Die „Herde“ immunisieren

Der italienische Senat hat heuer beschlossen, dass schulpflichtige Kinder gegen zehn Krankheiten – darun­ter Masern, Feuchtblattern und Tetanus – geimpft werden müssen. Die Strafen bei Unterlassung reichen bis zu 500 Euro. Von einer derartigen Verpflichtung können heimische Impfbefürworter nur träumen. Zwar sei „der österreichische Impfplan einer der besten der Welt“, wie der Viro­loge Otfried Kistner ­betont. Allerdings bringe die Bevölkerung trotz vieler kostenloser Impfangebote nicht allen Krankheiten die gleiche ­Aufmerksamkeit entgegen. Für FSME etwa liegt die Durchimpfungsrate bei 80 Prozent, bei Influenza wiederum sieht Kistner großen Aufholbedarf: „Hier sind wir auf dem Niveau von Entwicklungsländern.“ Bei ansteckenden Krankheiten kommt der „Herden­immunität“ eine große ­Bedeutung zu: Sind etwa 85 Prozent der Bevölkerung gegen Röteln oder Polio ­geimpft, so sind auch die Nichtgeimpften dagegen ­geschützt.

Das Auge braucht Schutz

Täglich blicken wir auf Bildschirme, Smartphones oder sehen fern. Belastet wird dabei nicht nur, aber vor allem das Auge: Wenn lange in derselben Distanz ein Ziel fixiert wird, ermüdet der Augenmuskel. Darüber hinaus absorbiert das Auge das „Blaulicht“ der Bildschirme, das die Netzhaut belastet. „Hier gibt  es zum Schutz spezielle Bildschirmbrillen mit ­Blaufilter“, erklärt Erwin Stella, Vize-Obmann der Fachgruppe Wien Gesundheitsberufe. Insgesamt rät Stella zu regelmäßigen Bildschirmpausen, wobei zur Entspannung des Augenmuskels der Blick auf ein mindestens fünf Meter entferntes Objekt hilfreich ist. Dies sollten Menschen, die am Computer arbeiten, auf jeden Fall ein Mal pro Stunde tun. Als ideale Entfernung vom PC-Bildschirm empfiehlt der passionierte Optiker etwa 70 Zentimeter.


Allergiker-Linsen

Gerade Pollenallergiker leiden von Frühjahr bis Herbst. Kontaklinsenträgern wird zu weichen Linsen geraten. Diese schützen aufgrund ihres größeren Durchmessers besser als harte Linsen. Förderlich sind hier auch Tageslinsen: An diesen lagern sich weniger Schadstoffe ab als an Linsen, die monatelang ihren Dienst tun.


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Versteckte Sehfehler

Wenn Schulkinder beim Lesen Schwierigkeiten haben, kann dies mit Fehlsichtigkeit zu tun haben. Eltern, die mit ihrem Kind noch nie beim Augenarzt waren, sollten dies nachholen. Ein guter Tipp: Kinder sollten täglich eine Stunde ins Freie, um den Blick zwischen kurzen und weiten Entfernungen wechseln zu lassen.


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Künstliches Sehen: Laserlicht gegen Netzhautschäden

Eine bahnbrechende Entdeckung haben internationale Forscher in Zusammenarbeit mit der Med Uni Graz gemacht: Farbpigmente aus dem Laserdruck sollen Menschen, die durch eine Netzhautdegeneration erblindet sind, zum Sehen verhelfen. „Wir haben aus den Farb­pigmenten dreidimensionale Formen in der Dimension von Körperzellen entwickelt“, erklärt Dr. Rainer Schindl vom Institut für Biophysik der Med Uni Graz. „Diese Nanostrukturen können mit Laserlicht aufgeladen und mithilfe von Laserlicht gesteuert werden.“ Bis die Mediziner mit dieser Methode arbeiten können, wird es allerdings noch etwa fünf Jahre dauern.

Mein Hund stinkt nicht!

Weil sie mit herkömmlichen Hunde-Shampoos unzufrieden war, entwickelte die Seifensiederin Claudia Schneider ihre eigene Hundeseife und nannte sie „Kleiner Stinker“. In der gleichnamigen Box sind nun die Natur-Hunde­seife, ein Pfotentuch und ein paar Leckerlis zusammengepackt.

