Wiener Prater: Ein neues Pratermuseum kommt

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Der Prater gehört zu Wien wie das Riesenrad zum Prater. Die Geschichte des Vergnügungsparks in der Leopoldstadt geht dabei auf das Jahr 1766 zurück. Damals öffnete der Kaiser Joseph II. Das kaiserliche Jagdgebiet für die breite Bevölkerung. Zu den ersten Attraktionen und Fahrgeschäften gehörten spektakuläre Feuerwerke, Karussells und natürlich Kasperltheater. Bis heute ist der Wurstelprater im Besitz von Unternehmen, organisiert im Wiener Praterverband, die auf eine lange Familiengeschichte zurückblicken können.

Vom großen Stellenwert des Praters für die Stadt, weiß auch Bürgermeister Michael Ludwig: „Kaum ein anderer Vergnügungspark hat sich so stark in die städtische Identität und das Stadtimage eingeschrieben wie der Prater in Wien. Im Unterschied zu internationalen Vergnügungsparks ist der Wurstelprater für alle offen und frei zugänglich; auch das macht ihn zu einem einzigartigen Ort. Die Praterbetriebe mit ihren immer wieder neuen Attraktionen halten den Prater lebendig.“

Das Pratermuseum erzählt die 255 jährige Geschichte des Wurstelpraters. Die Neuadaptierung für ein eigenes Pratermuseum beginnt noch dieses Jahr.

Neue Pratermuseum

Derzeit befindet sich das Pratermuseum in einem kleinen Raum im Planetarium. Die Sammlung an interessanten und gar magischen Ausstellungsstücken wächst kontinuierlich und konservatorische Standards können nicht eingehalten werden. Daher soll das Pratermuseum aus seinem Schattendasein heraus und einen eigenen Standort an prominenter Stelle erhalten.

An der Straße des 1. Mai nahe dem Riesenrad erzählt ab 2024 ein eigenes Pratermuseum die Geschichte des Praters neu. Die Eröffnung des neuen Pratermuseums ist für 2024 geplant. Die Stadt Wien stellt für das Projekt insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler zeigt sich über das neue Pratermuseum erfreut: „Im Prater trafen nicht nur unterschiedliche gesellschaftliche Schichten aufeinander, hier wurden auch erstmals technische Innovationen einem breiten Publikum präsentiert. Im neuen Pratermuseum wird die Geschichte des Orts als magischer und prägender Teil unserer Stadt zeitgemäß aufbereitet werden, die sicher zahlreiche Wienerinnen und Wiener und auch Touristinnen und Touristen begeistern wird“.

Pratersammlung von Hans Pemmer

Die Pratersammlung geht auf die Sammelleidenschaft von Hans Pemmer zurück. Der ehemalige Hauptschullehrer und Heimatforscher schenkte seine Sammlung 1964 der Stadt, die diese im damals neuen Wiener Planetarium unterbrachte. Etwa Hutschpferde, ein Modell der Weltausstellung und ein Heiratsvermittlungsautomat genauso wie eine Ausgabe des typischen Watschenmanns, ein beleuchteter Teufelskopf und Fotos des österreichischen Fotografen Emil Mayers. Die jüngste Donation ist ein Entenkarussell aus den 1950er Jahren der Familie Lang.