Jugend Eine Welt

Erinnerungsevent würdigt das Erbe für den guten Zweck

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Das jährliche Erinnerungsevent am Hietzinger Friedhof rückte die Bedeutung von Testamentsspenden in den Fokus, die in Österreich auf 122 Millionen Euro angestiegen sind. Die Organisation dankt jenen, die jungen Menschen eine Zukunft schenken.

Beim traditionellen Treffen der Initiative „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ auf dem Wiener Friedhof Hietzing haben zahlreiche Mitgliedsorganisationen der Verstorbenen gedacht. Im Zentrum der Veranstaltung stand das Andenken an jene Menschen, die gemeinnützige Institutionen in ihrem Nachlass berücksichtigen. Auch Jugend Eine Welt nutzte diesen feierlichen Anlass, um den treuen Wegbegleitern symbolisch Danke zu sagen.

An der organisationseigenen Gedenkstätte erinnerte Geschäftsführer Reinhard Heiserer an den bleibenden Wert dieser besonderen Form des Engagements. Die Erbschaften leisten einen essenziellen Beitrag dazu, die Lebenssituation benachteiligter Kinder und Jugendlicher weltweit nachhaltig zu verbessern. Das über den Tod hinaus entgegengebrachte Vertrauen der Spender sichert langfristig die Bildungsarbeit des Vereins.

Ein Denkmal für das Gemeinwohl

Die Gedenkstätte befindet sich nahe dem Eingangstor bei der Maxingstraße und ist als Ort des Erinnerns für verstorbene Unterstützer konzipiert. Eine lebensgroße Statue des Künstlers Isidor Winkler zeigt den Jugendheiligen Don Bosco umringt von drei Kindern. Die Symbole an der Skulptur – wie ein Buch für das Lernen und eine Zange für die Ausbildung – verkörpern die weltweite Mission der Organisation.

„Immer mehr Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter entscheiden sich dazu, mit einer Testamentsspende zugunsten von Jugend Eine Welt jungen Menschen aus der Armut zu helfen. Dafür bin ich überaus dankbar und das entgegengebrachte Vertrauen berührt mich sehr. Heute möchten wir ihnen hier danken und gedenken“, betonte Geschäftsführer Reinhard Heiserer. Ein konkretes Beispiel für dieses Wirken ist die verstorbene Lehrerin Olga H., die mit ihrem Nachlass gezielt die Don Bosco-Bildungsprojekte unterstützt.

Legate im österreichischen Spendenwesen

Mittlerweile stammt in Österreich bereits jeder neunte Spendeneuro aus einem Testament, was einer Gesamtsumme von 122 Millionen Euro pro Jahr entspricht. Dennoch gibt es in der Bevölkerung großen Aufklärungsbedarf, da sich fast 60 Prozent der Menschen wenig bis gar nicht über das geltende Erbrecht informiert fühlen. Jugend Eine Welt setzt sich daher aktiv dafür ein, Berührungsängste abzubauen und über die rechtlichen Möglichkeiten des gemeinnützigen Vererbens zu informieren.

Interessierte Bürger können sich direkt an die Organisation wenden oder Informationsmaterialien sowie Termine für kostenlose Notarveranstaltungen in Anspruch nehmen. Die Beratung erfolgt unverbindlich. Heiserer: „Natürlich können Sie sich mit Ihrer Frage zur Testamentserstellung oder zu unseren Hilfsprojekten auch direkt an uns wenden. Sie gehen damit keinerlei Verpflichtungen ein. Wir stehen Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung!“

Weiterführende Infos: www.jugendeinewelt.at/testament

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