten und wohnen! "Neu Marx“ heißt das Stadtentwicklungsgebiet in der Kernzone von St. Marx. 55 Unternehmen und Institutionen sind bereits auf dem 37 Hektar großen Areal angesiedelt, das durch den Rennweg, die Schlachthausgasse, die Baumgasse und die Litfaßstraße begrenzt wird.

Als eines der ersten Gebäude auf dem Areal entstand das T-Center, sozusagen das Flaggschiff für die Entwicklung von Neu Marx – der Robert-Hochner-Park liegt direkt davor. Richtung Schlachthausgasse erstrecken sich der Campus Vienna Biocenter (VBC) und Wohnbauten. Mitten in Neu Marx sticht die unter Denkmalschutz stehende Rinderhalle heraus, die bis zum endgültigen Ausbau als Eventlocation genutzt wird. Zwei weitere Backsteinbauten (MQM 1 und MQM 2) beherbergen die ersten Bauteile des Media Quarter Marx.

Stadion gar für 35.000 Fans?

Zahlen, Fakten & Gerüchte zu „St. Hanappi“-Umbau. Plus: Die Details zur neuen "Akademie“  

Offiziell ist die Situation im "Rapid-Grätzel“ Hütteldorf so: "Das Hanappi-Stadion wird auf 25.000 Zuschauer Fassungsvermögen erweitert“, so Präsident ­Rudolf Edlinger bei der Generalversammlung am 15. 11. "Die Wünsche sind uns bekannt. Aber es gibt keine Pläne und kein Kostenvolumen. Rapid ist schon in der Pflicht, sich konkret zu ­äußern“, sagt dazu die Leiterin des Sportamtes Wien, Sandra Hofmann.

Sogar ein Abgraben steht jetzt im Raum

Ob das für Rapid so einfach ist? Vielleicht gibt es gute Gründe, warum noch keine Pläne vorgelegt wurden. Denn das WIENER BEZIRKSBLATT erfuhr von grün-weißen Insidern schier revolutionäre Pläne. Geplant ist demnach eine Aufstockung auf 30.000 bis 35.000 Zuschauer. Zum einen sollen die Ecken geschlossen und Tribünen aufgestockt werden – zumindest die Nord auf drei und die West auf zwei Ränge. Und es wird sogar angedacht, die Spielfläche abzugraben, um auch auf den unteren Rängen zum Spielfeld hin noch mehr Platz zu bekommen.  
Spannend. Aus dem Rathaus wird bestätigt, dass „zwischen 23.000 und 35.000 Zuschauer“ denkbar wären. Von der Kosten/Nutzen-Berechnung her sind aber nicht viel mehr als 25.000 sinnvoll. Gegen mehr Plätze spricht, dass die derzeitigen Notausgänge 35.000 Zuschauer gar nicht schaffen würden. Und gegen das Zubauen der Ecken wird angeführt, dass die derzeitigen Betonsteher wegmüssten und ein neues Dach hermüsste. Was bald schon einem Neubau gleichkäme – die Kostenschätzung liegt da bei 20 Millionen Euro aufwärts. Weiters müsste Rapid wohl eine Saison im Happel-Stadion spielen, da "St. Hanappi“ Baustelle wäre.

Sport-Gymnasium: Alles auf Schiene

Konkreter sind die Gymnasiums-Pläne. Bei der Deutschordenstraße bzw. dem Bahnhof Hütteldorf gibt es ein Wunschgrundstück, das den ÖBB gehört. Vermutlich bis Sommer 2011 wird das Unterrichtsministerium der Bundesimmobilien-Gesellschaft den Kauf-Auftrag erteilen, wurde auf Beamten­ebene fixiert. Dann wird ein neues ORG mit Schwerpunkt Sport errichtet, um die Marol­tingergasse in Ottakring zu entlasten. Neben Fußball werden in der neuen Schule weitere (Ball-)Sportarten gefördert. Es wird auf dem Schul­areal auch zwei bis drei Fußballplätze geben, die Rapid quasi "geschenkt“ werden. Als "Akademie“ beim Stadion.

