Naturhistorisches Museum Wien: Dinos online

(C) NHM: Der mächtige Allosaurus

Trotz Lockdown ins Museum. Dank neuester Technik können Ausstellungsstücke des Naturhistorischen Museums Wien mittels 3D-Modellen online bestaunt werden.

Das Naturhistorische Museum ist weltweit bekannt. Es zählt zu den bedeutendsten Naturmuseen und hat eine über 270 jährige Geschichte. Dass das Museum aber nicht nur historisch von Bedeutung ist, sondern auch stets mit State-of-the-Art Museumsvermittlung und Forschungsprojekten aufwartet, beweist das NHM wieder aufs Neue. Auch wenn trotz derzeitigen Lockdowns ein Besuch nicht möglich ist, können dank der digitalisierten 3D-Modelle einige Objekte detailgenau und von zu Hause aus bestaunt werden.

Mit dem Projekt „MicroMus: Unlocking the Microcosm – Micro-CT Analyses in Museum Collections“ werden Ausstellungsstücke gescannt, digitalisiert und in 3-D-Modellen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Damit können nun naturhistorisch-interessierte Personen Fossilien von Urzeitwesen und Dinosauriern neu erleben. Und das online von zuhause aus.

Neue Perspektiven werden ermöglicht

(C) NHM: Scan des Terrorbird

„Die 3D Scans erlauben es, die im Museum ausgestellten Objekten aus ganz neuen Perspektiven zu betrachten, welche in den Vitrinen verborgen bleiben“, ist auch der Projektleiter Dr. Andreas Kroh überzeugt. Die beliebtesten 100 Objekte des Museums sollen digitalisiert werden. Die ersten 20 davon sind bereits online verfügbar. Darunter finden sich spannende 3D-Modelle von Dinosauriern, Urzeitvögel oder Riesen Schildkröten.

Hier werden nicht nur Stücke aus den Schausälen des Museums gezeigt. Es finden sich auch Objekte aus den wissenschaftlichen Sammlungen im 3D-Repertoire. So werden auch Gegenstände hinter den Kulissen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In weiterer Folge werden auch Scans aus aktuellen Forschungsprojekten und aus den wissenschaftlichen Sammlungen des Museums das Angebot erweitern.

Zusätzlich zu den 3D-Modellen bieten spannende Info-Boxen Hintergrundinformationen und erklären den online Besuchern die Ausstellungsstücke.

Die Technik dahinter

(C) NHM: Der Allosaurus wird gescannt

Die 3D-Modelle werden mittels kompakter und von Hand geführten 3D-Scannern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums aufgenommen. Die 3D-Scanner ermöglichen das genaue Erfassen von Oberflächen und deren Farben. Mit Hilfe dieser Scans kann in Folge ein 3D-Modell erstellt werden, das auf der Plattform Sketchfab online zur Verfügung gestellt wird.