Abgestimmt

Schätzungsweise 750.000 Hunde leben in ­unserem Land. Vermutlich können 749.000 das Waschen nicht leiden. Einfühlsame Hundebesitzer legen daher Wert auf eine Seife, mit der ihre Wuffis rasch und effektiv, ohne viel Geheul gereinigt werden können. „Kleiner Stinker“ von „Alles Seife“ enthält ausgewählte biologische Pflanzenöle und ist auf die ­besonderen Bedürfnisse der Tierhaut ­abge­stimmt. Zusammen mit wohltuender Heilerde und ­spe­ziellen ­ätherischen Ölen wirkt die Seife antiseptisch und desinfizierend und hilft auch gegen Parasiten, ­Ekzeme und bei empfindlicher Haut. Ideal auch zur Pfotenpflege zum Beispiel in der kalten Jahreszeit bei Streusalz.

Infos: www.allesseife.at

Nicht sehr sportlich

Wie eine Befragung ergeben hat, treibt nicht einmal die Hälfte der 16- bis 29-jährigen Österreicher zumindest eineinhalb Stunden pro Woche Sport. Im Gegensatz dazu sind Geräte oder Apps zur Selbstmessung in dieser Gruppe recht beliebt, wobei Fitness-Apps mit knapp 50 Prozent Verwendung finden. Ihr Wissen über Gesundheit stufen die jungen Menschen überwiegend als gut ein – den eigenen Lebensstil bezeichnet jedoch nur jeder Vierte als gesund.

Die Kalte Jahreszeit in der Therme verbringen

Winter-Spezial: Genießen Sie den Winter mit den WBB-Weihnachtsgewinnspielen! Wenn es draußen kalt wird, sollte man es sich drinnen gemütlich machen – und das geht am besten mit unseren tollen Verlosungs-Preisen!

Entspannung in Loipersdorf

Wo kann man sich besser aufwärmen als in heilendem Thermalwasser? Mit Gutscheinen der Therme Loipersdorf können Sie gemeinsame Zeit, Entspannung und Glücksmomente schenken. Unter www.therme.at/gutscheine erhalten Sie beim Kauf eines Gutscheins im Wert von 100 Euro einen 10-Euro-Weihnachtsbonus!

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Laufen und nachdenken

Die Premiere war ein Riesenhit, heuer geht der Movember-Lauf des ASKÖ WAT zum zweiten Mal über den Marxer Asphalt. Gemeinsam mit der Movember-Foundation will man nicht nur Spaß haben, sondern Männer auch ­darauf hinweisen, dass regelmäßige Medizin-Checks das Leben retten können. Zurück zum Spaß: am Samstag, 18. November, wird im Mediaquarter (3. Bezirk) über 2,5 oder 5 km gelaufen bzw. „nordic gewalkt“. Start ist um 14 Uhr.

Infos: www.movemberlauf.at

Für mehr Energie und Lebensfreude

Je weniger Sonnenstrahlen im Herbst das Gemüt der Menschen erhellen, desto schwieriger ist es, sich zu ausreichender Bewegung zu ­motivieren – das kennen wir wohl alle aus eigener Erfahrung. Aber wollen wir wirklich zulassen, dass die ­ungeliebten Speckpölsterchen die Oberhand gewinnen? Und erst dann reagieren?

Überall sporteln

Besser, man beugt vor – und nicht nur mit Kniebeugen. Eine Vielzahl an Sportarten hält uns körperlich fit und ­gesund. Dazu kommt: Sport setzt Glückshormone (Endorphine) frei und wirkt hervorragend gegen etwaige auf­ziehende Verstimmungen, Lust­losigkeit oder gar Herbstdepressionen.

Die Wahl der Mittel steht jedem Menschen frei. Mehrere Wege ­führen zum Ziel, das Energie und Lebensfreude heißt. Aber womit beginnen? Bereits ein moderates Lauftraining hat positive Effekte auf den gesamten Stoffwechsel und hilft wirksam, den eigenen Körper in Balance zu halten. Bei Gelenkproblemen oder Übergewichtigkeit können es Nordic Walking, Power Walking oder Radfahren sein. In Tagen wie diesen – und auch an allen Tagen im Jahr – sind auch viel Zufußgehen im Alltag und Einkäufe oder andere Erledigungen ohne Auto ratsam.

Ergometer zu Hause

Wer im Warmen bleiben will, ist auf dem Ergometer gut aufgehoben. Obwohl „nur“ die Beine arbeiten, senkt ­Radeln nachweislich den Blutzuckerspiegel. Zudem ist die ­Gefahr, sich zu verkühlen, gleich null – ein großer Vorteil für unfreundliche, nasskalte Herbst- und Wintermonate.

