Das von der Stadt Wien ins Leben gerufene 1. Wiener WohnBAUMprogramm vereint leistbares Wohnen, hohe architektonische Qualität und ökologische Verantwortung. In insgesamt drei Phasen sollen rund 1.200 Wohnungen in innovativer Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise entstehen.
Die symbolische Spatenstich für das Projekt fand am Steinspornweg 33 im 22. Bezirk statt. Dieser Standort steht stellvertretend für insgesamt drei Liegenschaften der MIGRA, die sich zusätzlich auf die Leopoldauer Straße 132A und die Donaustadtstraße verteilen. Der wohnfonds_wien hat den zugrundeliegenden einstufigen Bauträgerwettbewerb abgewickelt, bei dem sich der Bauträger bereits im Jahr 2022 erfolgreich durchsetzen konnte.
Das Bauvorhaben umfasst rund 70 geförderte Wohneinheiten, die sich auf eine Wohnnutzfläche von etwa 5.700 Quadratmetern aufteilen. Das Angebot splittet sich exakt in 36 geförderte sowie 34 SMART-geförderte Wohnungen auf. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist für das 2. Quartal 2028 geplant.

„Wien beweist mit dem Wiener WohnBAUMprogramm Weitsicht! Denn Wien begegnet den Herausforderungen an die Metropolen der Zukunft mit Innovationskraft, Kreativität und Mut. Durch den heutigen Spatenstich für das geförderte Holzbauprojekt ‚Hertha am Wasser‘ wird aufgezeigt, wie in unserer Stadt bei der Schaffung von leistbarem Wohnraum höchste ökologische Ansprüche und neue Technologien unter einem Dach vereint werden können. Damit leistet der Wiener Wohnbau einmal mehr wertvolle Pionierarbeit und nimmt die Verantwortung als Vorreiterin in Sachen innovativer nachhaltiger und leistbarer Wohnbau wahr“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
Flexibles System für nachhaltige Zukunft
Für die Umsetzung entwickelte Hohensinn Architektur ein spezielles Baukastensystem in vorgefertigter Holzrahmenbauweise, dessen Kern aus gerasterten Raummodulen und vorgefertigten Nasszellen besteht. Das Konzept fördert die Kreislaufwirtschaft durch den Einsatz von ReUse-Parkett, Altholz sowie die Verwendung des eigenen Erdaushubs vor Ort. Ein digitaler Zwilling speichert alle Materialdaten, während Wärmepumpen, Tiefensonden und Photovoltaikanlagen für eine regenerative Energieversorgung sorgen.
Das spezifische Teilprojekt „Hertha am Wasser“ am Steinspornweg besteht aus fünf Einzelhäusern rund um Dorfplätze und vier Gemeinschaftshäusern direkt am Schillerwasser. Es beinhaltet 15 geförderte Wohnungen – davon acht SMART-Wohnungen – sowie zwei Kleingewerbeflächen und diverse Gemeinschaftszonen wie Werkstätten oder eine Gartenküche.
„Leistbarer Wiener Wohnbau trifft Holzbau in Vorfertigung und Klimaschutz – mit einem flexiblen Baukastensystem, das auch für weitere Standorte und größere Anwendungen gedacht ist. ‚Hertha‘ soll zeigen, dass geförderter Wohnbau gleichzeitig leistbar, architektonisch qualitätsvoll und ökologisch ambitioniert sein kann. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne technische Innovation, sondern das Zusammenspiel von Systematisierung, Materialeffizienz, Energie, Freiraum und sozialer Nachhaltigkeit“, erläutern die MIGRA-Geschäftsführer Alfred Petritz und Smajo Pasalic.
„Der Laborcharakter ist ein wesentliches Merkmal des Bauträgerwettbewerbs. Im Rahmen des 1. Wiener WohnBAUMprogramms werden mehrgeschoßige, geförderte Wohnbauten in Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise mit höchsten Energiestandards umgesetzt. Dadurch liefern wir innovative Ansätze, um klimafreundliche und kreislaufwirtschaftliche Prinzipien im Wohnbau nachhaltig zu implementieren“, führt Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien, aus.
Weitere Infos zum 1. Wiener WohnBAUMprogramm: https://www.wohnfonds.wien.at/digitale-ausstellung-talk-kreislauffaehiges-bauen

