299 Fahrzeuge kontrolliert, 197 Anzeigen nach der Betriebsordnung und viele weitere Verstöße: Bei einer Schwerpunktaktion in Wien und Niederösterreich nahmen Polizei und Behörden das Taxigewerbe genau unter die Lupe.
Wer Fahrgäste sicher ans Ziel bringen soll, muss die Regeln kennen – und einhalten. Bei einer groß angelegten Taxi-Kontrolle wurden insgesamt 299 Fahrzeuge überprüft. Besonders brisant: 93 Taxilenker hatten keine Ortskenntnis. Dazu kamen 197 Anzeigen nach der Betriebsordnung und 16 Schnellrichter-Anzeigen.
In Wien und Umgebung
An der Aktion beteiligt waren die Landesverkehrsabteilungen Wien und Niederösterreich, das Stadtpolizeikommando Schwechat sowie die Gruppe Sofortmaßnahmen Wien. Im Fokus standen Verstöße gegen Verkehrs- und Gewerbevorschriften.
Viele Verstöße aufgedeckt
Die Bilanz hat es in sich: Bei 119 Lenkern wurden Alkovortests durchgeführt. Sechs verkehrsrechtliche Anzeigen und sieben Organmandate wurden ausgestellt. Ein Lenker wurde wegen Fahrens ohne gültige Lenkberechtigung angezeigt. Zudem wurde ein Kennzeichen abgenommen, drei Anzeigen betrafen technische Veränderungen am Fahrzeug.
Anzeigen wegen Arbeitsrecht
Auch bei Sozial- und Arbeitsrecht gab es Beanstandungen: Sieben Anzeigen erfolgten nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz, vier nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz. Von 45 überprüften Taxametern führten fünf zu Anzeigen.

Kein Platz für “schwarze Schafe”
Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, kündigt weitere Kontrollen an. Gerade im Taxigewerbe seien Vertrauen und Sicherheit entscheidend. Gemeinsam mit der Polizei und weiteren Dienststellen wolle man auch künftig für Ordnung auf Wiens Straßen sorgen.
Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan betont, dass solche Kontrollen sowohl die Sicherheit der Fahrgäste als auch faire Wettbewerbsbedingungen gewährleisten sollen.
Auch die Wiener Taxi-Innung begrüßt das Vorgehen. Ihr Obmann Ekrem Gönültaş stellt klar: „Schwarze Schafe haben in unserer Branche keinen Platz.“ Wer Fahrgäste täusche oder Vorschriften umgehe, müsse mit spürbaren Konsequenzen rechnen.
Die Botschaft der Behörden ist klar: Weitere Kontrollen sollen Verstöße aufdecken, Fahrgäste schützen und jene Taxiunternehmen stärken, die sich an die Regeln halten.