Fitness trainieren

Viele Sportbegeisterte zieht es in der kälteren Jahreszeit ins ­Fitnesscenter. Das ist gut so. Ratsam sind, wie Ärzte und Sportmediziner bestätigen, zwei Trainings pro Woche – mit mittlerer Intensität. Dabei können alle größeren Muskelgruppen beansprucht werden. So ein 60- bis 90-minütiges Fitnesstraining schafft Wohlbefinden, eine schlankere Linie, mehr Leistungsfähigkeit und stärkt das Immunsystem.

Gemüse stärkt Abwehr

Eine vitaminreiche Ernährung ist besonders im Herbst und Winter wichtig, um die körpereigene Abwehr zu stärken. Nach der Fülle des Angebots in den Sommermonaten mag es nicht so scheinen, doch auch im Winter ist frisches Gemüse aus heimischem Freilandanbau im Angebot. Typische Wintergemüse wie Kohl und Kohl­sprossen schmecken sogar erst nach dem ersten Frost richtig gut. Neben den vitaminreichen Kohlgemüsen, die den ganzen Winter über frisch geerntet werden, sind auch Rote Rüben ein heißer Tipp – neben Klassikern wie Feldsalat, der zum Beispiel mehr Eisen enthält als Schweinefleisch.

Selbstständig den Alltag meistern

Das Treppensteigen kann für Senioren schnell zur täglichen Herausforderung werden. Bei jeder Stufe wird der gesamte Körper ­belastet, Lebensqualität und Gesundheit leiden. Statt sich das Leben zu erschweren, sollte man auf einen Treppenlift umsteigen, der mehr Unabhängigkeit schenkt und den Alltag erleichtert. Senioren sind so nicht mehr auf Hilfe von anderen angewiesen und können Treppen selbstständig und schnell meistern. Das Wohnen im Alter bleibt dadurch barrierefrei, sicher und autonom. Treppenlifte sind für nahezu jede Art von Treppe erhältlich. Eine Investition, die sich langfristig lohnt. Weitere Infos unter: www.lifta.at

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VKI vergibt gute Noten: Joghurt ist tadellos

Wer vor dem Kühlregal nach einem Naturjoghurt Ausschau hält, hat die Qual der Wahl. Meterweise reihen sich die Becher aneinander: Naturjoghurt, stichfestes ­Joghurt, Creme Joghurt, Heumilch Naturjoghurt usw. Allein im Raum Wien hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) über 200 Naturjoghurts aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch gezählt. Ein Test der Konsumentenschützer ergab: Die Angaben zum Fettgehalt stimmten bei fast allen Proben, lediglich zwei Produkte waren etwas weniger üppig, als auf der Verpackung angegeben. Auch die laktosefreien Produkte konnten überzeugen. In der mikrobiologischen Untersuchung zeigte sich, dass die Hygie­nemaßnahmen der Hersteller ebenfalls tadellos sind.

Schutz vor Gebrechlichkeit

Die Johanniter suchen Freiwillige ab 60 Jahren: Im Rahmen des Projekts My-AHA werden Programme zur Vorbeugung und Verbesserung von ­Gebrechlichkeit getestet. Alle erhobenen Daten stehen den Teilnehmern zur Verfügung und können mit den eigenen Ärzten besprochen werden. Für die Teilnahme wird ein Smartphone benötigt, das bei Bedarf zur Verfügung gestellt wird. Teilnehmer, die die Testungen vollständig begleiten, können das Smartphone nach Ablauf des Projekts als Dankeschön behalten. Die Testphase startet im Jänner 2018 und läuft über 18 Monate mit fünf Terminen zu jeweils zweieinhalb Stunden. Das Programm beinhaltet u. a. Bewegungs- und ­Balanceübungen sowie Fitnesstrainings. Auf activeageing.unito.it gibt es alle Informationen zu My-AHA.

Volle Lust aufs Leben

Gesundheit und Schönheit, Mode und Stil, Natur und Pflanze – das sind nur drei der acht Ausstellungsbereiche, die auf der „Lebenslustmesse“ im Prater auf Besucher warten. Rund 35.000 Junggebliebene sollen es heuer werden, die sich von 25. bis 28. Oktober um die etwa 200 Stände scharen werden.

Von A bis Z

Die Ausstellerliste reicht von A wie Abano Monte­grotto Terme bis Z wie Zahnklinik Döbling. Dazwischen finden sich jede Menge Kurzentren, Hersteller von Naturprodukten und biologischen Nahrungsmitteln. Natürlich dürfen auch die Liebhaber von Deftigem und Süßigkeiten nicht zu kurz kommen: Leberkäse und Schokolade sind durchaus auch vertreten auf der „Lebenslust-Messe“.

