StadtFlanerien Wien

Per Podcast geht es akustisch durch den 10. Bezirk

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Von der Redaktion empfohlen

Das RADIOARCHIV lädt zu einer spannenden Podcast-Reise durch den 10. Bezirk ein. Die akustische StadtFlanerie beleuchtet die vielseitige Geschichte sowie die Gegenwart Favoritens.

Hinter der Produktion steht der Medien-Schwerpunkt „StadtFlanerien Wien“ des Aktionsradius 2026. Die Grundidee dieses Formats liegt darin, das Publikum Monat für Monat auf eine akustische Entdeckungsreise durch die 23 Wiener Gemeindebezirke mitzunehmen und so Geschichte sowie Gegenwart hörbar zu machen.

Im Fokus steht aktuell Favoriten, der sich Ende des 19. Jahrhunderts zum bevölkerungsreichsten Arbeiter- und Industriebezirk Wiens entwickelte. Viele tschechische Zuwanderer siedelten sich damals an, um in den lokalen Ziegelfabriken das Baumaterial für die Ringstraßen-Gebäude zu produzieren. Bis heute bleibt der ausgeprägt multikulturelle Bezirk ein Ort, an dem Migration die Stadtgeschichte schreibt.

Von Arbeiterkultur bis zu modernen Stadtvierteln

Als „viertgrößte Stadt“ Österreichs rangiert Favoriten in der Bevölkerungsstatistik gleich hinter Graz. Die Radiogestaltung arbeitet die Kontraste des Bezirks heraus: Sie reichen vom Böhmischen Prater, dem traditionsreichen Viktor-Adler-Markt und historischen Gemeindebauten wie dem George-Washington-Hof bis hin zu völlig neuen urbanen Räumen wie dem Sonnwendviertel oder Monte Laa am Laaer Berg.

Die Sendung verknüpft ein historisches Hörbuch aus dem Jahr 2006 von Barbara Wolflingseder mit einer aktuellen Perspektive aus dem Jahr 2026. Gestalter Mischa G. Hendel führt hierzu ein Gespräch mit Tilman Fromelt, dem Programmleiter des Kulturhauses Brotfabrik, welcher Einblicke in das heutige Leben der Nachbarschaft gibt.

Die Seele des zehnten Bezirks im O-Ton

Die sprudelnde Lebendigkeit des Bezirks spiegelt sich besonders in den historischen Originalzitaten wider, die das Wesen der Menschen beschreiben. Fritz Nussböck charakterisiert die lokale Bevölkerung prägnant: „Die Favoritner Seele – des san afoche, gesellige Menschen mit an guaten Schmäh .“

Auch literarische Stimmen verleihen dem akustischen Porträt zusätzliche Tiefe. Über ein bekanntes Favoritner Original hält Peter Henisch fest: „Der Baronkarl das war ein interessanter Mensch, der wirkliche Favoritner, das war fast ein Bezirksheiliger oder auch ein Bezirksdiogenes, also Bezirksphilosoph.“

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