Bürgermeister Ludwig präsentiert „Maßnahmenpaket Sport“

Die Stadt Wien hat – neben den Gesetzen und Regelungen, die seit Beginn der Coronavirus-Pandemie von der österreichischen Bundesregierung erlassen wurden – mit eigenen Maßnahmen zielgerichtet zahlreiche Bevölkerungsgruppen unterstützt. Heute, Dienstag, hat Wiens Bürgermeister Michael Ludwig gemeinsam mit den VertreterInnen der drei großen Wiener Sportverbände ASKÖ-WAT, ASVÖ und Sportunion Schritte zur Stützung des Wiener Sportes im Wiener Rathaus präsentiert.

Ähnlich wie bei den Kulturschaffenden sehen sich auch die Sportlerinnen und Sportler in Wien mit Absagen von Veranstaltungen konfrontiert, die zu Einnahmenausfällen führen. Trotzdem müssen Ausgaben getätigt werden, laufende Kosten fallen weiterhin an. Deshalb haben wir uns als Stadt Wien zusammen mit den großen Sportorganisationen entschlossen, unterstützend tätig zu werden. Auch hier gilt: Wer schnell hilft, hilft doppelt“, hat Bürgermeister Ludwig bei der Präsentation des Maßnahmenpakets Sport der Stadt Wien heute, Dienstag, gesagt.

Das Maßnahmenpaket Sport wurde von der Stadt gemeinsam mit den großen Sportverbänden ASKÖ-WAT, Union und ASVÖ ausgearbeitet und umfasst sieben Punkte:

– Die Vorschreibungen von Bestandszinsen für die Nutzung städtischer Sportanlagen an private Betreiber wurden von Seiten der Magistratsabteilung 51 beginnend mit Mitte März ausgesetzt. „Insgesamt gibt es 154 Sportanlagen im Bestand der Stadt, etwa 150 Betreiber, aus den unterschiedlichsten Sportarten wie Fußball, American Football, Rugby, Tennis, Beach Volleyball oder Leichtathletik, profitieren von dieser Maßnahme. Das Jahresvolumen der Pachteinnahmen beläuft sich auf etwa eine Million Euro, damit greifen wir den Vereinen aber ganz stark unter die Arme“, erklärt Ludwig.

– Die von NutzerInnen städtischer Turnsäle, Sporthallen und städtischer Sportanlagen bereits bezahlten Jahresentgelte werden – abhängig von der Dauer der Sportanlagensperre – anteilig rückverrechnet. „Das betrifft über 1.400 Vereine, die über 530 Turnsäle der Stadt Wien nutzen. Solche Reduktionen bei Nichtverwendung sind bereits gesetzlich möglich“, so der Bürgermeister.

– Die Frist für Ansuchen zur Nutzung städtischer Turnsäle und Sporthallen für die nächste Saison werden von Ende April bis zum 1. Juni verlängert.

– Die drei Förderschienen Sportförderungsbeitrag, Fachverbandsförderung und Projektfonds im Gesamtumfang von 2,5 Millionen Euro gelangen umgehend in voller Höhe zur Auszahlung und werden nicht schrittweise ausgeschüttet. Dadurch sollen Liquiditätsengpässe der Vereine abgefedert werden, so Ludwig.

– „Wir haben uns vorgenommen, dass bei der Verwendung ausbezahlter Projektförderungen weitreichendere Schritte, natürlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, anwenden werden. In der gegenwärtigen Situation kann die zweckgemäße Verwendung der Förderung jedoch in einige Fällen nicht nachgewiesen werden, da genau jener Zweck, welcher der Förderung zu Grunde liegt, nicht mehr erlaubt ist“, so Bürgermeister Ludwig.

– Zusätzlich werden Fördermöglichkeiten für Sportvereine und –verbände für Covid-19-Maßnahmen zur unbürokratischen und kurzfristigen Unterstützungsmöglich­keit geschaffen, um Liquiditätsengpässe hintan zu halten. Hier sei laut Bürgermeister Ludwig noch ein Beschluss in der kommenden Stadtsenatssitzung notwendig.

– Dringende Sportstättensanierungen laufen weiter, geplante Infrastrukturprojekte werden – immer im Rahmen der von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen – umgesetzt oder fortgeführt. Der Sportstättenentwicklungsplan kann als Grundlage für neue Investitionen in die sportliche Infrastruktur in Wien noch heuer präsentiert und ab 2021 schrittweise umgesetzt werden. Lediglich Investitionen in Sportanlagen, die aus heutiger Sicht nicht unbedingt dringend erforderlich sind, werden verschoben.

Mit diesem Paket werden wir sehr unmittelbar und schnell den Sportverbänden und Sportvereinen in unserer Stadt helfen“, stellte Bürgermeister Ludwig fest und bedankte sich bei Dagmar Schmidt, Präsidentin Sportunion Wien, Sonja Landsteiner, Generalsekretärin ASKÖ WAT Wien, und Paul Haber, Präsident ASVÖ-Wien, für die „konstruktive Zusammenarbeit“.