Zukunft des Wohnbaus: Das 1. Wohnbaumprogramm

(C) PID/C.Jobst: Wohnbaustadträtin Gaal (l.) und Bürgermeister Ludwig (r.) präsentieren das Wohnbaumprogramm

Die Zukunft des Wohnbaus liegt im Holz – denn mit dem „1. Wiener Wohnbaumprogramm“ möchte die Stadt Wien ihre Vorreiterrolle im Bereich Klimaschutz und klimaschonender Wohnbau weiter ausbauen. Die klimabewusste Wohnbauaktion der Stadt soll in insgesamt drei Phasen 1.000 Wohnungen bis 2025 in Holzbauweise und Holzhybridbauweise schaffen.

Klimaschutz und Wohnbau

Dass sich Klimaschutz und Wohnbau miteinander verbinden lässt, möchte Wien mit dem neuen Programm beweisen. Ein Mix aus Urbanität, Leben im Grün und Ressourcenschonung sollen die neuen Bauprojekte bringen.

„Wir haben mit dem 1. Wiener Wohnbaumprogramm eine entsprechende Maßnahme entwickelt, die den Schwerpunkt auf das Thema Bauen und Wohnen im Einklang mit der Natur in der Stadt legt. Umweltbewusst und ökologisch, naturnah und trotzdem urban ‒ das sind alles Merkmale, die das 1. Wiener Wohnbaumprogramm auszeichnen.“ so Bürgermeister Michael Ludwig und Wohnbaustadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal.

Wohnbaumprogramm: Erste Phase im Herbst 2021

In der ersten Phase im Herbst 2021 sollen auf sechs Standorten rund 150 neue Wohnungen geschaffen werden. Die Standorte der neuen Holzbauten sind dabei allesamt über der Donau – zwei in Floridsdorf, vier in der Donaustadt – angedacht. Weitere Verfahren sind für 2022 und 2023 geplant.

Um den ökologisch hohen Ansprüchen der Klimamusterstadt Wien zu entsprechen, wird bei der Planung der Holzbauten auf einem Maßnahmenmix aus Begrünung, Kühlung und Beschattung gekoppelt mit nachhaltigen Ressourcen gesetzt. Die neuen Wohnungen sollen durch die neuartige Bauweise weniger zu Überhitzung im Sommer neigen.

Baustoff Holz

Die neuen Bauten sollen Urbanität mit naturnahem Flair garantieren und dabei CO2 einsparen.Die Gebäude werden energieeffizient geplant und zwei bis vier Geschosse erhalten.

Ein Kubkmeter Holz, als heimischer und nachwachsender Rohstoff, speichert rund eine Tonne des klimaschädlichen CO2. Wer mit Holz, statt auf energieintensive Baumaterialien wie Beton oder Stahl setzt, verringert die Treibhausgasemissionen beim Bau. Die Stadt möchte beim verwendeten Rohstoff auf Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit entsprechender Zertifizierung setzen.