Kopietz: „Unfall-Zahlen lügen nicht“

(C) Burghart: Harry Kopietz weist auf Unfallstatistiken.

Alle Jahre wieder: Regelmäßig, wenn eine ältere Autolenkerin oder ein älterer Autolenker einen Unfall verursacht – und womöglich andere Personen zu Schaden kommen –, wird der Ruf nach Führerscheinbefristungen oder Alterslimits laut. Zu Unrecht, wie ich meine. Die Unfallstatistik sagt eindeutig aus, dass ältere Autolenker weniger Unfälle mit Personenschaden verursachen als jüngere. Wenn also befristete Führerscheine oder verpflichtende ärztliche Untersuchungen diskutiert werden, dann nur für alle Altersgruppen. 

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Klar ist, dass das eigene Auto vor allem auf dem Land für die ältere Generation ein wichtiges und oft das einzige Fortbewegungsmittel für Arztbesuche, Therapien, Einkaufen oder für den Verwandtenbesuch ist. Nichtsdestotrotz – und hier appelliere ich an alle Altersgruppen – sollte jede Autolenkerin, jeder Autolenker sich nur dann hinters Lenkrad setzen, wenn sie oder er sich auch fit genug fühlt. Das schreibt übrigens auch die Straßenverkehrsordnung vor. Das Wichtigste beim Autofahren ist, dass wir weder uns noch unsere Mitfahrer oder andere -Personen gefährden und -sicher dorthin kommen, wo wir hinwollen. Und damit meine ich alle Altersgruppen! 

Ich bin für Sie da! E-Mail an harrywillswissen@kopietz.at oder Tel.: 01/31 37 21 11