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Volkshochschule feiert Jubiläum

Seit 65 Jahren finden im 21. Bezirk Kurse, Vorträge und Kulturveranstaltungen statt 

Die Volkshochschule Floridsdorf war und ist Pionier in der Bildungslandschaft. Begonnen hat diese Entwicklung vor genau 65 Jahren, im November 1945: "Floridsdorf, gezeichnet von schweren Kriegsschäden, aber von der Naziherrschaft befreit, regt sich wieder. Tatkräftig macht sich auch hier die Bevölkerung an den Wiederaufbau“, weiß StR Michael Ludwig (von 1986 bis 1991 Vorsitzender der Wiener und Österreichischen VHS).

"Mit meiner Zeit als Kursleiter an der VHS Floridsdorf verbinde ich noch sehr schöne Erinnerungen."
Michael Ludwig

Aber so wie die Floridsdorfer in der nunmehr russischen Besatzungszone ihre wirtschaftliche Existenz wieder aufzubauen versuchten, begannen auch die kulturellen Bedürfnisse wieder zu erwachen.

  • 1945. Ein Floridsdorfer Arbeiter, Fritz Jordan, richtet schließlich im Floridsdorfer Realgymnasium Sprachkurse ein. Jordan setzt auch das Geschäftslokal an der Ecke Prager Straße und Frömmlgasse wieder instand.
  • 1946. Der Verein "Volksbildungshaus Floridsdorf“ wird gegründet.
  • 1948. Schon 105 Vorträge im Jahr finden statt.
  • 1950. Es gibt Filialen in Jedlesee, Jedlersdorf, Stammersdorf und Leopoldau.
  • 1957. Die jährliche Hörerzahl ist schon auf 3.543 gestiegen.
  • 1965. Es wird mit dem Bau eines "Hauses der Begegnung“ begonnen.
  • 1976. Die VHS Wien-Nord bietet Vorbereitungskurse für Wiederholungsprüfungen an.
  • 1980. Der Grundlehrgang "Studienberechtigung“ beginnt.
  • 1988. Pro Jahr wird nun ein Herbst- und ein Frühjahrsprogramm herausgegeben.
  • 1995. Es gibt ein vernetztes EDV-Kursverwaltungssystem.
  • 2000. Die VHS Floridsdorf präsentiert sich groß bei der "Woche der Erwachsenenbildung“ rund ums Burgtheater.
  • 2005. Lehrgänge für Gehörlose werden angeboten.
  • 2010. Die VHS-Basisbildung (Lese- und Schreibkurse für Analphabeten) feiert 20. Jubiläum.
  • Adresse: Angerer Str. 14, 1210 Wien

Gut, besser, Supercup

Eine Hallenfußball-Serie, die heuer erstmals vom WIENER BEZIRKSBLATT präsentiert wird. Sogar Stargäste finden sich ein: Beim "FC Woj­tyla“ hat Musical-Star Alfred Lichtenberger, bekannt aus "Ich war noch niemals in New York“, mitgespielt. Nächste Spieltermine: 4.+ 5.12. Hopsa­gasse, 8.12. PAHO-Halle.

  • Adresse: Hopsagasse, 1200 Wien

Musterbeispiel für Grätzel-Belebung

Der erste Blick ist atem­beraubend, wenn man durch den Haupteingang bei der Goldschlagstraße kommt. Baustelle so weit das Auge reicht. Riesige Kräne. Herumkletternde Arbeiter, Helme tauchen überall auf und versinken wieder. Auf 25.000 Quadratmetern ­entsteht hier ein neues Wirtschaftszentrum mitten in Penzing. Die optimale Kombination aus Arbeiten, Wohnen, Freizeit, Entspannung, mit Parkplätzen und Anbindung an die Öffis.

