Aufsichtsrat stimmt zu

Mega-Deal: ÖBB kauft den Bahnhof Wien Mitte zurück

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Die ÖBB-Infrastruktur AG übernimmt nach über zwanzig Jahren wieder den gesamten Komplex des Bahnhofs Wien Mitte. Der Aufsichtsrat hat dem Ankauf bereits offiziell zugestimmt.

Der Rückkauf des Bahnhofs Wien Mitte führt die Bahnanlagen und die Immobilie nach über zwei Jahrzehnten wieder in einer Hand zusammen. Im Jahr 2005 wurde die ÖBB Liegenschaft an die damalige Bank Austria Creditanstalt-Gruppe verkauft und in der Folge weiterverwertet. Der jetzige Erwerb durch die Bahn umfasst neben den eigentlichen Bahnanlagen auch das integrierte Shoppingcenter sowie sämtliche Büroflächen am Standort. Über den genauen Kaufpreis wurde von allen beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart.

Der finale Vollzug dieser Transaktion ist nach der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde für Ende Dezember vorgesehen. Der geschichtsträchtige Standort wurde ursprünglich 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in das Eigentum der Bahn über. Nach dem Spatenstich im Jahr 2007 durch die Wien Mitte Immobilien GmbH folgte im April 2013 die vollständige Inbetriebnahme des heutigen Komplexes. Im Jahr 2015 verkaufte die Bank Austria das Areal schließlich an die Investorengruppe, von der es nun zur Bahn zurückkehrt.

Mehr Handlungsspielraum für die Zukunft

Da Bahnanlagen und Gebäude baulich wie technisch eng miteinander verbunden sind, waren Anpassungen an Zugängen, Stiegen oder Belüftungen bisher immer mit den Eigentümern abzustimmen. Durch den Rückkauf können die ÖBB die Entwicklung des Standorts von der Wegeleitung über die technische Ausstattung bis zu den Flächen über den Gleisen künftig aus einer Hand steuern. Das schafft den nötigen Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte, in denen die S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen wird.

Täglich nutzen rund 75.000 Menschen diesen wichtigen Verkehrsknoten, an dem 575 Züge halten und fünf Schnellbahnlinien, der Flughafenzug CAT, zwei U-Bahn-Linien sowie Straßenbahn- und Buslinien aufeinandertreffen. Zukünftig soll die Funktion des Bahnhofs wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der Gestaltung deutlicher erkennbar sein. Für die bestehenden Mieter ändert sich durch den Eigentümerwechsel nichts, da alle Verträge unverändert weitergelten.

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