Gerhard Zatlokal geht mit Jahresende

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Aus gesundheitlichen Gründen wird sich der Langzeitvorsteher nach fast 15 Jahren in den verdienten Ruhestand verabschieden. Eine erste Bilanz.

Am 21. Jänner 2023 wird der gelernte Elektroinstallateur und bodenständige ­Politiker 63 Jahre alt. Dann schon im Ruhestand, wie er dem WIENER BEZIRKSBLATT ­exklusiv mitteilte: „Ich werde spätestens Ende des Jahres aufhören.“ Dann war er fast genau 15 Jahre
die Nummer eins von ­Rudolfsheim-Fünfhaus.  

GESUNDHEITSGRÜNDE
Spekuliert wurde bezirks­intern schon länger darüber. Aber am Ende ist Gerhard Zatlokal der Einzige, der ­darüber entscheidet. Seine Beweggründe sind dabei rein ­gesundheitlicher Natur:
Wenn man merkt, dass man nicht mehr die notwendigen 120 Prozent leisten kann, dann muss man dem Bezirk zuliebe ­reagieren. Vor dem Sommer bin ich sechs ­Wochen auf Rehabilitation. Sollte das erfolgreich sein, trete ich mit 31. Dezember 2022 zurück. Wenn nicht, dann schon ­früher“, so dazu ­Gerhard Zatlokal. 

WER FOLGEN KÖNNTE
Damit ist natürlich die Nachfolgediskussion vom Gürtel bis zum Auer-Welsbach-Park eröffnet. Wer der zehnte Vorsteher des Bezirks genau sein wird, muss SPÖ-­intern erst beschlossen werden. Immer wieder war vom jetzigen Vorsitzenden der Verkehrskom­mission Dietmar Baurecht (49) die Rede. Doch fix ist noch nichts.

Gerhard Zatlokal wird als der am drittlängsten dienende Vorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus in die Annalen eingehen – vor ihm rangieren nur Heinrich Hajek sowie Maxi­milian Eder (mit jeweils fast 17 Jahren). Der Noch-Vor­steher wurde dreimal im Amt wiedergewählt.

GROSSE VERDIENSTE
Über die Bezirks- und Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde Zatlokal mit dem Gürtelpool 2020. Doch das wäre zu kurz gegriffen: Er hat den Bezirk über all die Jahre jünger, moderner und grüner gemacht. Und, so ­betonte er bei der Zehn-Jahres-Feier im Jänner 2019: „Ich habe die Straßenprostitution beendet, ein wirklicher Meilenstein. Und alles andere als einfach.“ Damals mit 120 Prozent Einsatz. 

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