Zwitschern für den Welttag des Artenschutzes

(C) Daniel Zupanc

“Pavarottis unter den Papageien“ werden die melodisch singenden Schwalbensittiche liebevoll genannt. Die leuchtend grünen Vögel sind ähnlich flinke Flieger wie Schwalben, daher stammt auch ihr Name. Mittlerweile sind Schwalbensittiche in ihrer Heimat Australien von der Ausrottung bedroht. Man geht aktuell von nur etwa 750 verbliebenen Individuen in der Wildbahn aus.

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Vom Aussterben bedroht

Experten befürchten, dass der Schwalbensittich innerhalb der nächsten 10 Jahre aussterben wird. „Der Tiergarten Schönbrunn hat bereits 2019 eine neue Voliere für Schwalbensittiche eröffnet und beteiligt sich an einem koordinierten Zuchtprogramm. Erfreulicherweise gibt es bei uns bereits mehr als 30 Nachzuchten“, so die zuständige zoologische Abteilungsleiterin Simone Haderthauer.

Enge Zusammenarbeit

(C) Daniel Zupanc

Natur- und Artenschutz ist eine der Hauptaufgaben zeitgemäßer, wissenschaftlich geführter Zoos wie dem Tiergarten Schönbrunn. „Der Tiergarten bietet über 700 zum Teil hochbedrohten Tierarten einen geschützten Lebensraum. Für viele von ihnen gibt es ein Erhaltungszuchtprogramm. Die Tiere sind Botschafter ihrer Verwandten in der Wildbahn und sollen das Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher für Artenschutz schaffen“, betont Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck anlässlich des Welttages des Artenschutzes am 3. März. Neben der Erhaltungszucht beteiligt sich der Tiergarten Schönbrunn an diversen Natur- und Artenschutzprojekten in der Wildbahn und arbeitet eng mit Forschungseinrichtungen und NGOs wie Natur-, Tier- und Artenschutzorganisationen zusammen.