Immer mehr Elektroautos: Auf den richtigen Versicherungsschutz kommt es an

©Pexels / Rathaphon Nanthapreecha

Umwelt schonen, erneuerbare Energien als Kraftstoff nutzen und von staatlichen Förderungen profitieren – sich ein elektrisch betriebenes Fahrzeug anzuschaffen, bringt Gutes für sich und die Allgemeinheit. Neben den offensichtlichen Vorteilen profitiert man auch von der technologischen Ausstattung der modernen Kfz. Praktische Assistenzsysteme vereinfachen heutzutage die Fahrt und das Einparken, womit sich auch die Sicherheit erhöht. Doch worin liegen die Gefahren, Risiken und Herausforderungen speziell bei Elektro- und Hybridfahrzeugen? Wogegen sollten diese Autos unbedingt versichert sein? Antworten auf diese Fragen hat die Online-Kfz-Versicherung nexible und hebt hervor, was es rund um das Thema zu wissen gilt.

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Bis Ende März 2022 machten in Österreich E-Autos 13,7 Prozent unter den Neuzulassungen aller Pkw aus. Damit ergab sich ein Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, womit laut Zahlen der Statistik Austria aktuell 83.688 rein elektrisch betriebene Pkw in Österreich unterwegs sind (Stand März 2022).[1] Mit dem Anstieg der umweltfreundlicheren Antriebslösungen müssen sich auch Versicherungen anpassen und ihr Angebot dementsprechend erweitern. Die Digitalversicherung nexible kennt die aktuellen Markttrends und teilt ihr Expertenwissen.

Lautlose Gefahr dank innovativer Sounds eliminiert
Während anfangs argumentiert wurde, dass Elektroautos wegen ihrer fast lautlosen Fahrweise gefährlich für andere Verkehrsteilnehmer seien, müssen neu entwickelte Fahrzeuge in der EU nun seit 1. Juli 2021 Soundsysteme an Bord haben, die Fußgänger vor den leisen Stromern warnen. „Jedoch müssen diese Geräusche nur bei bis zu 20 km/h erklingen. Fährt das Auto schneller, sind die Rollgeräusche der Reifen ohnehin lauter als der Motor eines normalen Verbrenners“, erklärt Jonas Boltz, nexibles Geschäftsführer. Bei diesen akustischen Warnsystemen sind Autohersteller kreativ geworden und haben verschiedenste Kompositionen im Repertoire, um auf sich nähernde E-Fahrzeuge aufmerksam zu machen.

Essenzielle Leistungen im Versicherungsschutz
Auch wenn die allermeisten Kfz-Versicherungen schon Schutz für die immer beliebter werdenden E-Varianten anbieten, ist Vorsicht geboten. Dahingehend weist der nexible-Chef hin: „Einige Tarifleistungen sind noch nicht passgenau für Elektro- und Hybridautos konzipiert. So ist zum Beispiel das neue Zubehör bei Schäden oder im Falle eines Diebstahls nicht immer automatisch abgedeckt.“ Das gilt vor allem für Antriebs-Akkus, Ladekabel, mobile Ladestationen und Wandladestationen, auch Wallboxes oder Heimladestationen genannt. Versicherungsnehmer sollten vor Abschluss darauf achten, dass Schäden am Antriebs-Akku mit ausreichend hohen Summen abgesichert sind. Auch Tierbisse, Diebstahl, Kurzschlüsse oder Brände sind nicht zu vernachlässigen. Wer nicht rechtzeitig auflädt und wegen eines leeren Antriebs-Akkus abgeschleppt werden muss, hat Kosten zu tragen, die ebenfalls Teil des Versicherungsschutzes sein sollten – genauso wie gegebenenfalls die Entsorgungskosten des Antriebs-Akkus. „In einer Vollkasko sollte stets eine sogenannte Allgefahrenabdeckung integriert sein. Bei dieser besteht Versicherungsschutz für den Antriebs-Akku sowohl bei Beschädigung und Zerstörung, als auch bei Verlust oder Totalschaden“, so Boltz.

Bedenkliche Brand- und Explosionsgefahr?
Zwar kursiert das Gerücht, dass die Brandgefahr bei Elektro- und Hybridautos höher als bei jenen mit reinem Verbrennungsmotor ist, jedoch sind sich Experten einig, dass elektrifizierte Fahrzeuge bei Unfallfolgebränden nicht gefährlicher sind, weil diese die gleichen Sicherheitsstandards haben. „Dennoch sollten Brände versichert sein, da das Löschen von Batteriebränden hohe Zusatzkosten verursachen kann“, hält Boltz fest. Das hat folgenden Grund: Während die Feuerwehr bei brennendem Treibstoff die Flammen mit Löschschaum bekämpfen kann, ist bei Lithium-Ionen-Akkus Wasser notwendig, um den Akku zu kühlen – und zwar reichlich.

Schonen der Umwelt wird belohnt
Um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, motiviert der Staat Autofahrer auf klimaschonende Mobilität umzusatteln. Gefördert wird beispielsweise die Anschaffung von reinen Elektro-Pkw mit Prämien bis zu 5.000 Euro. Dies gilt übrigens ebenfalls für elektrisch betriebene Motorräder und Mopeds. Außerdem lassen sich auch für die E-Ladeinfrastruktur Förderungspauschalen beantragen.


[1] beoe.at/statistik