Wien Energie bringt den ältesten Zoo der Welt “raus aus Gas” und erweitert das Fernwärmenetz in Hietzing. Der Tiergarten Schönbrunn sowie mehr als 60 weitere Gebäude erhalten dadurch eine moderne und klimaschonende Energieversorgung.
Wien Energie hat sein Fernwärmenetz im Bezirk Hietzing erfolgreich erweitert und den historischen Tiergarten Schönbrunn an das Netz angeschlossen. Künftig versorgt die Fernwärme neben den Tieranlagen auch das Verwaltungsgebäude, die Gastronomie und das Wüstenhaus vor den Toren des Tiergartens mit zukunftsfitter Wärme.
„Der Tiergarten Schönbrunn ist als ältester bestehender Zoo der Welt eine echte Wiener Institution. Dass sich Giraffen & Co hier in Zukunft mit klimaschonender Fernwärme einkuscheln können, zeigt, dass wir in Wien auch darauf achten historische Anlagen auf den Puls der Zeit zu bringen und es ist ein starkes Zeichen für den Weg, den Wien konsequent verfolgt: den Ausstieg aus Gas und den Ausbau einer zukunftsfitten Energieversorgung. Mit dem Anschluss an die Fernwärme stärken wir die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und machen die Wiener Wärmewende an einem der bekanntesten Orte der Stadt sichtbar,” so Ulli Sima, Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke.
Vorteile für den Artenschutz
Mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich zählt der Tiergarten Schönbrunn zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Die dortige Gaskessel-Anlage war mit insgesamt zehn Megawatt Leistung die größte noch aktive bei einem Wien-Energie-Kunden und wurde im Zuge der Umstellung komplett demontiert. Das Projekt steht beispielhaft dafür, wie der Ausstieg aus Gas auch bei komplexen Bestandsobjekten erfolgreich umgesetzt werden kann. Sascha Zabransky, Geschäftsführer von Wien Energie, betont die Bedeutung für die langfristige Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit der Bundeshauptstadt.
„Wer bedrohte Tierarten schützen will, muss auch verantwortungsvoll mit der Natur umgehen. Wir begrüßen den Anschluss an die Fernwärme, da sie uns durch unseren langjährigen Partner Wien Energie eine zuverlässige und regionale Wärmeversorgung sichert. Gerade im Winter sind viele unserer Tiere auf eine verlässliche Wärmeversorgung angewiesen. Gleichzeitig schafft das mittelfristig besser kalkulierbare Preisniveau mehr Planungssicherheit für unseren Betrieb“, sagt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
Ausbau entlang der Maxingstraße
Die neu verlegte Fernwärmeleitung verläuft entlang der Maxingstraße und schafft im selben Schritt die technische Voraussetzung für den Gas-Ausstieg von über 60 umliegenden Immobilien in der und rund um die Maxingstraße. SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher hebt hervor, dass der zunehmende Anteil lokal verfügbarer, erneuerbarer Energiequellen den Kundinnen stabile Preise unabhängig von den internationalen Märkten sichert. Für Immobilienbesitzerinnen bedeutet die Maßnahme, sich um die Dekarbonisierung ihres Heizsystems keine Sorgen mehr machen zu müssen.
„Die Umstellung des alten Heizsystems auf Fernwärme ist eine erfreuliche Entwicklung für Hietzing und unsere Umwelt. Mein besonderer Dank gilt den Hietzingerinnen und Hietzinger für ihre Geduld und ihr Verständnis während den umfassenden Bauarbeiten“, so Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl.
„Besonders erfreulich ist, dass durch die Verlegung der Fernwärmeleitung auch für rund 60 Gebäude in und rund um die Maxingstraße die Möglichkeit geschaffen wurde, künftig auf Fernwärme umzusteigen. Damit profitieren nicht nur der Tiergarten, sondern auch zahlreiche Anrainerinnen und Anrainer von einer umweltfreundlichen und modernen Wärmeversorgung. Dieses Projekt zeigt, wie Klimaschutz, Versorgungssicherheit und eine moderne Infrastruktur Hand in Hand gehen können und einen konkreten Mehrwert für den Bezirk schaffen“, freut sich der Bezirksize Marcel Höckner.

