Im Bahnhofsviertel

Aus grauen Betonklötzen wird bunte Kunst

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Graue Betonklötze ade! In Rudolfsheim-Fünfhaus sorgen jetzt vier Lüftungstürme für Farbe im Grätzl.

Künstler mit und ohne Behinderung haben die bislang eher unscheinbaren Betonbauten am Europaplatz und im Helga-Pollak-Kinsky-Park in riesige Kunstwerke verwandelt.

Auf rund 100 Quadratmetern prangt jetzt Street-Art zu den Themen „Unterwegssein und Ankommen“ sowie „Füreinander und Miteinander“. Entstanden sind die bunten Murals in gemeinsamen Workshops der Inklusionsagentur VOIfesch und der Gebietsbetreuung Stadterneuerung.

Ein großes Miteinander

Dabei wurde nicht einfach nebeneinander, sondern miteinander gearbeitet: Menschen mit und ohne Behinderung entwickelten die Motive gemeinsam, skizzierten, tüftelten und griffen schließlich selbst zu Pinsel und Farbe. Mitte September wurden die Entwürfe direkt vor Ort auf die vier Türme übertragen.

Und die neue Kunst bleibt nicht unbeachtet. Streetart-Künstler El Jerrino berichtet von zahlreichen Komplimenten von Passanten. Schließlich ist Street-Art dort, wo die Menschen unterwegs sind – und das Feedback kommt direkt von der Straße.

Mehr als ein Farbtupfer

Für VOIfesch-Künstlerin Suzana Jalloul war das Projekt mehr als ein Farbtupfer im Bezirk. Ihr Fazit bringt die Idee hinter den bunten Türmen auf den Punkt: „Wow, ich bin jetzt Teil der Stadt.“

Begeistert auch Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht: “Es ist eine wunderbare Gelegenheit, Inklusion, Begegnung und Vielfalt im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.”

So wurden aus kalten Betonflächen sichtbare Zeichen für Vielfalt, Begegnung und gelebte Inklusion – mitten im Alltag und mitten im 15. Bezirk.

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