Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober macht das Haus des Meeres auf ein Kernanliegen aufmerksam, das die Arbeit moderner, wissenschaftlich geführter Zoos täglich prägt: das Wohlergehen der Tiere.
Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob das Leben in einem Zoo für Tiere erträglich und “artgerecht” ist. Die oft wissenschaftlich geführten Tiergärten sagen klar: Ja! Es wird geholfen, aussterbende Tierarten zu erhalten und besser zu verstehen.
Natürliche Lebensweisen ausleben
So sagt das Haus des Meeres in Mariahilf deutlich: “Entscheidend ist, Lebensräume so zu gestalten, dass Tiere ein möglichst breites Spektrum ihrer natürlichen Verhaltensweisen ausleben können, ohne dabei den Belastungen und Gefahren ausgesetzt zu sein, denen sie in der Natur begegnen.”
Tierpfleger wichtige Mitspieler
Wie vielfältig Tierschutz im Zoo-Alltag sein kann, zeigt sich in der Arbeit der Tierpfleger. Sie beobachten das Verhalten ihrer Schützlinge genau und passen Beschäftigung, Fütterung und Training laufend an die Bedürfnisse der Tiere an. Futter wird beispielsweise versteckt oder so angeboten, dass die Tiere danach suchen, es erarbeiten oder natürliche Jagd- und Futtersuchstrategien einsetzen müssen.
Dazu kommt: Anlagen werden durch wechselnde Kletter-, Rückzugs- oder Beschäftigungsmöglichkeiten immer wieder neu gestaltet.

Tierschutz ist aber mehr
Tierschutz bedeutet laut Haus des Meeres aber nicht nur, Tieren ein Zuhause zu geben. Er bedeutet auch, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, selbst wenn sie nicht leichtfallen. Ein besonders emotionales Beispiel war der langjährige Besucherliebling Adam. Der Sunda-Gavial verließ das Haus des Meeres, um im Zoo Leipzig Teil der Erhaltungszucht seiner bedrohten Art und dort mit mehreren Weibchen zusammengeführt zu werden.
“Von der täglichen Betreuung unserer Tiereüber Forschung und internationale Zusammenarbeit bis hin zur Auffangstation und Bildungsarbeit verfolgen wir das Ziel, die Lebensqualität von Tieren nachhaltig zu verbessern”, so Zoo-Direktor Jeff Schreiner.

