Sport-Insider Robert Sommer weiß, wer neuer ÖFB-Präsident wird

©Roland Schmid

Roland Schmid: Klarer Favorit!

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Der neue ÖFB-Präsident könnte tatsächlich aus Wien kommen! Wie das WIENER BEZIRKSBLATT als erstes Medium berichtet hat, heißt ja das Duell bei der Wahl zum neuen ÖFB-Präsidenten am 17. Oktober Roland Schmid gegen den um 20 Jahre älteren Gerhard Milletich. Eine Vorentscheidung zwischen beiden Anwärtern mit sportlicher und wirtschaftlicher Kompetenz wird aber schon am kommenden Samstag bei einem Hearing fallen.

Zurzeit spricht fast alles für den Unternehmer Schmid, der bei Rapids Chef-Kür Martin Bruckner nur knapp unterlegen war und jetzt die Vienna als Sponsor unterstützt. Und wenig für den burgenländischen Verbandspräsidenten, der im Geschäftsleben ebenfalls erfolgreich tätig war und ist.

Die vier Bundesliga-Vertreter, die in solchen Fällen immer als Block abstimmen, dürfte der Kandidat aus der Bundeshauptstadt sicher haben – deren Aufsichtsratschef Philipp Thonhauser und Schmid können sehr gut miteinander. Das heißt, er würde noch zumindest drei Landes-Bosse für die Minimal-Mehrheit von sieben Stimmen benötigen: Und da sind Tirol, Oberösterreich und Salzburg auf seiner Seite, wahrscheinlich auch noch Niederösterreich und Vorarlberg. Alles also politisch „schwarze“ Bundesländer, die den „roten“ Gerhard Milletich unbedingt verhindern wollen. Klar, dass der wiederum sein Heimat-Bundesland Burgenland sowie Wien und Kärnten hinter sich weiß. Zu wenig für einen Sieg, selbst wenn die Steiermark für ihn wäre.

Einerseits ist das also eine parteipolitische Entscheidung, um aus ÖVP-Sicht zumindest einen unabhängigen Präsidenten anstelle eines SPÖ-Sympathisanten zu installieren. Andererseits fürchtet man beim ÖFB aber auch, ähnlich ins öffentliche Kreuzfeuer wie der ÖSV zu geraten: Im Skilager hatte man nämlich ursprünglich mit Michael Walchhofer und Renate Götschl gleich zwei jüngere Exweltmeister mit starkem Reformwillen zur Auswahl gehabt, entschied sich aber dann für einen deutlich älteren Landespräsidenten aus den eigenen Reihen. Die neuerliche Wahl eines langgedienten Funktionärs, diesmal zum obersten Fußball-Häuptling, würde die Fans wohl genauso zur Weißglut bringen wie die Niederlagen gegen Israel und Schottland…