Im Bereich Beratung und Wissen sind etwa die Rechtsanwalts- und die Notariatskammer oder die Polizei zu Hause, unter Reise, Sport und Kultur ­fallen die ÖBB und andere zahlreiche Touristikunternehmen. Zunehmend an Bedeutung gewann in jüngster Zeit das Thema Sicherheit, dem auch ein eigener Bereich gewidmet ist. Hier geht es um gut verschließbare Haustüren ebenso wie um Fensterdichtungen und Alarmsysteme. Auch das Thema Mobilität gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Von Taxi- und Busunternehmen bis zu einer Fahrschule, die Kurse zu „angstfreiem Autofahren“ anbietet, erstreckt sich hier die Palette.

Viele Schnäppchen

Darüber hinaus präsentieren sich viele Gesundheits- und Sozialorganisationen, Seniorenwohnheime sowie Pflegeorganisationen. Und auch für den Bereich Bestattung bieten etliche Unternehmen ihre vielfältigen Dienstleistungen und Produkte an.

Neben einer Unzahl an neuen Produkten und Services gibt es für die Besucher jede Menge Messeschnäppchen zu erwerben. Und auf drei Bühnen wird vier Tage lang ein Feuerwerk an Shows, Workshops, Modenschauen und auch Expertenvorträgen abgebrannt. Auf der Wissensbühne geht es um moderne Reiseziele des Gesundheitstourismus, aber auch um Fehler beim Wohnen im fortgeschrittenen Alter.

Tanzeinlagen bieten etwa Willi Gabalier und Eddy Franzen, die jungen Zillertaler spielen auf und die Brieflosshow ist auf der Messe zu Gast. Und wie jedes Jahr unterhält Peter Rapp das Publikum:
Er präsentiert die ÖBB-­Reiseshow.

Mit der U2

Die „Lebenslust“-Messe läuft von 25. bis 28. Oktober (täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr) in der Halle A der Messe Wien, Messeplatz 1. Öffentlich erreichbar am besten mit der U2 (­Station Messe-Prater). Der Eintritt ist frei.

Eine Praxis für ­Ausgeglichenheit

Ihren Herzenswunsch hat Barbara Baumann mit der Eröffnung ihrer „Praxis für Physiotherapie, Tanztherapie & Pilates“ in der Anastasius-Grün-Gasse 21/6 umgesetzt. Unter dem Motto „Therapie bewegt“ verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz und lädt in einen Begegnungsraum mit komplementären Therapiemethoden. „Im Fokus steht das Ziel, dass die Menschen, die wir betreuen und behandeln, in einer vertrauensvollen und professionellen Umgebung zu ihrer physischen
und psychischen Balance und Gesundheit finden können“, so Baumann zum WIENER ­BEZIRKSBLATT. In diesem Sinne erwartet die Patienten in der neu eröffneten Praxis ein umfassendes Angebot aus individuellen Einzelbehandlungen sowie Seminaren, Kursen und Workshops.

Tanz und Pilates

Als Wahl-Physiotherapeutin bietet Baumann sowohl einzeltherapeutische Behandlungen vor Ort als auch Hausbesuche an. Ihre therapeutischen ­Tätigkeiten werden erweitert durch Angebote aus der tanzspezifischen Physiotherapie für den Hobby- und Profi-Tanzbereich, da sie selbst als Bühnentänzerin und Tanz­pädagogin tätig war. Weiters ­arbeitet Baumann als Tanztherapeutin und Pilates-Trainerin in der Prävention sowie Rehabilitation und bietet ­Einzeltherapie-Stunden und Kleingruppen-Kurse an. „In meiner therapeutischen Tätigkeit schätze ich das Arbeiten mit und am Menschen sowie die Befähigung, menschliche Funktionen und Fertigkeiten zu analysieren, zu therapieren und optimieren“, erklärt ­Barbara Baumann.

Infos und Kontakt: www.therapiebewegt.at

Den Grippe-Viren entkommen

Bis 7. Dezember ­werden wieder die Grippe-Schutzimpfungen der Stadt Wien angeboten. Besonders Kindern und älteren Menschen wird die Impfung empfohlen, weil die Grippe mit hohem Fieber verbunden sein kann und mit Kompli­kationen zu rechnen ist.

Geimpft wird im Bezirksgesundheitsamt am Hietzinger Kai 1–3 im 13. Bezirk (früheres Vorstehungsgebäude). Der Kostenbeitrag für die Impfung beträgt je nach Impfstoff 11 bis 15 Euro. Die Impf­zeiten: jeden Dienstag und Mittwoch (mittwochs nur während der Schulzeit) von 13 bis 15 Uhr und an Donnerstagen von 8 bis 10 Uhr.