TV-Macher von W24 und Okto live dabei

Für die TV-Macher von Okto und dem Stadtsender W24 ist der Baustellen-Anblick genauso Routine wie für die Hightech-Experten der "Lasergruppe Prihoda“ oder der Firma "Wittner“. Oder jener Sicherheitsfirma, die längst in dem Gewerbehof in Breitensee zu Hause ist. 20 Betriebe sind im alten, bereits renovierten Trakt des "Vierkant-Parks“ heute ­untergebracht. Und fühlen sich wohl, wie der Lokal­augenschein von Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner Mitte Oktober (das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete) bei den Hightech-Firmen bestätigte: "Toll, dass sich die beiden Betriebe so wohlfühlen und nicht an eine Abwanderung in den Osten denken.“

40 Firmen werden sich niederlassen

Ab 2012 werden es etwa doppelt so viele wie jetzt sein, die in dem neuen Wirtschaftspark, den die Wien Holding finanziert, beheimatet sind. Mit insgesamt rund 1.000 Arbeitsplätzen. Dazu kommt ein Neubautrakt der Genossenschaft "Neue Heimat“ mit 75 geförderten Mietwohnungen. "Dafür ist der Spatenstich ebenfalls schon erfolgt“, so Wien-Holding-Geschäftsführerin ­Sigrid Oblak.

Jener Neubautrakt, der ­vorige Woche feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde, betrifft die Büroräumlichkeiten. Auf fünf Etagen entstehen gewaltige 10.000 Quadratmeter Geschäftsflächen. Bei der Innenraumgestaltung wird viel Wert auf Luft, also die größtmögliche Raumhöhe gelegt. Außerdem entstehen neun in sich abgeschlossene Einhei­ten, die sich für Serviceeinheiten oder Ateliers eignen. Manche können dann nach der Fertigstellung 2012 ganz hoch hinaus. Zumindest, wenn sie in einem der Dach­geschoß-­Büros residieren. Von dort hat man sogar den Ausblick auf die Gloriette und auf den Schönbrunner Schloss­park. Wenn man vor lauter Arbeit dazukommt, aus dem Fenster zu blicken …

Telefone wurden vor 100 Jahren gebaut

Zurück zum äußeren Erscheinungsbild. Wer sich auf der Seite der Goldschlagstraße dem Bau nähert, wird gleich die Backsteinziegel bemerken, die an die Jahrhundertwende erinnern. So ist es beim Gewerbehof auch. Er ist mehr als 110 Jahre alt und viele Händler und Gewerbetreibende schlossen sich einst zusammen, um alles an einem Ort anbieten zu können. So wurden in der Goldschlagstraße früher ­Telefonapparate produziert – genau, die alten mit der riesigen Wählscheibe.

Im Laufe des letzten, des 20. Jahrhunderts, konnte der ­Gewerbehof nicht immer an seine Blütezeit anschließen, ehe 2007 beschlossen wurde, daraus etwas Großes und Zukunftsträchtiges zu machen.

  • Adresse: Missindorfstraße, 1140 Wien

Das Eis wird brennen!

Die Capitals-Fans erinnern sich gerne an den 29. Oktober zurück. Gegen ­Olimpija Ljubljana bebte die Eishalle. Das 6:1 war ein Bestpreisschießen. Zu stark waren die Wiener an diesem Abend, zu schwach die Gäste aus Slowenien.

Am 3. Dezember werden sie bei der Neuauflage vorsichtiger ans Werk gehen. Zumal sie wissen, dass die Caps daheim eine Macht sind, vor dem Villach-Match neunmal in Folge als Sieger vom Kagraner Eis gingen. Und zuletzt der Verletzungsteufel den Norden Wiens verlassen hat. Dazu kommt die starke erste Linie mit Fortier, Gratton, Rotter.

Mit dem WIENER BEZIRKSBLATT bist du gratis in der Albert-Schultz-Halle (22., Attemsgasse 1) dabei: Wir verlosen 50 Tickets für das Meisterschaftsspiel der Capitals gegen Olimpija Ljubljana am Freitag, 3.12., 19.15 Uhr. Gewinn­frage: Wie heißt der Präsident der Vienna ­Capitals? Antwort-E-Mail an gewinn@wienerbezirksblatt.at schicken.

