Stadt erwartet 7.000 ukrainische Schüler

(C) PID / Fürthner: Vizebürgermeister Wiederkehr: „Herbst wird Challenge für Wiener Bildungssystem!“
(C) PID / Fürthner: Vizebürgermeister Wiederkehr: „Herbst wird Challenge für Wiener Bildungssystem!“

Derzeit suchen in Wien rund 21.500 Menschen aus der Ukraine Schutz vor dem russischen Angriffskrieg. Vor allem Frauen und Kinder. Sie flüchteten vor Zerstörung, Gewalt und Tod. Noch ist unklar, wie sich die Fluchtbewegung nach Österreich und Wien weiter gestaltet. Möglich sind weitere Ankünfte und ein dauerhafter Aufenthalt der Vertriebenen, aber auch eine Rückkehr eines Großteils jener Menschen, die in den letzten Wochen in der Stadt Zuflucht gefunden haben. Die Stadt Wien rechnet damit, dass rund 7.000 ukrainische Kinder und Jugendliche im Herbst einen Schul- oder Kindergartenplatz benötigen werden.

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Wien stemmt Bildungsangebot

Rund ein Drittel der nach Wien geflohenen Menschen wird hier bleiben, so die Stadt. Neben der Grundversorgung stellt die Stadt verschiedene Bildungs- und Integrationsmaßnahmen bereit. Gerade die Wiener Schulen seien im Herbst stark gefordert. Denn der Großteil der Bildungsversorgung erfolgt durch die Stadt Wien und die Landesschulen. Nur ein Bruchteil der ukrainischen Schüler finden Platz an einer Bundesschule. „Wir wollen den vom Krieg traumatisierten Menschen all das bieten, was sie verdienen: Sicherheit, Arbeit, Betreuung für ihre Kinder und eine Zukunftsperspektive. Doch es gibt nichts Schönzureden – das ist eine Challenge vor allem für das Wiener Bildungssystem. 40% der Vertriebenen in Wien sind Minderjährige und wir rechnen damit, dass rund 7.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine im Herbst einen Schul- oder Kindergartenplatz benötigen.“ so Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr.

Bereits jetzt 3.000 Schüler

Derzeit werden in Wien bereits knapp 3.000 ukrainische Schüler unterrichtet. Viele davon in temporär eingerichteten „Neu in Wien Klassen“. Die Stadt Wien habe sich außerdem sofort für die rasche Eingliederung der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt eingesetzt, etwa wurden so rasch wie möglich Ukrainer als Pädagogen eingesetzt. Nichtsdestotrotz benötige Wien dringend mehr pädagogisches Personal.