„Servus Ottakring“: Prokop als Rekord-Bezirksvorsteher

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Franz Prokop war 20 Jahre im Amt und ist damit Rekordhalter (Bild: BV Ottakring).

Seine 20 Jahre Amtszeit haben beachtliche Spuren hinterlassen. Anlässlich Wechsels in die Pension meinte er: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!“ Und: „Es war mir eine große Ehre. Servus, Ottakring.“

Er geht mit Freude – und Stolz. Mit 20 Jahren trägt er sich als Rekord-Vorsteher ins Geschichtsbuch ein. Seit 2004 hat er die Grätzel zwischen Gürtel und Wienerwald modernisiert: mit mindestens einem Großprojekt pro Amtszeit (Brunnenmarkt, Ottakringer Straße, NLF-Straße, Thaliastraße). 

Eine große Bilanz

„Wir haben wirklich jede Menge Gründe, auf das Erreichte stolz zu sein“, sagt Franz Prokop im Abschiedsgespräch. „Viele Projekte sind gelungen – und wir haben uns immer ­bemüht, niemanden alleine zu lassen.“ Vor allem die Jüngsten waren dem langjährigen Kinderfreunde-Präsident ein Herzensanliegen. Und: „Es war immer mein Ziel, Ottakring als spannenden, freundlichen, offenen und lebenswerten Bezirk zu erhalten und auszubauen.“ Das ist ihm gelungen – und er hat dafür gesorgt, dass die „menschliche, herzliche Linie“ mit Nachfolgerin Steffi Lamp beibehalten wird. „Sie ist die richtige Wahl, sie wird das gut machen“, nickt Prokop. 

Er bleibt noch ein bisschen

Wobei der Langzeitvorsteher nicht ganz in Pension gehen (darf): Bei manchen Bezirks­projekten (Ottakringer Kirtag) und als ­ehrenamtlicher Präsident der „Österreichischen Kinderdörfer“ wird er weiter seinen Charme und Schmäh spielen lassen. Viele, die ihn kennen, wird es freuen. „Servus und auf Wiedersehen, Ottakring!“

Szenen einer Ära in Ottakring: Franz Prokop war in den letzten 20 Jahren viel unterwegs – am Moped, bei einem kleinen Snack, beim Bieranstich mit Bürgermeister Ludwig, mit Nachfolgerin Steffi Lamp oder auf der Thaliastraße
(Bilder: Joham, BV Ottakring, Privat, Burghart).

Hans Steiner
Chefredakteur