  • Adresse: Attemsgasse 1, 1220 Wien

„Babylon“ im Kreuzfeuer

Nach dem Verlust der Werbefläche im Ankunftsbereich des Wiener Flughafens steht der Bordellkette das nächste Ungemach ins Haus: Rumänische Menschenhändler sollen teils minderjährige Mädchen mit falschen Versprechungen nach Österreich gelockt haben und sie danach gezwungen haben, in Nachtklubs als Prostituierte zu arbeiten.

Die Menschenhändler hätten Teilnehmerinnen an rumänischen Missen-Wettbewerben angesprochen und ihnen Foto­shootings in Österreich versprochen – die Kosten für die Shootings müssten sie jedoch in Bordellen abarbeiten. Konkret sollen an die "Babylon“-Kette (mit Bordellen in Wien, Salzburg und Klagenfurt) 25 Mädchen vermittelt worden sein, so die Vorwürfe. „Babylon“-Manager Richard Schweiger sprach in Medien von einer Intrige: "Keines dieser jungen Mädchen hat je bei uns gearbeitet.“ Das österreichische Bundeskriminalamt hat ermittelt, nun sei die Staatsanwaltschaft am Zug, wie das BK auf Anfrage des WIENER BEZIRKSBLATTs mitteilte.

  • Adresse: Seilerstätte 1, 1010 Wien

Das neue Wahrzeichen des Handball-Bezirkes

"Es war schon eine Heidenarbeit. Aber es hat sich ausgezahlt“, atmet Thomas Menzl tief durch. Der Manager des Handball-Klubs aon Fivers war in den letzten Wochen von früh bis spät auf der "Baustelle Bacherplatz“. Um gemeinsam mit Spielern und Vereinsmitarbeitern dem Bezirk ein neues Wahrzeichen zu verschaffen: eine Sporthalle, die alle Stückerln spielt. Und die in der Nacht leuchtet, als wäre schon Weihnachten.

Gut gebucht, aber Kicker noch gesucht

Seit wenigen Tagen ist die Halle in Betrieb. "Und steht damit den Schulen, unserem Fivers-Nachwuchs und den Fivers-MGA-Frauen rund um die Uhr zur Verfügung“, so Menzl. Heißt konkret: Zwischen 8 und 22 Uhr wird geworfen, dass sich die Tornetze biegen. Zwölf Stunden pro Woche verwendet die Kooperative Mittelschule Viktor-Christ-Gasse die Halle als Turnsaal. Ebenso die Volksschule Panaschgasse. Außerdem gibt es den Freizeitklub der KMS, der 10,5 Stunden pro Woche gebucht hat. "Als Pächter der Halle bin ich schon froh, dass wir gleich zu Beginn so gut aus­gelastet sind“, sagt Menzl. Fügt aber hinzu: "Da auch am Samstag und Sonntag geöffnet ist, möchte ich alle Sportvereine und Freizeitklubs ein­laden, die Möglichkeit am Wochen­ende zu nützen. Man kann in der neuen Halle genauso gut Fußball spielen.“

Wenn Stofffetzen reden könnten, würden sie eine spannende Vergangenheit offenbaren. Die Hülle kommt nämlich aus Ottakring und war einst die alte "Sport- und Fun-Halle“ in der Gal­litzin­straße. Sobald sie eine "Margaretnerin“ geworden ist, packten 100 Mitarbeiter und Spieler an, um sie anzupassen und aufzustellen. "Meine Profis haben ein Teambuilding daraus gemacht“, schmunzelt der Handball-Manager. "Normalerweise brauchen Arbeiter für das Aufstellen zwei ­Tage, meine Burschen haben es in sieben Stunden geschafft!“

Auf einem Boden wie die Champions

Dann wurde ein Holzboden gelegt und darüber ein Kunststoffbelag aufgebracht: "Den haben wir extra vom europäischen Handballverband angekauft. Jeder kann also jetzt mit Fug und Recht sagen, dass er auf dem gleichen Boden spielt wie die Superstars.“

  • Adresse: Bacherplatz, 1050 Wien

Keine Gnade für Sprayer

"Wir werden sowohl die Streife mit dem Auto als auch zu Fuß intensiver einsetzen, das hat eine abschreckende Wirkung“, so Chefinspektor Josef Herker von der Polizei-Inspektion am Julius-Tandler-Platz. Kontrolliert werde rund um die Uhr, wie die Inspektion im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT bestätigte.

