
Ab Herbst startet das Pilotprojekt “Demokratieschule Wien”. Fünf Schulen werden ein Jahr lang dabei begleitet, demokratische Prinzipien im Schulalltag zu verankern. Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern und Schulpersonal arbeiten gemeinsam daran, Mitbestimmung, Respekt und Vielfalt aktiv zu leben.
Demokratie ist kein abstraktes Konzept – sie entsteht dort, wo Menschen aktiv mitgestalten. Ziel des Projekts ist es, Schulen zu Orten der gelebten Demokratie zu machen. Schüler:innen werden angeregt, eigene Ideen einzubringen, Entscheidungen auszuhandeln und Verantwortung für ihre Schulgemeinschaft zu übernehmen.
Zum Auftakt beschäftigten sich die Schüler:innen der GTMS Barbara Prammer Schule mit Fragen wie: Welche Regeln machen das Schulleben besser? Wie kann Unterricht anders gestaltet werden? Welche Wünsche haben sie für ihre Schule der Zukunft? Solche Fragestellungen fördern nicht nur demokratische Kompetenzen, sondern stärken auch den Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft.
Fünf Schulen als Vorreiter
Im Schuljahr 2025/26 nehmen folgende Schulen am Pilotprojekt teil:
- WMS Kölblgasse (1030)
- WMS Loquaiplatz (1060)
- OMSi Glasergasse (1090)
- Franz Jonas Europaschule (1210)
- GTMS Barbara Prammer Schule (1220)
Diese Schulen beginnen mit einer Selbsteinschätzung ihrer demokratischen Strukturen, entwickeln individuelle Aktionspläne und erhalten über ein Jahr hinweg Unterstützung von Demokratie-Expert:innen. Am Ende des Projekts steht das Zertifikat „Demokratieschule Wien“ als Qualitätssiegel für eine demokratische Schulkultur.
Demokratie nachhaltig stärken
Um das Thema Demokratie langfristig im Schulalltag zu verankern, wird ein „Demokratiekoffer“ entwickelt. Dieser enthält praxisnahe Materialien und Methoden, die auch anderen Schulen – unabhängig von einer Teilnahme am Pilotprojekt – helfen sollen, demokratische Prozesse nachhaltig zu etablieren.
„Demokratie muss gelernt und gelebt werden. Das Projekt ‚Demokratieschule Wien‘ zeigt jungen Menschen, dass ihre Meinung zählt und sie ihre Umgebung aktiv mitgestalten können“, sagt Manuela Smertnik, Geschäftsführerin des Vereins Wiener Jugendzentren.