Sommerwelle: Wien schärft Maßnahmen nach

(C) C.Jobst/PID: Wien schärft im Angesicht der Sommerwelle die Corona-Maßnahmen nach.
(C) C.Jobst/PID: Wien schärft im Angesicht der Sommerwelle die Corona-Maßnahmen nach.

Das ganze Land wurde von der Sommer-Corona-Welle erfasst. Die Zahlen steigen seit Wochen, Maßnahmen bundesweit wurden bisher noch keine getroffen. Wiedermal prescht Wien nach vorne und sagt dem Virus weiter den Kampf an. Wie Bürgermeister Michael Ludwig am Donnerstag, 07. Juli, im Rahmen einer Pressekonferenz mitteilte, schärft Wien die Corona-Maßnahmen nach.

Maskenpflicht erweitert

Aufgrund der steigenden Zahlen berief Bürgermeister Ludwig wieder seinen Expertenstab ein. „Mir ist es sehr wichtig, gemeinsam mit den Expertinnen und Experten im Dialog zu sein. Und entsprechende Konsequenzen daraus abzuleiten.“ so Ludwig. „Die derzeitige Situation ist angespannt, steht Österreich erstmals in einer Welle im Juli.“ Die angebrochene Reisezeit wird die Wahrscheinlichkeit das sich das Virus verbreitet weiter erhöhen.

Man werde in Wien weiterhin den „konsequenten und umsichtigen Wiener Weg der Sicherheit“ gehen. Dazu soll demnächst eine neue Verordnung die durchgängige FFP2-Maskenpflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenanstalten und Alten- und Pflegeheimen wieder einführen. Zusätzlich wird die Besucheranzahl auf drei (getestete) Besucher pro Patient am Tag eingeführt. Bereits jetzt geht Wien bei der Maskenpflicht einen Sonderweg: Während bundesweit die Maskenpflicht in den Öffentlichen Verkehrsmittel gefallen ist, besteht diese in Wien weiter.

Weitere Maßnahmen in August

Weitere Maßnahmen können etwa Anfang August kommen. Dazu gibt es in den nächsten Wochen neue Beratungen. Wie diese ausfallen seit abhängig vom Infektionsgeschehen, so Ludwig.

Der Wiener Stadtchef sieht auch Handlungsbedarf auf Bundesebene. Er rechne, dass auch die Bundesregierung auf die Situation reagiert. Besonders im Bereich des Testsystems, das mit Frühjahr eingeschränkt wurde, sei an eine breitflächige Rückkehr zu denken. Auch seien Bund und Länder gefordert, Werbung für den vierten Stich – die Auffrischungsimpfung zu machen.

Wien hat hier bereits seit Juni die Impfung für alle Personen ab 12 Jahren freigegeben und das Impfangebot erhöht.