Auch Bezirksvorsteherin Martina Malyar ist über die illegalen Spray-Aktionen sehr verärgert ("Dafür fehlt mir jedes Verständnis!“) – insbesondere deshalb, weil der Bezirk ja im Juni 2009 im Arne-Karlsson-Park eine
legal benutzbare Graffiti-Fläche an der Außenwand des Tiefbunkers eingerichtet hat, dieses Angebot der künstlerischen Freiheit und Selbstverwirklichung wird auch sehr gut angenommen.

Hintergrund der verstärkten Kontrollen sind Schmierereien an der Außenwand sowie auf einer Gedenktafel im Sigmund-Freud-Hof in der Gussenbauergasse 5–7. Derartige Schmiereien versuchen in Wien jährlich einen Schaden von mehreren 100.000 Euro.

  • Adresse: Gussenbauergasse 5-7, 1090 Wien

Willkommen in unserem Grätzel!

Willkommen Nachbar! – so nennt sich das von "Wohnpartner Wien“  initiierte Projekt, bei dem alteingesessene Bewohner die Neumieter in ihrem neuen Zuhause willkommen ­heißen. "Sie stehen den neuen Nachbarn in der Anfangsphase mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen sie mit Infor­mationen und Kontakten zum neuen Wohnumfeld“, erklärt Heike Warmuth vom "Wohnservice Wien“.

Als Auftakt des neuen "Wohnpartner“-Projekts im 21. Bezirk wurde dieser Tage eine spannende Ausstellung von und mit Mietern der Ruthnergasse 56–60 eröffnet. Sie hat das nachbarschaftliche Leben in diesem  Floridsdorfer Gemeindebau  zum Thema.

Anhand von persönlichen Gegenständen und Geschichten gewähren alteingesessene Mieter und Neumieter einen spannenden Einblick in ihre unterschiedlichen Lebens- und Wohnsituationen und geben sich und anderen damit die Möglichkeit, einander näher kennenzulernen und zu verstehen. Zudem wird in einer historischen Ausstellung des Bezirksmuseums Floridsdorf die facettenreiche Geschichte des 1969 erbauten Gemeindebaus in der Ruthnergasse gezeigt.

"Wir bieten laufend vielfältige Projekte und Maßnahmen an wie beispielsweise diese Ausstellung, um das Miteinander und das Verständnis füreinander im Gemeindebau zu stärken und den Dialog zu fördern“, so Heike Warmuth.  

  • Die Ausstellung "Willkom­men Nachbar!“ ist bis Weihnachten, jeweils Donnerstag (17–19 Uhr) in der Ruthnergasse 56–60 (Ecke Schicketanz­gasse) zu sehen. Infos: www.wohnpartner-wien.at oder beim "wohnpartner-Team 21“  (Tel.: 24 503-21080).

 

Wer „erleuchtet“Bezirk?

Einen Teil der Beleuchtung finanziert der Bezirk. "Ich bedanke mich aber vor allem auch bei den engagierten Floridsdorfer Unternehmern, die dafür sorgen, dass auch heuer wieder Teile der Brünner Straße und der Prager Straße in vorweihnachtlichem Lichterglanz erstrahlen“, sagt BV Heinz Lehner (SPÖ).

"Die Anschaffung der Beleuchtung hat rund 60.000 Euro gekostet“, sagt Peter Bergner, Filialleiter der Raiffeisen-­Filiale Brünner Straße und Obmann des Vereins "Einkaufsstraßen um den Spitz“. Finanzielle Unterstützung kam von der Wirtschaftskammer, und auch einige Unternehmen sponsern die Lichterketten, z. B. das Gloria Theater: "Weil doch zur Weihnachtszeit ein festlich erleuchtetes Bezirkszentrum einfach dazugehört“, sagt Sprecherin Angelika Zoidl.  

