Nur noch sieben Wochen!

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Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass wir jetzt Anfang Oktober haben. Ich war auch froh, als wir Anfang Mai, Juni, Juli, August und September hatten, allerdings hat mich der mannshohe Weihnachtsengel in unserem Vorzimmer da noch mehr gestört als jetzt.

Der Engel stammt aus der letzten Weihnachtszeit, wenn man ihn ansteckt, leuchten seine Augen wie bei einem Alien. Falls gerade nicht Weihnachten ist, sieht der Engel aus wie etwas, das dringend in den Keller muss.

„Man sollte den Engel wegräumen“, sagt praktisch jeder, der unseren Vorraum betritt. Ausgenommen Gäste, die sagen nichts und denken: „Warum räumt hier keiner den Engel weg?“ Dabei wären wir so viele, die den Engel wegräumen könnten. Außer dem Hund könnte ihn jeder wegräumen, er ist nicht schwer. Zudem wohnt bei uns noch der Untermieter „man“. Ein fauler Sack, der extrem anhänglich ist. „Man“ verfolgt mich auf Schritt und Tritt, ich würde ihm permanent gerne in den Hintern treten, aber immer, wenn ich es versuche, ist er plötzlich weg.

Mehrmals habe ich probiert, den Schmarotzer brutal an die Luft zu setzen, durch die Hundeklappe kam er immer wieder angekrochen. Meistens mit seinem unsympathischen Freund „sollte“ im Gepäck. „Man“ und „sollte“ sind ein elendes Pack. Man sollte sie, so wie den Weihnachtsengel, unter Strom setzen, vielleicht explodieren sie dann und lösen sich auf.

Nur noch sieben Wochen, dann beginnt die Weihnachtszeit, dachte ich gestern, als ich heimkam. „Man“ und „sollte“ saßen behäbig vor dem Engel, glotzten blöd wie immer und applaudierten mir freudig.

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