Radl-Boom in Wien: So viele saßen noch nie im Sattel

(C) Christian Jobst: Mehr als 9,3 Radfahrer wurden 2021 in Wien gezählt.

Immer mehr Menschen in Wien nutzen das Fahrrad. Seit 2019 ist die Zahl der gezählten Radlerinnen und Radler um 13 Prozent gestiegen. Eine erfreuliche Entwicklung für Wien, denn die Stadt möchte bis 2040 CO2-neutral werden. Und der Radtrend setzt sich fort. 2021 wurden noch mehr Radler gezählt als im Vorjahr. Mehr als 9,3 Millionen – ein neues Rekordhoch.

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Rekordwert

„Immer mehr Wienerinnen und Wiener sind klimafreundlich mit dem Rad unterwegs und nutzen es für ihre täglichen Wege. Wir bauen die Radwege in enger Zusammenarbeit mit den Bezirken intensiv aus, die ersten Projekte sind schon auf den Weg gebracht, weitere folgen“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Im Jahr 2021 wurden an den automatischen Radverkehrszählstellen der Stadt Wien mehr als 9,3 Millionen Radfahrende gezählt. Damit wurde der Rekordwert aus dem Jahr 2020 sogar noch übertroffen. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Rad fahrenden Menschen in Wien kontinuierlich gestiegen. In der Pandemie nutzen noch mehr Menschen das Fahrrad, um Bewegung in ihren Alltag zu integrieren und gesund zu bleiben“, sagt Martin Blum, Geschäftsführer der Mobilitätsagentur.

Das Rad im Alltag

An vier der automatischen Dauerzählstellen – Praterstern, Operngasse, Opernring und Lassallestraße – wurden im vergangenen Jahr mehr als eine Million Radfahrende gezählt. Operngasse, Opernring und Praterstern bleiben damit auf gewohnt hohem Niveau. Lassallestraße Pfeilgasse und Argentinierstraße weisen die stärksten Zuwächse auf. Das deutet darauf hin, dass die Menschen in Wien zunehmend ihre Alltagswege – ins Büro, zum Einkaufen oder zu Kindergarten und Schule – mit dem Fahrrad unternehmen. In der Argentinierstraße kamen im Jahr 2021 rund 16 Prozent mehr Radfahrerinnen und Radfahrer vorbei als im Jahr 2020. Die Argentinierstraße liegt im 4. Bezirk und gilt als wichtige Radverbindung zwischen Sonnwendviertel, dem Hauptbahnhof und dem Zentrum.

Neue Zählstellen

Der Tag mit dem meisten Radverkehr im Jahr 2021 war übrigens am Sonntag, den 20. Juni. An diesem Tag wurden in der Lassallestraße 11.044 Radfahrende gemessen – so viele wie nie zuvor an einer Zählstelle.

Um künftig noch aufschlussreichere Daten zum Gesamtaufkommen der Radfahrer und ihre Verkehrsflüsse zu erhalten, wurden fünf neue Zählstellen beim Georg-Danzer-Steg, der Freudenauer Hafenbrücke, der Floridsdorfer Brücke sowie beim Steinitzsteg und bei der Praterbrücke eingerichtet. Damit wird der Radverkehr über die Donau mit hoher Genauigkeit erfasst. Die aus den Zählstellen gewonnenen Daten findet Einfluss in die Planung und Gestaltung der Wiener Radinfrastruktur.