  • Die Unternehmen im 21. Bezirk, die den "Lichterglanz“ unterstützen: Gloria Theater, Schuh Liesl, Auto-Focus, ­Radio Pölz, Bücher am Spitz, Rudolf Holzmann, Fahrschule Werbach und als "Hauptsponsor“ die Raiffeisenbank.
  • Adresse: Brünner Straße, 1210 Wien

Wenn ein Fußballspiel fast die Stadt lahmlegt

Angenehm ist es nicht, an diesem Tag im Grätzel rund um den Verteilerkreis zu wohnen. Genauso wenig wie umgekehrt für die Bewohner von Hütteldorf. Es ist Ausnahmezustand. „Das Derby ist unser Höhepunkt, es ist das Größte für uns“, sagt Rapid-Ultra Jürgen R. Er freut sich auf Favoriten. Verspricht aber: "Keine Aggressionen!“ Einen friedlichen Fanmarsch. Trotzdem sollten lärmempfindliche Damen, Herren und Kinder ab 12 Uhr aufpassen. 

Bis zum Wochenende gab es keine Anzeichen für gewalt­tätige Pläne. Da gab es schon andere Jahre, die an "Krieg“ erinnerten. "Am ärgsten war es zu Zeiten eines Didulica vor vier, fünf Jahren“, erinnert sich Austrias Stadion- und Sicherheitsverantwortlicher Chris­tian Rauchhofer mit Schaudern ­zurück.

Warum zuletzt ­niemand ausrastete

Speziell die letzten zwei Derby-Jahre waren anders: "Das liegt sicher daran, dass die Fans von der Polizei enger begleitet werden und dass es schon im Vorfeld durch szenekundige Beamte mehr Kontakt gibt“, betont Favoritens ­Polizei-Einsatzleiter Michael ­Lepuschitz. Seit Tagen wird im Stillen, abseits der Öffentlichkeit, daran gearbeitet, dass am Sonntag (28. 11., Anpfiff um 16 Uhr) ­alles gesittet bleibt.
Wohl auch bei Rapid, wobei  letzte Woche fast ­eine gespenstische Ruhe zu dem Thema herrschte. Weder in ­Fankreisen noch offiziell wollte man etwas sagen.

Dass bei der Austria zuletzt aktiv für mehr Sicherheit gesorgt wurde, bestätigt Rauchhofer: "Die neue Osttribüne hat sich auf jeden Fall bewährt.“ Damit geht einher, dass die 2.000 Rapid-Fans ­gegenüber auf der Westtribüne sitzen. Und am Derby-Sonntag von der Polizei direkt dorthin begleitet werden – vorgesehen ist wie letztes Jahr, sie vom Reumannplatz abzuholen und über die ­Laaer-Berg-Straße direkt zur Westtribüne zu führen.
Die Austria-Fans wiederum werden laut Polizei-Boss Michael Lepuschitz über die Favoritenstraße direkt zur Osttribüne geleitet: "Unsere Hauptaufgabe ist es an diesem Tag, die beiden Fangruppen vonein­ander zu trennen.“ Gänzlich grünes Licht für den Sonntag kann der ­Einsatzleiter aber nicht geben. Denn: "Wir haben erst am 23. 11. die Sicherheitsbesprechung mit allen Beteiligten, und danach lege ich den genauen Ablauf fest.“

Genug Polizisten und Hubschrauber

Faktum ist, dass am Sonntag mindestens 100 Polizisten im Einsatz sein werden: "Das kann sich auf 300 erhöhen, im Extremfall sogar innerhalb kurzer Zeit bis auf 1.000. Wir sind auf alles vorbereitet.“ Außer­dem stehen am Sonntag bis zu zwei Polizeihubschrauber zur Verfügung.

