Senioren bei Influenza-Impfung benachteiligt

(C) Pexels: Für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen ist im kommenden Jahr zu wenig Influenza Serum eingeplant.
(C) Pexels: Für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen ist im kommenden Jahr zu wenig Influenza Serum eingeplant.

Im kommenden Jahr gibt es zum ersten Mal überhaupt ein öffentliches Influenza-Impfprogramm für alle ­Bevölkerungsschichten! Der Österreichische Verband der Impfhersteller begrüßt diese Initiative zwar, weil vor allem die Impfrate bei Influenza in Österreich traditionell sehr niedrig ist – trotzdem sieht der ÖVIH einen Optimierungsbedarf.

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Widerspruch zur WHO

Vor allem ältere Menschen dürften dabei benachteiligt ­werden: Den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen steht gemäß dieser Planung weniger Impfstoff als bisher zur Ver­fü­gung. Dies widerspricht dem Ziel der Weltgesundheitsorga­nisation WHO, die eine 75-prozentige Durchimpfungsrate bei älteren Personen empfiehlt. ­Außerdem tritt der ÖVIH für kürzere Wege ein: Die bisherige Praxis, vom Arzt (Rezept) zur Apotheke (Abholung des Impfstoffs) und dann wieder ­zurück (Impfung) zu gehen, ist ein büro­kratischer Hemmschuh. Der Verband regt ähnlich ein­fache Strukturen wie bei der Covid-19-Impfung an.