CANAL+ startet 2. Staffel von „BUT WHAT ABOUT… “ mit einem Paukenschlag

©TFCITD

Wie nachhaltig Musikfestivals sind, will Rapper YUGO ab 12. Juni 2022 wissen – und Influencerin Christl Clear kümmert sich in der zweiten Folge um Tattoos.

Das österreichische Sustainability-Doku-Format „BUT WHAT ABOUT…“ beschäftigt sich seit 2021 mit Klimasünden, die den Menschen eigentlich kaum bewusst sind. So wurden in der ersten Staffel Themen wie Religion, Sex, Drogen, Geld und Tod auf ihre Nachhaltigkeit geprüft. Nun geht das von CANAL+ in Kooperation mit der Agentur Obscura produzierte Doku-Format in die zweite Runde – und lässt im wahrsten Sinne des Wortes aufhorchen.

Live-Konzerte als Umwelt-Verpester?
Die zweite Staffel wird wortwörtlich mit einem Paukenschlag und dem Thema Musik eröffnet: In der ersten Episode „BUT WHAT ABOUT… Live Music“ geht niemand geringer als der österreichische Rapper und Musikproduzent YUGO der Frage auf den Grund, wie Konzerte und Festivals künftig nachhaltiger gestaltet werden können. Die Doku mit Rapper YUGO ist ab 12. Juni exklusiv auf CANAL+ und auf CANAL+ FIRST am 12. Juni um 19:40 Uhr zu sehen.

Hohe CO2-Emissionen durch Anreise
Denn: Bei Konzerten und Festivals kommen nicht nur Menschen aus aller Welt an einem Ort zusammen, sondern auch Berge von Müll. Wussten Sie zum Beispiel, dass fast 70 Prozent der CO2-Emissionen bei einem Festival nur von der An- und Abreise der Besucher:innen erzeugt werden? Oder dass bei jedem Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien täglich rund 106 Tonnen Müll am Tag entsorgt werden müssen? Zum Vergleich: Die Österreicher:innen kommen pro Kopf auf 488 Kilo Müll im Jahr.

Ecstasy in den Flüssen
Aber Festivals beeinträchtigen auch auf andere Weise die Umwelt: So war etwa nach einem Glastonbury Festival im Südwesten Englands die MDMA-Konzentration im nahegelegenen Whitelake River so hoch, dass sogar die bedrohten, heimischen Aale von dem Ecstasy-Wirkstoff in Mitleidenschaft gezogen wurden. Während des Frequency Festivals in St. Pölten konnten Forscher:innen eine Erhöhung von Kohlenstoffkonzentration sowie CO2-Ausstoß feststellen. Dies ist auf eine Kombination aus leicht abbaubaren Stoffen wie Schweiß, aber auch schwerer abbaubaren Stoffen wie Sonnencreme zurückzuführen. Und als die Band U2 bei ihrer „360° Tour“ mit ihrem 429 Tonnen schwerem Set zu 44 verschiedenen Venues reiste, betrug ihr CO2-Ausstoß in einem Jahr so viel, wie man für einen Mars-Flug verursachen würde – 65.000 Tonnen.

Mittlerweile ist das Umweltbewusstsein glücklicherweise ein wenig gestiegen – aber welche Rolle spielen Musiker:innen heute tatsächlich im Kampf gegen den Klimawandel? Dieser Frage geht Rapper YUGO u.a. in Gesprächen mit dem Projektmanager vom Donauinselfest sowie mit Musiker:innen und einer Forscherin nach. Trotz des kritischen Hinterfragens ist der Blick in die Zukunft optimistisch. Denn es zeigen sich auch Möglichkeiten, es künftig besser zu machen. Und ein wichtiger Aspekt sollte bei der Diskussion um Nachhaltigkeit nicht vergessen werden: Nach dem Besuch eines Live-Events fühlt man sich mental spürbar besser – und das hat wiederum positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

Tattoos als Tier-Killer
In Folge 2 des Doku-Formats „BUT WHAT ABOUT…“ geht es dann um Tattoos – hier stellt Influencerin, Kolumnistin und Buchautorin Christl Clear die spannenden Fragen zum Thema. Was Tattoos mit unserer Umwelt zu tun haben? Nun ja, laut PETA kann nicht-vegane Tattoo-Tinte Spuren von Knochenkohle, Glycerin aus tierischem Fett, Wollwachs aus den Talgdrüsen von Schafen, Gelatine aus Hufen und Schellack aus Käfern enthalten. Und tatsächlich sind traditionelle Tattoo-Farben mit tierischen Stoffen unproblematischer als vegane Alternativen, die auf Acrylat und somit auf flüssigen Kunststoffen basieren. Gut für die Menschen, aber schlecht für die Tiere.

Immerhin sind mittlerweile 42 Prozent aller 16- bis 34-Jährigen tätowiert. Selbst bei der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen liegt der Anteil der tätowierten Personen schon bei 30 Prozent. In Österreich ist bereits jeder Vierte tätowiert. Bis in die 60er- und 70er Jahre wurden tätowierte Menschen noch stigmatisiert und ausgegrenzt – sie galten entweder als Zuhälter oder Häfn-Brüder. Mittlerweile ist die Branche 2,3 Milliarden US-Dollar schwer. Interviewed werden von Christl Clear dazu u.a. ein Tattoo-Artist, ein Chemiker, eine Ärztin und ein Filmemacher. Die zweite Episode läuft am 26. Juni um 19:40 Uhr auf CANAL+ FIRST und ist ab 26. Juni jederzeit in der CANAL+ App abrufbar. Wer bereits einen kurzen Blick auf die zweite Episode von „BUT WHAT ABOUT… Tattoos“ werfen möchte, kann dies via Trailer auf YouTube tun.

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