"Wir werden sehr erleichtert sein, wenn das Derby ohne Zwischenfälle vorüber ist“, so Rauchhofer. Schon fünf Meetings hat es bei der Austria ­dazu gegeben – bei "normalen“ Spielen reicht eines.
Im Stadion selbst ist alles auf Schiene: Der Polizei wird ein privater Sicherheitsdienst zur Seite gestellt. Vor den beiden Fantribünen sind Wurfnetze gespannt, Überwachsungskameras filmen live mit und senden direkt ins Innenministe­rium. Und: Pyrotechnik ist in Absprache mit der Polizei teilweise erlaubt. Ein Entgegenkommen, das die Fans hoffentlich zu schätzen wissen …

Die Prognose: Der WIENER BEZIRKSBLATT Derby-Check 

Bühne frei für das 295. Wiener Fußball-Derby. Was in der Saison bisher
war, ist egal. Ein Derby-Sieg zählt sowohl für Violett als auch für
Grün-Weiß doppelt. Das WIENER BEZIRKSBLATT stimmt dich darauf ein. 

Verteidigung

Derby - Verteidigung

Hinten stand die Austria mit Klein, Dragovic & Co zuletzt besser, die Defensive war die Schwachstelle der Grün-Weißen.

Defensives Mittelfeld

Derby - Defensives Mittelfeld

Baumgartlinger und (Ex-Rapidler) Hlinka gegen Pehlivan und Heikkinen. Beide „Doppel-Sechser“ sind ein Prunkstück.

Offensives Mittelfeld

Derby - offensives Mittelfeld

Punkt an Violett. Junuzovic & Co sind über die Rapid-Offensive ohne Hofmann zu stellen. Der grüne Kapitän fehlt vermutlich.

Außenbahnen

Derby - Außenbahnen

Hier geht der Punkt an die Hütteldorfer. Kavlak, Saurer, Drazan – das Angebot ist größer als bei den Veilchen.

 
Angriff

Derby - Angriff

FAK hat "Knipser“ Linz und den wieder genesenen Jun. SCR hat Verletzungs­sorgen, aber Salihi, Gartler steigerten sich.

 
Trainer

Derby - TrainerSobald Austria schwächelt, ist Daxbacher im Kreuzfeuer. Bei Rapid hat sich Pacult Kredit erarbeitet. Offen, ob das beim Derby hilft.

Fans und Stadion

Derby - Fans und StadionAuch im "Horr“ werden 2.000 Rapid-Fans viel Stimmung machen. Aber Favoriten ist Austria-Land – 11.000 Fans sind lauter.

Derby-Gesetze

Derby - Derby-Gesetze

Hier glauben wir, dass beides möglich ist, dass die Tagesform entscheiden kann. Ein Derby hat immer seine eigenen Gesetze.

Zahlen, Daten, Fakten

1911

fand das 1. Wiener Derby auf dem WAC-Platz statt. Rapid siegte 4:1.

65

Mal spielten die Großklubs im Derby remis.

294

Duelle der beiden Wiener Großklubs gab es bisher.

6:0

war der höchste Austria-Sieg am 11. 10. 1969.

107

Mal holte die Austria den "Sieg der Siege“.

12

Tore fielen bei zwei Derbys 1930 (8:4 für Austria) und 1950 (7:5 für Rapid).

122

Mal gewann Grün-Weiß gegen den Erzrivalen.

250

Der runde "Derby-Geburtstag“ fand im August 2007 statt.

60

Spieler und Trainer wagten es, für beide Teams aufzulaufen –
nicht immer ohne Pfiffe …

19

Mal endete das Derby torlos.

9:0

war der höchste Rapid-Sieg am 2.7.1916.

1950

fand eines der legendärsten Derbys statt: Bei strömendem Regen vor 55.000 Zuschauern im Prater-Stadion siegte Rapid gegen die Austria 7:5. Zur Pause hatte Violett noch mit 4:3 geführt.

  • Adresse: Fischhofgasse 14, 1100 Wien