Silvester-Raketen: Woher kommt der Brauch?

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Die Tradition, zum Jahreswechsel das neue Jahr einzuschießen, ist sehr alt. Sie kommt aus China, im frühen 12. Jahrhundert gab es dort den Brauch, Sprengstoff bei Festen zu verwenden. 1379 soll es in Europa soweit gewesen sein …

Und zwar wird das erste Feuerwerk aus Italien überliefert. Hier gibt es allerdings nur mäßige Aufzeichnungen, daher gehen viele Historiker davon aus, dass die Tradition des Silvesterfeuers in Europa auf die Germanen zurückgeht. Demnach wollten sie um das Jahr 1582 mit Feuerzeremonien zum Jahreswechsel die bösen Geister vertreiben. Davon ist bis heue einiges geblieben.

Der Name Silvester

Auch der Name Silvester könnte mit dem Jahr 1582 und den Feuerfesten zusammenhängen: Er wird von lateinisch Silva (Wald) abgeleitet und führt zu den damaligen deutschen Waldmenschen im 16. Jahrhundert. Wikipedia weiß aber auch anderes zu berichten. Demnach stammt der Name aus dem Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche und ist der Gedenktag des heiligen Papstes Silvester I. Auf Silvester folgt somit der Neujahrstag.

Woher kommt „guter Rutsch“?

Im deutschsprachigen Raum wird der Jahreswechsel mit einem „Guten Rutsch“ begrüßt. Das hat keine tieferen Ursachen: Dem Angesprochenen wird einfach nur gewünscht, dass er gut und wohlbehalten ins neue Jahr kommen möge. Nachweisen lässt sich der Gruß etwa ab dem Jahr 1900. Und vermutlich hat er seine Bedeutung von „reisen“ zu „rutschen“ geändert. Einst war als Redewendung durchaus gebräuchlich: „Ich werd nächstens bei ihr angerutscht kommen“. Und bei Johann Wolfgang von Goethe ist nachzulesen: „Sonntag rutscht man auf das Land.“

Hans Steiner
Chefredakteur