Neue Liebe im Haus des Meeres

Fast ein Küsschen! | Karl (links), Gaby (rechts) | ©Dominik Moser

Besuchern des Tropenhauses mag es in den letzten Tagen aufgefallen sein, dass der Weißkopfsaki-Affe „Karl“ seit neuestem eine Kuschelpartnerin gefunden hat.

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Und nein, es ist kein Faultier, wie das Haus des Meeres von manchen Besuchern bereits gehört habt, sondern eine entzückende Weißkopfsaki-Dame, die auf den Namen „Gaby“ hört. Nun ist es bei diesen Affen, die wohl zurecht als die freundlichsten Botschafter für die Erhaltung der Tropenwälder bezeichnet werden können, so, dass sich Männchen und Weibchen in ihrem Aussehen und ihrer Färbung stark unterscheiden. Während die schwarz gefärbten Männchen immer eine weiße Gesichtsmaske tragen, zeigen Weibchen zwei helle Unteraugenstriche, das übrige Fell hingegen ist grau-meliert. Wohl der Hauptgrund, warum das Team des Haus des Meeres schon von einigen Kindern amüsiert hörten, dass Gaby alt aussieht, obwohl sie eigentlich jünger ist als ihr Partner.

Gaby kam Ende 2021 vom Tiergarten Schönbrunn ins Haus des Meeres und ist ein Sinnbild dafür, wie Zoos arbeiten, nämlich als großes verbundenes Netzwerk, bei dem Tierwohl und Artenschutz im Vordergrund stehen. Hoffen wir, dass die beiden bald eine kleine Weißkopfsaki-Kinderschar um sich versammeln können. Jungtiere ähneln im Übrigen vom Aussehen her ganz ihrer Mutter. Erst mit etwa zwei Monaten beginnen die jungen Männchen sich langsam im Erscheinungsbild als solche zu outen, trotzdem kann es ein Jahr oder länger dauern, bis sie vollständig ihre typische Fellfarbe und Gesichtszeichnung tragen.