In Penzing & Hernals

Tunnel für Hanslteich: Freudentag für die Kröten

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Seit 10 Jahren kämpfen Tierschützer verzweifelt um das Überleben jener Amphibien, die jedes Frühjahr zum Hanslteich zum Laichen wandern. Jetzt gibt es eine gute Nachricht.

Koordiniert durch den Verein gegen Tierfabriken (VGT) wurde das Projekt sieben Jahre lang mittels Zaun-Kübel-Methode betreut. Die Helfer mussten selbst schleppen – sehr anstrengend. Doch ihnen war es das wert – zumal Tausende Tiere, darunter auch der stark bedrohte Alpenkammmolch, vor dem sicheren Überfahren gerettet wurden.

Engagement der Helfer

Gleichzeitig hat sich der VGT in den betroffenen Bezirken für den Bau eines fixen Tunnelleitsystems eingesetzt. Denn die Amphibien wandern nicht nur im Frühjahr – auch im Sommer verlassen die kleinen Babykröten und -frösche ihr Geburtsgewässer und überqueren die gefährliche Straße. Und im Herbst brechen die wechselwarmen Tiere in ihre Winterquartiere auf.

Einsatz wird belohnt

Jetzt ist ein Ende in Sicht, der Einsatz der Tierschützer wird belohnt. Im Februar sagte der Bezirksvorsteher von Hernals, Peter Jagsch zu, dass der Bau der neuen Amphibienschutzanlage Hanslteich noch heuer vonstatten gehen solle.

Die Bezirksvorsteher Michaela Schüchner (Penzing) und Peter Jagsch (Hernals) helfen den Kröten und Fröschen (Bild: VGT).

Startschuss für den Bau

Jetzt war der Startschuss für den Bau der Anlage mit insgesamt 5 Tunneldurchlässen, die sich im 17. Bezirk in der Neuwaldegger Straße vom Kreisverkehr Marswiese bis zum Parkplatz des Restaurant Klee am Hanslteich erstreckt. Auch am Schottenhof (14. Bezirk), wo ehrenamtliche Helfer seit Jahren mittels Zaun-Kübel-Methode Tiere retten und der VGT sich ebenfalls für ein fixes Leitsystem eingesetzt hat, ist eine Schutzanlage bereits fast fertiggestellt.

Mittels EU-Förderung

Die Tunnel wurden mittels EU-Förderung querfinanziert und helfen nicht nur den Amphibien – auch Reptilien, Kleinsäuger und andere Wildtiere wie Füchse und Dachse können so gefahrlos die Straße queren.

Für die Amphibien ist diese Anlage die letzte Rettung. Denn im ganzen Land sind nicht nur seltene Molche und Frösche gefährdet – auch die allseits beliebte Erdkröte kämpft ums Überleben. Das immer heißere Klima entzieht ihnen die Lebensgrundlage, der Mensch zerstört ihre Laichgewässer, und durch das Insektensterben verliert sie wertvolle Nahrung.

Schönes Zeichen des Bezirks

In Hernals und Penzing wurden die Hilfeschreie dieser faszinierenden Tiere nun gehört. Projektleiterin Heidi Lacroix: „Neben der Rettung von Tieren, die alle auf der Roten Liste stehen, setzt Hernals heute ein wichtiges Zeichen – ein Zeichen, dass das Artensterben und der Tierschutz uns alle angehen.“

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